Longjellyroll
Long Jelly Roll Strategie: Ein umfassender Leitfaden
Wichtigste Erkenntnisse
- Ein langer Jelly Roll ist eine Optionsstrategie, die darauf abzielt, Preisunterschiede bei horizontalen Spreads von Calls und Puts auszunutzen.
- Sie sucht Arbitragemöglichkeiten zwischen horizontalen Spreads von Call- und Put-Optionen mit demselben Ausübungspreis.
- Horizontale Spreads beinhalten Optionen mit demselben Ausübungspreis, aber unterschiedlichen Verfallsdaten, auch bekannt als Kalender-Spreads.
- Die Strategie hebt Preisineffizienzen hervor, die aus Marktfehlanpassungen bei der Optionspreisbildung resultieren.
- Lange Jelly Rolls können Gewinne aus Arbitrage ohne direkte Exposition gegenüber der Preisbewegung des Basiswerts bieten.
Was ist ein langer Jelly Roll?
Ein langer Jelly Roll ist eine Optionshandelsstrategie, die Call- und Put-Optionen nutzt, um Preisunterschiede auf dem Markt auszunutzen. Sie wird durch die Kombination von zwei horizontalen Spreads aufgebaut, was bedeutet, dass Optionen mit denselben Ausübungspreisen, aber unterschiedlichen Verfallsdaten gekauft und verkauft werden. Das Ziel ist es, von kleinen Lücken bei der Preisbildung dieser Optionen im Laufe der Zeit zu profitieren. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie ein langer Jelly Roll funktioniert und warum einige Händler ihn nutzen, um Preisunterschiede zu erkennen und zu nutzen.
Long Jelly Rolls verstehen
Ein langer Jelly Roll ist eine komplexe Spread-Strategie, die den Spread als neutral und vollständig abgesichert in Bezug auf die Richtungsbewegung des Aktienkurses positioniert, sodass der Handel stattdessen von der Differenz im Kaufpreis dieser Spreads profitieren kann.
Dies ist möglich, weil horizontale Spreads, die aus Call-Optionen bestehen, genauso bewertet werden sollten wie horizontale Spreads aus Put-Optionen, mit der Ausnahme, dass die Put-Option die Dividendenzahlung und die Zinskosten vom Preis abgezogen haben sollte. Der Preis des Call-Spreads sollte also normalerweise etwas höher sein als der Preis des Put-Spreads – wie viel höher hängt davon ab, ob vor dem Verfall eine Dividendenzahlung erfolgt.
Ein Jelly Roll wird aus der Kombination von zwei horizontalen Spreads erstellt. Der Spread kann als langer Spread konstruiert werden, was bedeutet, dass der Call-Spread gekauft und der Put-Spread verkauft wurde, oder als kurzer Spread, bei dem der Put-Spread gekauft und der Call-Spread verkauft wird. Die Strategie sieht vor, den günstigeren Spread zu kaufen und den teureren Spread zu verkaufen. Theoretisch stammt der Gewinn, wenn der Händler die Differenz zwischen den beiden Spreads behalten kann.
Variationen dieser Strategie können durch verschiedene Modifikationen umgesetzt werden, darunter die Erhöhung der Anzahl der Long-Positionen auf einem oder beiden horizontalen Spreads. Die Ausübungspreise können auch für jeden der beiden Spreads variiert werden, aber jede solche Änderung schafft zusätzliche Risiken für den Handel.
Für Privathändler würden die Transaktionskosten diesen Handel wahrscheinlich unrentabel machen, da der Preisunterschied selten mehr als ein paar Cent beträgt. Aber gelegentlich können einige Ausnahmen auftreten, die für den aufmerksamen Händler einen einfachen Gewinn möglich machen.
Aufbau eines langen Jelly Rolls: Methodik und Schritte
Betrachten Sie das folgende Beispiel, wann ein Händler einen langen Jelly-Roll-Spread konstruieren möchte. Angenommen, am 8. Januar während der normalen Handelszeiten wurden Amazon-Aktien (AMZN) bei etwa 1.700,00 $ pro Aktie gehandelt. Nehmen wir außerdem an, dass die folgenden Call- und Put-Spreads vom 15. bis 22. Januar (mit wöchentlichen Verfallsdaten) für Privatkäufer für den Ausübungspreis von 1.700 $ verfügbar waren:
Spread 1: Jan. 15 Call (short) / Jan. 22 Call (long); Preis = 9,75
Spread 2: Jan. 15 Put (short) / Jan. 22 Put (long); Preis = 10,75
Wenn ein Händler Spread 1 und Spread 2 zu diesen Preisen kaufen kann, kann er einen Gewinn sichern, da er effektiv eine Long-Position in der Aktie zu 9,75 und eine Short-Position in der Aktie zu 10,75 erworben hat. Dies geschieht, weil der Long Call und der Short Put eine synthetische Aktienposition schaffen, die sich sehr ähnlich wie das Halten von Aktien verhält. Umgekehrt schaffen die verbleibende Short-Call-Position und die Long-Put-Position eine synthetische Short-Aktienposition.
Nun wird der Nettoeffekt klar, da gezeigt werden kann, dass der Händler einen Kalenderhandel initiiert hat, mit der Möglichkeit, die Aktie zu 1.700 $ zu kaufen und zu 1.700 $ zu verkaufen. Die Positionen heben sich gegenseitig auf, sodass nur die Differenz zwischen den Optionsspreadpreisen ein relevantes Anliegen bleibt.
Wenn der horizontale Call-Spread tatsächlich für einen Dollar weniger als die Put-Option erworben werden kann, kann der Händler 1 $ pro Aktie pro Kontrakt sichern. Eine Position mit 10 Kontrakten würde also 1.000 $ netto einbringen.
Wie man einen kurzen Jelly Roll konstruiert: Techniken und Tipps
Beim kurzen Jelly Roll verwendet der Händler einen kurzen horizontalen Call-Spread mit einem langen horizontalen Put-Spread – das Gegenteil der langen Konstruktion. Die Spreads werden mit derselben horizontalen Spread-Methodik konstruiert, aber der Händler sucht nach einer Preisgestaltung des Call-Spreads, die viel niedriger ist als der Put-Spread. Wenn eine solche Preisdiskrepanz auftreten sollte, die nicht durch anstehende Dividendenzahlungen oder Zinskosten erklärt wird, wäre der Handel wünschenswert.
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