top of page

Lieferhinweis

Lieferhinweis: Was es ist, wie es funktioniert, Beispiel



Was ist eine Lieferbescheinigung?


An den Rohstoffterminmärkten sind Lieferbescheinigungen ein Dokument, das vom Verkäufer eines Terminkontrakts bereitgestellt wird. Das Dokument dient als Bestätigung, dass der Verkäufer beabsichtigt, seinen Vertrag zu erfüllen, indem er den zugrunde liegenden Rohstoff physisch an den Inhaber des Terminkontrakts liefert. Im Gegensatz dazu findet bei einem bar abgerechneten Terminkontrakt nie eine physische Lieferung statt.

Lieferbescheinigungen sind eines der Schlüsselelemente, die in allen Terminkontrakten enthalten sind. Dazu gehören die Angaben zu Menge, Qualität, Lieferort und Lieferdatum des Rohstoffs.



Wichtige Erkenntnisse


  • Eine Lieferbescheinigung ist ein Standardbestandteil von Rohstoffterminkontrakten.
  • Sie benachrichtigt den Empfänger, dass der Vertragsverkäufer eine physische Lieferung des zugrunde liegenden Rohstoffs vornehmen wird.
  • Einige Lieferbescheinigungen sind übertragbar, d.h. sie können an eine andere Partei verkauft werden. Dies ist nützlich für Käufer, die auf Rohstoffpreise spekulieren möchten, ohne selbst physische Lieferungen zu erhalten.
  • Erhalten Sie personalisierte, KI-gestützte Antworten, die auf über 27 Jahren vertrauenswürdiger Expertise basieren.


Wie Lieferbescheinigungen funktionieren


Rohstoffterminmärkte sind ein wichtiger Bestandteil des Finanzsystems. Institutionelle Kunden wie produzierende Unternehmen können Rohstoffterminkontrakte kaufen, um ihren laufenden Betrieb zu versorgen. Gleichzeitig nutzen Finanzkäufer Rohstoffterminkontrakte, um auf Rohstoffpreise zu spekulieren und andere Aktivitäten wie die Absicherung von Risiken durchzuführen.

Ein Vorteil der Rohstoffterminmärkte ist, dass sie über ein Clearingstelle-System abgewickelt werden. Anstatt direkt miteinander zu handeln, geben Käufer und Verkäufer Aufträge an eine zentrale Börse, die dann kompatible Transaktionen zusammenführt. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen und Kosten zu minimieren, folgen diese Transaktionen einer standardisierten Vertragsvorlage, in der Details wie Art, Menge, Qualität, Lieferdatum und Lieferort des Rohstoffs in einem einheitlichen Format festgelegt sind.

Wenn zwei Parteien einen Rohstoffterminkontrakt abschließen und sich gegen eine Barabrechnung entscheiden, muss der Verkäufer des Kontrakts – also die Person, die versprochen hat, den physischen Rohstoff an den Käufer zu liefern – seinem Vertragspartner eine Lieferbescheinigung vorlegen, sobald sich der Kontrakt seinem Lieferdatum nähert.

Dieses Dokument informiert den Käufer lediglich darüber, dass der Verkäufer beabsichtigt, seine Verpflichtungen durch die physische Lieferung des zugrunde liegenden Rohstoffs zu erfüllen, anstatt den Vertrag bar abzurechnen. Die genauen Einzelheiten, wie und wann die Waren geliefert werden, werden im Voraus von der Börse festgelegt.



Praxisbeispiel einer Lieferbescheinigung


Abhängig von den Regeln der Rohstoffterminbörse kann eine bestimmte Lieferbescheinigung übertragbar oder nicht übertragbar sein. Übertragbare Lieferbescheinigungen können an eine andere Partei verkauft werden, sodass das Recht auf Warenlieferung auf jemand anderen übertragen wird. Diese Bestimmung ist nützlich für spekulative Käufer, die nicht die Absicht haben, die Waren physisch zu empfangen und zu lagern, wie z. B. ein Goldspekulant, der einfach von dem erwarteten Anstieg des Goldpreises profitieren möchte.

Nicht übertragbare Lieferbescheinigungen werden in der Regel von gewerblichen Kunden gekauft, die den gehandelten Rohstoff für ihre Geschäftstätigkeit benötigen. Beispielsweise könnte eine Kaffeerösterei Kaffeebohnen-Terminkontrakte mit nicht übertragbaren Lieferbescheinigungen kaufen, da sie keine Schwierigkeiten haben wird, den zugrunde liegenden Rohstoff zu empfangen und zu verwenden.

Erhalten Sie personalisierte, KI-gestützte Antworten, die auf über 27 Jahren vertrauenswürdiger Expertise basieren.

Handel

Termin- und Rohstoffhandel

bottom of page