Marktdiskont
Marktdiskonten verstehen: Definition, Ursachen und steuerliche Auswirkungen
Was ist ein Marktdiskont?
Der Begriff Marktdiskont bezeichnet die Differenz, wenn ein festverzinsliches Wertpapier unter seinem Nennwert (Pariwert) gekauft wird. Die Differenz ist oft auf Änderungen der Zinssätze, Bonitätsbewertungen oder des wahrgenommenen Risikos zurückzuführen. Das Verständnis von Marktdiskonten hilft Anlegern, sich im Anleihenhandel zurechtzufinden und potenzielle Gewinne zu bewerten. Es kann steuerliche Auswirkungen geben, einschließlich Regeln wie der „de minimis“-Ausnahme. Marktdiskonte unterscheiden sich von Premium-Anleihen, die über Pari gekauft werden.
Kernaussagen
- Ein Marktdiskont liegt vor, wenn ein Vermögenswert unter seinem inneren Wert oder Nennwert gehandelt wird, was häufig Anleihen betrifft.
- Faktoren wie steigende Zinssätze oder herabgestufte Bonitätsbewertungen können einen Marktdiskont verursachen.
- Marktdiskonte werden beim Verkauf oder der Rückzahlung von Anleihen als gewöhnliches Zinseinkommen besteuert, sofern sie nicht als de minimis gelten.
- Das Verständnis der steuerlichen Behandlung von Marktdiskonten ist für Anleger bei der Steuerung ihrer finanziellen Ergebnisse unerlässlich.
- Ein unter dem Nennwert liegender Marktpreis einer Anleihe bietet potenzielle Kurssteigerungen bei Fälligkeit.
Tiefergehende Betrachtung von Marktdiskonten
Während jeder Vermögenswert oder jedes Wertpapier mit einem Marktdiskont gehandelt werden kann, bezieht sich der Begriff meist auf festverzinsliche Wertpapiere, insbesondere auf Anleihen. Eine zum Nennwert (Pari) verkaufte Anleihe hat einen Kupon, der dem aktuellen Zinssatz entspricht. Die Rendite eines Anlegers basiert auf den regelmäßigen Kuponzahlungen. Der Anleihediskont ist die Differenz, um die der Marktpreis einer Anleihe unter ihrem Nennwert liegt.
Eine Premium-Anleihe ist eine Anleihe, deren Marktpreis über dem Nennwert liegt. Wenn der angegebene Zinssatz der Anleihe höher ist als die vom aktuellen Anleihenmarkt erwarteten Zinssätze, ist diese Anleihe eine attraktive Option für Anleger.
Eine mit einem Diskont begebene Anleihe hat einen Marktpreis unter dem Nennwert, was bei Fälligkeit eine potenzielle Kurssteigerung ermöglicht, da der höhere Nennwert bei Fälligkeit ausgezahlt wird.
Steuerliche Auswirkungen von Marktdiskonten
Ein Marktdiskont auf eine Anleihe unterliegt in den USA keiner jährlichen Besteuerung, wird aber im Jahr des Verkaufs oder der Rückzahlung der Anleihe als gewöhnliches Zinseinkommen besteuert. Der Anleiheninvestor kann auch wählen, den amortisierten Marktdiskont jährlich für Steuerzwecke in das Einkommen einzubeziehen, was jedoch bedeutet, dass die Steuer jetzt und nicht in der Zukunft gezahlt wird. Selbst wenn die regelmäßigen Zinserträge aus der Anleihe steuerfrei sind, wie bei Kommunalanleihen, bleibt der Marktdiskont steuerpflichtig.1
Angenommen, ein US-Investor zahlt 900 $ für eine Anleihe, die ursprünglich mit einem Nennwert von 1.000 $ begeben wurde. Die Differenz von 100 $ zwischen Nennwert und Kaufpreis ist der Marktdiskont. Diese Differenz muss entweder bei Veräußerung oder jährlich auf amortisierter Basis als gewöhnliches Zinseinkommen in der Steuererklärung des Anlegers angegeben werden, je nach Wahl des Anlegers.
Wichtige Überlegungen zu Marktdiskonten
Es gibt bestimmte Ausnahmen von den Wahlmöglichkeiten, z. B. für US-Sparbriefe und für kurzfristige Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres oder weniger ab dem Ausgabedatum fällig werden. Wenn steuerfreie Anleihen vor dem 1. Mai 1993 gekauft wurden, gelten Gewinne aus Marktdiskonten als Kapitalgewinne, nicht als Zinserträge.2
Eine weitere Ausnahme bei der steuerlichen Behandlung von Marktdiskonten betrifft „de minimis“ bzw. kleine Marktdiskonte. Nach der De-minimis-Regel wird der Marktdiskont als effektiv Null behandelt, wenn der Diskontbetrag bei Kauf weniger als 0,25 % des Nennwerts der Anleihe multipliziert mit der Anzahl der vollen Jahre vom Kaufzeitpunkt bis zum Fälligkeitsdatum beträgt. Ist der Marktdiskont geringer als der De-minimis-Betrag, wird der Marktdiskont beim Verkauf oder der Rückzahlung der Anleihe als Kapitalgewinn behandelt – und nicht als gewöhnliches Einkommen.1
Ein Beispiel: Wenn Sie eine Anleihe mit einem Nennwert von 1.000 $, die in 10 Jahren fällig wird, für 985 $ kaufen, beträgt der Marktdiskont 1.000 $ - 985 $ = 15 $. Da dieser Diskont unter der De-minimis-Schwelle von 25 $ (0,25 % von 1.000 $ x 10 = 25 $) liegt, wird der Marktdiskont als Null betrachtet. Folglich wird der Diskont von 15 $ beim Verkauf oder der Rückzahlung der Anleihe als Kapitalgewinn behandelt.
Internal Revenue Service. "Publication 550: Investment Income and Expenses."
Internal Revenue Service. "Publication 550: Investment Income and Expenses."
Internal Revenue Service. "Publication 550: Investment Income and Expenses."
Internal Revenue Service. "Publication 550: Investment Income and Expenses."
Handel
Handel mit festverzinslichen Wertpapieren
Strategie & Bildung für den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren