Level1_Vermögenswerte
Verständnis von Level 1, 2 und 3 Finanzanlagen: Definitionen und Beispiele
Was sind Level-1-Assets?
Der Rechnungslegungsstandard 157 führte drei Asset-Levels ein: Level 1, Level 2 und Level 3. Zu den Level-1-Assets zählen börsennotierte Aktien, Anleihen, Fonds oder alle Vermögenswerte mit transparenten, marktbasierten Notierungen.
Level-1-Assets sind liquide Vermögenswerte wie Aktien oder Anleihen, die regelmäßig am Markt bewertet werden. Level-1-Assets haben den höchsten Rang in Bezug auf Transparenz und zuverlässige Marktwertberechnung. Level-2- und Level-3-Assets sind weniger liquide und schwieriger genau zu bewerten. Markttiefe und Liquidität sind bei der Vermögensbewertung entscheidend.
Wichtige Erkenntnisse
- Level-1-Assets sind die liquidesten und transparentesten Finanzinstrumente, wie börsennotierte Aktien und Anleihen, deren Preise leicht am offenen Markt zu beobachten sind.
- Der beizulegende Zeitwert von Level-1-Assets wird mithilfe leicht verfügbarer Marktpreise berechnet, was ein hohes Maß an Zuverlässigkeit in den Finanzberichten gewährleistet.
- Der Rechnungslegungsstandard 157 (FAS 157) führte eine dreistufige Hierarchie zur Klassifizierung von Vermögenswerten auf der Grundlage der Bewertungszuverlässigkeit ein, wobei Level 1 aufgrund der aktiven Marktpreisbildung am einfachsten zu bewerten ist.
- Bei Marktschwankungen müssen Level-2- und Level-3-Assets möglicherweise durch Gutachten oder Modelle bewertet werden, was sie weniger zuverlässig macht als Level-1-Assets.
- Märkte mit einem hohen Anteil an Level-1-Assets werden aufgrund ihrer Stabilität und verlässlichen Bewertungen positiv gesehen, was das Vertrauen von Banken, Investoren und Aufsichtsbehörden stärkt.
Wie Level-1-Assets auf Finanzmärkten funktionieren
Börsennotierte Unternehmen müssen alle ihre Vermögenswerte danach klassifizieren, wie einfach sie bewertet werden können, wobei Level-1-Assets am einfachsten sind. Markttiefe und Liquidität sind bei der Vermögensbewertung entscheidend. In entwickelten Märkten führt eine starke Marktaktivität natürlich zur Preisfindung. Dies ist entscheidend für die Marktliquidität und zeigt, wie gut ein Markt Vermögenswerte kaufen oder verkaufen kann, ohne große Preisänderungen.
Der Rechnungslegungsstandard 157 (FAS 157) schuf einen einheitlichen Rahmen zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts ohne Notierungen, unter Verwendung eines „Exit-Preises“ und einer dreistufigen Hierarchie. Diese reicht von marktbasierten Preisen bis zu Level-3-Assets, für die kein Markt existiert und Bewertungen auf internen Informationen wie jüngsten Finanzierungsrunden basieren.
Klassifizierungskriterien für Level-1-, Level-2- und Level-3-Assets
Das Klassifizierungssystem mit Level 1, Level 2 und Level 3 gemäß (FASB) Statement 157 verlangte von öffentlichen Unternehmen, alle Vermögenswerte auf der Grundlage der Zuverlässigkeit der beizulegenden Marktwerte zuzuordnen.
Die Regelung trat für Geschäftsjahre nach 2007 in Kraft, aufgrund von Problemen auf dem Kreditmarkt mit Subprime-Hypotheken und forderungsbesicherten Wertpapieren (ABS). Viele Vermögenswerte wurden illiquide und die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert konnte nur durch interne Schätzungen oder andere mark-to-model-Verfahren während der Kreditkrise 2007 erfolgen. Daher benötigten die Aufsichtsbehörden eine Möglichkeit, Anleger über Wertpapiere zu informieren, deren Wert interpretiert werden konnte.
Vorteile des Haltens von Level-1-Assets
Level-1-Assets sind eine Möglichkeit, die Stärke und Zuverlässigkeit der Bilanz eines Unternehmens zu messen. Da die Bewertung von Level-1-Assets verlässlich ist, können bestimmte Unternehmen zusätzliche Vorteile gegenüber Unternehmen mit weniger Level-1-Assets genießen. Beispielsweise sehen Banken, Investoren und Aufsichtsbehörden ein Unternehmen, das mehrheitlich Vermögenswerte mit marktbasierter Bewertung besitzt, positiv, da sie sich auf die vorgelegten Finanzberichte verlassen können. Wenn ein Unternehmen stark Derivate einsetzt und die Mehrheit seiner Vermögenswerte in die Kategorie Level 2 oder 3 fällt, sind die interessierten Parteien weniger zufrieden mit der Bewertung dieser Vermögenswerte.
Das Problem mit Vermögenswerten außerhalb von Level 1 zeigt sich am besten in Krisenzeiten. Natürlich sinken in einem volatilen Markt die Liquidität und die Markttiefe, und viele Vermögenswerte haben keinen angemessenen Preisfindungsmechanismus. Diese Vermögenswerte müssen dann durch Gutachten oder nach einem Modell bewertet werden. Beide Methoden sind nicht perfekt, sodass Anleger und Gläubiger oft das Vertrauen in die gemeldeten Bewertungen verlieren. In Zeiten größter Unsicherheit, wie in den Tiefen der Großen Rezession, werden Level-3-Assets besonders kritisch betrachtet – Kommentatoren bezeichnen Mark-to-Model-Methoden eher als „Mark-to-Myth“.