Marginaler Var
Marginal VaR verstehen: Definition und Anwendung
Wichtige Erkenntnisse
- Der marginale VaR (Value at Risk) stellt das zusätzliche Risiko dar, das eine neue Anlage durch eine Erhöhung des Engagements um einen Dollar zu einem Portfolio hinzufügt.
- Der VaR schätzt den potenziellen Wertverlust eines Portfolios über einen bestimmten Zeitraum bei einem gegebenen Konfidenzniveau.
- Der marginale VaR hebt die Veränderungen des Portfoliorisikos hervor, wenn Anlagepositionen angepasst werden.
- Das Verständnis des marginalen VaR hilft dabei, zu bewerten, wie korrelierte Vermögenswerte das gesamte Portfoliorisiko beeinflussen.
- Für eine präzise Risikomessung sollte stattdessen der inkrementelle VaR betrachtet werden, der genaue Angaben zum Risikobeitrag einer bestimmten Position liefert.
Was ist der marginale VaR?
Der marginale Value at Risk (VaR) misst die Auswirkungen des Hinzufügens oder Reduzierens von Positionen in einem Anlageportfolio und gibt Aufschluss darüber, wie sich eine neue Anlage auf das Gesamtrisiko auswirkt. Das Verständnis des marginalen VaR hilft Anlegern und Risikomanagern, das genaue Risiko zu quantifizieren, das einem Portfolio durch eine neue Anlage hinzugefügt wird, und ermöglicht so fundiertere Entscheidungen im Risikomanagement.
Wie sich der marginale VaR auf das Anlagerisiko auswirkt
Der Value at Risk (VaR) ist eine statistische Methode, die das finanzielle Risiko innerhalb eines Unternehmens, eines Portfolios oder einer Position über einen bestimmten Zeitraum misst und quantifiziert. Diese Kennzahl wird am häufigsten von Investment- und Geschäftsbanken verwendet, um das Ausmaß und die Eintrittswahrscheinlichkeit potenzieller Verluste in ihren institutionellen Portfolios zu bestimmen. Risikomanager verwenden den VaR, um das Niveau des Risikoengagements zu messen und zu kontrollieren. VaR-Berechnungen können auf bestimmte Positionen, ganze Portfolios oder zur Messung des unternehmensweiten Risikoengagements angewendet werden.
Eine einzelne Anlage kann für sich genommen einen hohen VaR aufweisen, aber wenn sie negativ mit dem Portfolio korreliert ist, kann sie zum Portfolio einen viel geringeren VaR beitragen als ihr individueller VaR.
Bei der Messung der Auswirkungen von Positionsänderungen auf das Portfoliorisiko sind einzelne VaR nicht ausreichend, da die Volatilität die Unsicherheit der Rendite eines Vermögenswerts isoliert misst. Als Teil eines Portfolios kommt es auf den Beitrag des Vermögenswerts zum Portfoliorisiko an. Der marginale VaR hilft dabei, das zusätzliche, wertpapierspezifische Risiko durch die Hinzunahme eines weiteren Dollars an Engagement zu isolieren.
Praxisbeispiel für den marginalen VaR
Betrachten Sie beispielsweise ein Portfolio mit nur zwei Anlagen. Anlage X hat einen Value at Risk von 500 $ und Anlage Y hat einen Value at Risk von 500 $. Abhängig von der Korrelation der Anlagen X und Y könnte die Zusammenführung beider Anlagen zu einem Portfolio zu einem Portfolio-Value-at-Risk von nur 750 $ führen. Dies bedeutet, dass der marginale Value at Risk für das Hinzufügen einer der beiden Anlagen zum Portfolio 250 $ betrug.
Vergleich von marginalem VaR und inkrementellem VaR
Der inkrementelle VaR wird manchmal mit dem marginalen VaR verwechselt. Der inkrementelle VaR gibt den genauen Risikobetrag an, den eine Position zum gesamten Portfolio hinzufügt oder davon abzieht, während der marginale VaR lediglich eine Schätzung der Veränderung des Gesamtrisikobetrags ist. Der inkrementelle VaR ist daher eine präzisere Messung im Gegensatz zum marginalen Value at Risk, der eine Schätzung unter Verwendung weitgehend derselben Informationen darstellt. Zur Berechnung des inkrementellen Value at Risk muss ein Anleger die Standardabweichung des Portfolios, die Rendite des Portfolios sowie die Rendite des betreffenden Vermögenswerts und dessen Portfolioanteil kennen.
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