Long Straddle
Long Straddle Optionen meistern: Strategie, Risiken und Gewinne
Was ist ein Long Straddle?
Der Long Straddle ist eine Optionshandelsstrategie, die von bedeutenden Marktbewegungen in beide Richtungen profitiert. Durch den Kauf einer Call- und einer Put-Option mit demselben Verfallsdatum und demselben Ausübungspreis positionieren sich Händler, um von volatilen Ereignissen wie Gewinnberichten und Wahlen zu profitieren. Diese Strategie kann zu hohen Gewinnen führen, wenn der Basiswert starke Preisschwankungen aufweist.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Long Straddle beinhaltet den Kauf sowohl einer Call- als auch einer Put-Option auf denselben Basiswert mit identischen Ausübungspreisen und Verfallsdaten, um von bedeutenden Marktbewegungen zu profitieren.
- Diese Strategie wird häufig vor erwarteten Ereignissen wie Gewinnberichten oder Maßnahmen der Zentralbank eingesetzt, die zu Volatilität bei den Vermögenspreisen führen können.
- Das Hauptrisiko eines Long Straddle besteht darin, dass die erwartete starke Marktbewegung möglicherweise ausbleibt, was zu potenziellen Verlusten aus den gezahlten Optionsprämien führt.
- Das Gewinnpotenzial ist theoretisch unbegrenzt, wenn der Preis des Basiswerts deutlich steigt, während auch ein erheblicher Gewinn möglich ist, wenn der Preis drastisch fällt.
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Wie Long Straddles funktionieren
Die Long-Straddle-Strategie setzt darauf, dass sich der Preis des Basiswerts deutlich bewegt, entweder nach oben oder unten. Das Gewinnprofil ist unabhängig davon, in welche Richtung sich der Vermögenswert bewegt, gleich. In der Regel geht der Händler davon aus, dass sich der Basiswert aufgrund der bevorstehenden Veröffentlichung neuer Informationen von einem Zustand niedriger Volatilität in einen Zustand hoher Volatilität bewegen wird.
Der Ausübungspreis liegt in der Regel am Geld (at-the-money) oder so nah wie möglich. Da Calls von einer Aufwärtsbewegung und Puts von einer Abwärtsbewegung des Basiswerts profitieren, heben sich diese beiden Komponenten bei kleinen Bewegungen in beide Richtungen auf. Das Ziel eines Long Straddle ist es, von einer großen Auf- oder Abwärtsbewegung des Vermögenswerts zu profitieren.
Händler können einen Long Straddle vor einem bedeutenden Ereignis einsetzen, das ein Unternehmen betrifft, wie zum Beispiel:
Ein Gewinnbericht
Maßnahmen der Federal Reserve
Die Verabschiedung eines Gesetzes
Eine Wahl
Wenn das Ereignis eintritt, werden häufig bullische oder bärische Aktivitäten ausgelöst. Dies führt zu einer schnellen Bewegung des Basiswerts.
Wichtig
Ein Optionskontrakt kann je nach Verfallsdatum Wochen oder Jahre dauern.1
Bewertung der Risiken bei Long Straddles
Das Risiko der Long-Straddle-Strategie besteht darin, dass der Markt möglicherweise nicht stark genug auf das erwartete Ereignis reagiert. Die Preise von Put- und Call-Optionen steigen ebenfalls in Erwartung des Ereignisses. Dies macht die Strategie teurer als eine einfache Richtungswette.
Verkäufer erkennen das erhöhte Risiko, das mit einem geplanten, nachrichtenrelevanten Ereignis verbunden ist, und erhöhen die Preise. Wenn das Ereignis keine starke Bewegung verursacht, verfallen die Optionen möglicherweise wertlos, was zu einem Verlust führt.
Berechnung der Gewinne aus Long Straddles
Wenn der Preis des Basiswerts steigt, ist der potenzielle Gewinn unbegrenzt. Falls der Preis des Basiswerts auf Null fällt, wäre der Gewinn der Ausübungspreis abzüglich der gezahlten Optionsprämien.
Das maximale Risiko sind die gesamten Einstiegskosten, also die Summe der Call- und Put-Optionspreise. Der maximale Verlust umfasst die gezahlte Nettoprämie und etwaige Handelsprovisionen. Dieser Verlust tritt ein, wenn der Preis des Basiswerts bei Verfall dem Ausübungspreis der Optionen entspricht.
Der Gewinn, wenn der Preis des Basiswerts steigt, beträgt:
Der Gewinn, wenn der Preis des Basiswerts fällt, beträgt:
Beispiel für eine Long-Straddle-Strategie
Eine Aktie wird zu $50 gehandelt. Eine Call-Option mit einem Ausübungspreis von $50 kostet $3, und eine Put-Option mit dem gleichen Ausübungspreis kostet ebenfalls $3. Ein Anleger geht einen Straddle ein, indem er je eine Option kauft. Die Optionsverkäufer gehen von einer 70%igen Wahrscheinlichkeit aus, dass die Bewegung der Aktie $6 oder weniger in eine Richtung beträgt.
Ein Gewinn tritt bei Verfall ein, wenn die Aktie über $56 oder unter $44 notiert, unabhängig vom ursprünglichen Preis. Der maximale Verlust von $6 für einen Call- und einen Put-Kontrakt tritt nur dann ein, wenn die Aktie am Ende des Verfallstages genau bei $50 notiert. Der Händler erleidet einen geringeren Verlust, wenn der Preis zwischen $44 und $56 pro Aktie liegt.
Der Händler erzielt einen Gewinn, wenn die Aktie über $56 oder unter $44 liegt. Wenn die Aktie beispielsweise bei Verfall auf $65 steigt, beträgt der Positionsgewinn $9 ($65 - $50 - $6 = $9).
Was ist ein Long Straddle unter Nutzung der impliziten Volatilität?
Viele Händler empfehlen, den Long Straddle zu nutzen, um den erwarteten Anstieg der impliziten Volatilität zu erfassen, indem sie diese Strategie im Vorfeld des Ereignisses initiieren, aber vor dem Eintreten des Ereignisses schließen. Diese Methode versucht, von der steigenden Nachfrage nach den Optionen selbst zu profitieren.
Wie wählen Optionskäufer ein Verfallsdatum aus?
Ein Optionskäufer wählt das Verfallsdatum basierend auf den Kosten und der Laufzeit des Kontrakts. Optionen können von einer Woche bis zu mehreren Jahren reichen. Je weiter das Verfallsdatum entfernt ist, desto teurer ist die Option.1
Was bedeutet "am Geld" (At-The-Money)?
Am Geld (At-the-Money, ATM) liegt vor, wenn der Ausübungspreis der Option identisch mit dem aktuellen Marktpreis des zugrunde liegenden Wertpapiers ist.