Marginierbar
Marginierbare Wertpapiere verstehen: Ein umfassender Leitfaden
Wichtige Erkenntnisse
- Marginierbare Wertpapiere können auf Margin gehandelt werden, wodurch Anleger Aktien mit einem Darlehen von einem Broker kaufen können.
- Nicht alle Wertpapiere sind marginierbar; berechtigte Wertpapiere sind in der Regel bekannte Aktien oder Anleihen.
- Margenhandel birgt finanzielle Risiken, da das Darlehen auch dann zurückgezahlt werden muss, wenn die Anlage an Wert verliert.
Was sind marginierbare Wertpapiere?
Marginierbare Wertpapiere sind Aktien, Anleihen oder andere Anlagen, die als Sicherheit verwendet werden, um Geld von Ihrem Broker zu leihen. Margin bedeutet, Geld von einem Broker zu leihen, um mehr Wertpapiere zu kaufen, als Sie sich mit Ihrem eigenen Geld leisten könnten. Wenn Sie auf Margin handeln, leiht Ihnen das Unternehmen einen Teil des Kaufpreises, und Ihre Anlagen dienen als Sicherheit für das Darlehen. Dies kann sowohl Gewinne als auch Verluste erhöhen, wenn die Preise steigen oder fallen. Deshalb müssen Sie planen und klar verstehen, wie der Margenhandel funktioniert.
Marginierbare Wertpapiere verstehen
Die Regeln, die festlegen, welche Wertpapiere marginierbar sind und welche nicht, sind in Regulation T und Regulation U der Federal Reserve festgelegt. Selbstregulierungsorganisationen wie die NYSE und FINRA sind ebenfalls am Regulierungsprozess beteiligt. Obwohl einzelne Broker eigene Anforderungen festlegen können, müssen diese mindestens so streng sein wie die gesetzlich vorgeschriebenen.
Die Unterscheidung zwischen marginierbaren und nicht marginierbaren Wertpapieren besteht aus zwei Hauptgründen. Erstens schützt sie Anleger, indem sie die mit der Nutzung von Leverage verbundenen Risiken reduziert. Zweitens schützt sie Broker und andere Finanzinstitute, indem sie sicherstellt, dass die von Anlegern erhaltenen Sicherheiten Mindestqualitätsstandards erfüllen.
Wertpapiere mit hoher Liquidität sind eher marginierbar. Andere Wertpapiere, wie einige Aktien mit einem Preis unter 5 $ pro Aktie oder Aktien für Börsengänge (IPOs), sind aufgrund der damit verbundenen höheren Risiken in der Regel nicht marginierbar. Die meisten Broker veröffentlichen auf ihren Websites eine vollständige Liste der von ihnen angebotenen marginierbaren Wertpapiere.
Wie man marginierbare Wertpapiere kauft
Anleger müssen marginierbare Wertpapiere über ein Margin-Konto kaufen. Diese Konten erfordern eine Mindesteinlage von 2.000 $; einige Broker verlangen jedoch mehr. Anleger können dann bis zu 50% des Kaufbetrags des marginierbaren Wertpapiers leihen. Wenn ein Anleger beispielsweise ein Margin-Konto mit 50.000 $ eröffnet, kann er bis zu 100.000 $ eines marginierbaren Wertpapiers kaufen. Anleger können weniger als 50% des Kaufpreises des marginierbaren Wertpapiers leihen, wenn sie dies wünschen. Ein Anleger möchte beispielsweise nur bis zu 25% des Kaufpreises leihen.
Margin-Konten erfordern auch einen Betrag an verfügbarem Bargeld oder einen entsprechenden Wert, der als Mindestmargin bezeichnet wird. Dies ist ein Mindestsaldo, der aufrechterhalten werden muss, um die im Konto gehaltenen Wertpapiere zu kontrollieren. Die Mindestmargin schwankt täglich, da der Wert der Wertpapiere im Konto steigt und fällt.
Wenn beispielsweise die Aktien in einem Margin-Konto fallen, steigt die Mindestmargin. Wenn das Margin-Konto unter die Mindestmargin fällt, erhält der Kunde einen Margin Call – eine Aufforderung des Brokers, zusätzliche Mittel oder Wertpapiere einzuzahlen, um das Konto auf die Mindestmindestmargin zurückzuführen.
Der Kauf von marginierbaren Aktien, ETFs und anderen Wertpapieren eignet sich eher für kurze Haltedauern aufgrund der Zinsen, die Anleger auf ihre Margin-Darlehen zahlen müssen. Da die Zinsen im Laufe der Zeit anfallen, müssen die marginierbaren Wertpapiere umso mehr Rendite erzielen, um die Gewinnschwelle zu erreichen.
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