Marketonopen Order Moo
Verständnis von Market-on-Open Orders: Definition und strategische Nutzung
Wichtige Erkenntnisse
- Market-On-Open (MOO)-Orders werden zum Eröffnungskurs ausgeführt und beeinflussen die Marktdynamik des Tages.
- Diese Orders, die an Börsen wie Nasdaq und NYSE ausgeführt werden, müssen vor Markteröffnung platziert werden.
- Händler nutzen MOO-Orders in Erwartung signifikanter Preisänderungen nach Marktankündigungen oder Ereignissen.
- MOO-Orders bieten keine Preisgarantie, im Gegensatz zu Limit-on-Open-Orders, die einen Limitpreis festlegen.
- Makler können MOO-Orders nutzen, um nach Börsenschluss identifizierte Fehlerpositionen schnell zu schließen.
Was ist ein Market-On-Open Order (MOO)?
Ein Market-On-Open (MOO)-Order weist an, einen Trade zum Eröffnungskurs des Marktes auszuführen, was es für Händler nützlich macht, die gleich zu Beginn der Sitzung auf erwartete Kursbewegungen reagieren möchten. Es steht im Gegensatz zu Market-On-Close (MOC)-Orders, die am Ende des Handelstages ausgeführt werden. MOO-Orders können bei Ereignissen wie Gewinnveröffentlichungen oder beim Anpassen von Positionen hilfreich sein, die eine sofortige Korrektur zum Eröffnungskurs benötigen.
Verständnis der Ausführung von Market-On-Open (MOO)-Orders
MOO-Orders können an der Nasdaq von 7:00 bis 9:28 Uhr Eastern Time, Montag bis Freitag, eingegeben, storniert oder geändert werden. MOO-Orders an der NYSE können jederzeit bis 9:28 Uhr Eastern Time angenommen werden. Die Ausführung von MOO-Orders ist garantiert, sofern ausreichend Liquidität vorhanden ist, aber es gibt keine Garantie für den Preis.
Um einen Market-On-Open-Order auszuführen, gibt ein Händler einen Kaufauftrag ein, während der Markt geschlossen ist, und mindestens zwei Minuten vor Markteröffnung. In diesen zwei Minuten prüfen Market-Making-Verkäufer, wie viele Orders auf die Ausführung bei Eröffnung warten und welcher Art diese Orders sind (groß oder klein, Kauf oder Verkauf, Limit, Stop oder Market). Sie passen ihre Geld- und Briefkurse basierend auf diesen Informationen an, und der erste Trade der Sitzung legt den Eröffnungskurs fest.
Der Eröffnungskurs spiegelt alle MOO-Orders wider. Beispielsweise können viele MOO-Orders den Eröffnungskurs viel höher als den Schlusskurs des vorherigen Tages machen.
Bewährte Verfahren für die Verwendung von Market-On-Open Orders
Händler und Anleger nutzen MOO-Orders, wenn sie glauben, dass die Marktbedingungen den Kauf oder Verkauf von Aktien bei Eröffnung rechtfertigen. Während der Gewinnsaison – dem Zeitraum, in dem Unternehmen ihre Quartalsergebnisse melden – melden die meisten Unternehmen ihre Ergebnisse nach Börsenschluss. In der Regel folgt am nächsten Handelstag eine signifikante Kursbewegung. Der MOO-Order gibt keinen Limitpreis vor, im Gegensatz zu einem Limit-on-Open (LOO)-Order, der einen festlegt und der Schwesterorder des Market-on-Close (MOC)-Orders ist.
Unternehmen, die die Erwartungen übertreffen, sehen in der Regel einen Kursanstieg ihrer Aktien, während Unternehmen, die die Schätzungen verfehlen, einen Kursrückgang erleben. MOO-Orders können auch von Maklern verwendet werden, um Fehlerpositionen zu schließen. Oft werden Fehler erst entdeckt, wenn Trades am Ende des Handelstages auf Konten gebucht werden. Ein MOO-Order stellt sicher, dass der Fehler so früh wie möglich am folgenden Tag geschlossen wird, um das Risiko zu minimieren.
Market-On-Open Order in der Praxis: Ein praktisches Beispiel
Angenommen, ein Anleger hält 1.000 Aktien von Intel, das gerade gemeldet hat, dass seine Umsätze und Gewinne für das nächste Quartal unter den Schätzungen der Analysten liegen werden. Die Aktie fällt im nachbörslichen Handel, und der Anleger glaubt, dass sie am nächsten Tag weiter stark fallen wird. Daher würde er einen MOO-Order eingeben, da er glaubt, dass die Aktie morgen zu einem niedrigeren Preis eröffnet, aber noch niedriger schließt.
Das Risiko besteht darin, dass der Anleger den Eröffnungskurs von Intel erhält, unabhängig davon, ob er um 5%, 10% oder 20% gefallen ist. Alternativ, wenn der Anleger glaubt, dass Intel sich im Laufe des nächsten Handelstages etwas erholen könnte und lieber an seiner Position festhalten möchte, anstatt den Eröffnungskurs zu akzeptieren, könnte er einen LOO-Order eingeben, der den Preis angibt, zu dem er bereit ist, seine Intel-Aktien zu verkaufen. Dies garantiert, dass die Aktie nicht unter dem Limitpreis des Anlegers verkauft wird. Zum Beispiel, wenn der Anleger einen LOO-Order mit einem Limit von 50 $ eingibt, werden die Aktien zum Marktpreis bei Eröffnung verkauft, sofern die Aktie bei 50 $ oder höher gehandelt wird.