Lesop
Was ist ein Leveraged Employee Stock Ownership Plan (LESOP)?
Wichtige Erkenntnisse
- LESOPs nutzen geliehenes Geld, um ESOPs zu finanzieren und bieten Eigenkapitalvergütung ohne sofortige Zahlung.
- Sie gleichen die Interessen der Mitarbeiter mit denen der Aktionäre durch gemeinsame Aktienkursziele aus.
- LESOPs bieten Steuervorteile, indem sie Steuern auf Aktien bis zur Ausschüttung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufschieben.
- Diversifikationsmöglichkeiten in einem LESOP sind begrenzt, was Anlagerisiken für Mitarbeiter birgt.
- Hohe Schuldenstände aus LESOPs können die finanzielle Attraktivität eines Unternehmens und seine Bonitätskennzahlen beeinträchtigen.
Was ist ein Leveraged Employee Stock Ownership Plan (LESOP)?
Ein Leveraged Employee Stock Ownership Plan (LESOP) ist ein Mitarbeitervergütungsprogramm, das geliehenes Geld nutzt, um einen ESOP zu finanzieren und Eigenkapitalvergütung zu bieten, oft mit Steuervorteilen.
Das Unternehmen nutzt seine Kreditwürdigkeit, um Aktien zu kaufen, und tilgt das Darlehen durch jährliche Beiträge, wodurch die Mitarbeiter Eigentum erhalten, das an die Unternehmensleistung gebunden ist. Nachteile können die Anlagekonzentration für Mitarbeiter und eine erhöhte Unternehmensverschuldung sein.
Wie LESOPs funktionieren: Eine gründliche Analyse
In der Regel entscheiden sich Unternehmen für ESOPs oder andere Eigenkapitalvergütungsprogramme, um einen Teil der Interessen ihrer Mitarbeiter an die Aktienkursentwicklung des Unternehmens zu binden. Auf diese Weise werden die teilnehmenden Mitarbeiter motiviert, dafür zu sorgen, dass der Betrieb des Unternehmens so reibungslos und profitabel wie möglich läuft.
Wichtig
Unternehmen nutzen ESOPs häufig als Unternehmensfinanzierungsstrategie, um die Interessen ihrer Mitarbeiter mit denen ihrer Aktionäre in Einklang zu bringen.
Durch die Nutzung von Unternehmensvermögen als Hebel kann das Unternehmen seinen Aktienbesitzplan finanzieren und den Mitarbeitern Eigentumsanteile am Unternehmen geben, ohne sofort das gesamte erforderliche Kapital aufzubringen.
LESOPs verwenden die Erlöse aus Bankdarlehen, um Unternehmensaktien vom Unternehmen oder seinen bestehenden Aktionären zu einem von unabhängigen Gutachtern festgelegten Verkaufspreis zu erwerben. Die kreditgebende Bank hält die gekauften Aktien als Sicherheit und verlangt in der Regel Zahlungsgarantien entweder vom Unternehmen, von den verbleibenden Aktionären oder von den verkaufenden Aktionären.
LESOPs und Steuervorteile: Was Sie wissen sollten
LESOPs dienen als steuerbegünstigte Methode zur Finanzierung von Unternehmenswachstum, da Aktien, die dem Konto eines Mitarbeiters zugeteilt werden, erst besteuert werden, wenn Ausschüttungen erfolgen, was in der Regel nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit einem Unternehmen geschieht.
Aufgrund von Abzugsbeschränkungen, die im Steuerrecht festgelegt sind, dürfen Arbeitgeberbeiträge zur Tilgung der jährlichen Darlehenszahlungen 25 % der jährlichen Vergütung eines teilnehmenden Mitarbeiters nicht übersteigen. Darüber hinaus kann ein Unternehmen die Teilnahme an einem LESOP auf Mitarbeiter beschränken, die älter als 21 Jahre sind und mindestens ein Jahr Betriebszugehörigkeit nachweisen.
Abwägung der Risiken: Nachteile von LESOPs
Trotz des Steuerstundungsvorteils, den teilnehmende LESOP-Mitarbeiter genießen, ist dieser Plan nicht ohne potenzielle Nachteile – der wichtigste davon: ein inhärentes Anlagerisiko.
Da ein LESOP als Ersatz für andere Arten qualifizierter Altersvorsorgepläne dient, kann es ihnen an der Diversifikation eines typischen Altersvorsorgeportfolios wie eines 401(k)-Plans mangeln und zu stark auf Unternehmensaktien konzentriert sein. Mitarbeiter, die das 55. Lebensjahr erreicht haben und mindestens zehn Jahre an einem LESOP teilgenommen haben, dürfen 50 % ihrer Konten über fünf Jahre in andere Anlagen als die Aktien des eigenen Unternehmens diversifizieren.
Da ein LESOP zudem eine Kreditaufnahme beinhaltet, kann er das Verhältnis von Schulden zu Einkommen (DTI) oder Schulden zu Eigenkapital (D/E) eines jungen Unternehmens verschlechtern und es als weniger attraktive Investition erscheinen lassen, als es sonst der Fall wäre. Darüber hinaus kann der Kreditgeber die als Sicherheit hinterlegten Vermögenswerte beschlagnahmen, wenn ein Unternehmen seine LESOP-Schulden nicht zurückzahlen kann.