Mar Ratio
Die MAR-Ratio verstehen: Risikoadjustierte Renditen erklärt
Was ist ein MAR-Verhältnis?
Das MAR-Verhältnis misst risikoadjustierte Renditen, indem die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) seit Beginn durch den größten Verlust (Drawdown) dividiert wird. Es wird häufig verwendet, um Hedgefonds, Rohstoffhandelsberater und Handelsstrategien zu vergleichen, wobei der Schwerpunkt auf der langfristigen Performance liegt. Während es für die Bewertung von Konsistenz und Abwärtsrisiko effektiv ist, kann es kurzfristigere Schwankungen übersehen, die besser durch das Calmar-Verhältnis erfasst werden.
Wichtige Erkenntnisse
- Das MAR-Verhältnis bewertet die Performance, indem es die Renditen um das Risiko bereinigt, und ermöglicht so einen Vergleich verschiedener Strategien.
- Es dividiert die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate durch den maximalen Drawdown, um risikoadjustierte Renditen zu messen.
- Ein wesentlicher Nachteil des MAR-Verhältnisses ist seine Unfähigkeit, unterschiedliche Zeiträume des Bestehens von Fonds zu berücksichtigen.
- Das Calmar-Verhältnis bietet eine Alternative, indem es die Renditen der letzten 36 Monate analysiert, anstatt seit Beginn.
- Weitere Instrumente zum Vergleich von Risiko und Performance sind das Sharpe-Verhältnis und das Sortino-Verhältnis.
Eine detaillierte Betrachtung des MAR-Verhältnisses
Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist die Rendite einer Anlage von Anfang bis Ende, wobei die jährlichen Renditen reinvestiert werden. Ein Drawdown eines Fonds oder einer Strategie ist die schlechteste Performance während des angegebenen Zeitraums.
Zum Beispiel: In einem bestimmten Jahr, sagen wir, ein Fonds hatte jeden Monat eine Rendite von 2 % oder mehr, aber in einem Monat einen Verlust von 5 %, dann wäre die 5 % der Drawdown-Wert. Das MAR-Verhältnis versucht, das schlechtestmögliche Risiko (Drawdown) eines Fonds im Verhältnis zu seinem Gesamtwachstum zu analysieren. Es standardisiert eine Kennzahl für den Performancevergleich.
Zum Beispiel: Wenn Fonds A seit Beginn eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 30 % aufweist und in seiner Geschichte einen maximalen Drawdown von 15 % hatte, beträgt sein MAR-Verhältnis 2. Wenn Fonds B eine CAGR von 35 % und einen maximalen Drawdown von 20 % aufweist, beträgt sein MAR-Verhältnis 1,75. Obwohl Fonds B eine höhere absolute Wachstumsrate hat, wäre Fonds A auf risikoadjustierter Basis als überlegen anzusehen, da er ein höheres MAR-Verhältnis aufweist.
Vergleich des MAR-Verhältnisses und des Calmar-Verhältnisses
Wenn Fonds B seit 20 Jahren besteht und Fonds A erst seit fünf Jahren, könnte Fonds B mehr Marktzyklen durchgemacht haben, während Fonds A möglicherweise nur günstige Märkte gesehen hat.
Dies ist ein wesentlicher Nachteil des MAR-Verhältnisses, da es Ergebnisse und Drawdowns seit Beginn vergleicht, was zu sehr unterschiedlichen Zeiträumen und Marktbedingungen bei verschiedenen Fonds und Strategien führen kann.
Das Calmar-Verhältnis adressiert dieses Problem, indem es sich auf die durchschnittlichen jährlichen Renditen und Drawdowns der letzten 36 Monate konzentriert, anstatt auf die Zeit seit Beginn.
Das MAR-Verhältnis und das Calmar-Verhältnis führen aufgrund des analysierten Zeitraums zu sehr unterschiedlichen Zahlen. Das Calmar-Verhältnis wird oft bevorzugt, da es Fonds oder Strategien über den gleichen Zeitraum vergleicht und so eine genauere Darstellung liefert.
Weitere verbreitete Verhältnisse, die Performance mit Risiko vergleichen, sind das Sharpe-Verhältnis und das Sortino-Verhältnis.