Mci
Verständnis des Monetary Conditions Index (MCI) und seiner Berechnung
Wichtige Erkenntnisse
- Der Geldbedingungsindex (MCI) misst die geldpolitischen Bedingungen anhand von Zinssätzen und Wechselkursen.
- Entwickelt von der Bank of Canada, hilft der MCI, die Auswirkungen der Geldpolitik zu verfolgen.
- Die Berechnungen des MCI umfassen Änderungen des kanadischen Commercial-Paper-Satzes und der Wechselkurse.
- Der kanadische effektive Wechselkursindex (CERI) ersetzte 2006 den C-6-Index.
- Der MCI dient als Benchmark, obwohl in anderen Ländern komplexere Indizes existieren.
- Die Bank of Canada entwickelte den Geldbedingungsindex (MCI) als politischen Leitfaden für eine Zentralbank in einer kleinen offenen Volkswirtschaft. Er sollte messen, wie geldpolitische Maßnahmen die Wirtschaft beeinflussen. Der MCI verwendet kurzfristige Zinssätze und Wechselkurse, um die Leichtigkeit oder Straffheit der geldpolitischen Bedingungen zu messen.1
- Der MCI ist weltweit zu einem Benchmark geworden. Beispielsweise verwendet die Bank of England einen Monetary and Financial Conditions Index (MFCI) und die USA einen National Financial Conditions Index (NFCI). Diese Indizes sind jedoch beide komplexer als der MCI.
Wie der Geldbedingungsindex (MCI) funktioniert
Die Bank of Canada entwickelte den Geldbedingungsindex, um die Beziehungen zwischen den Zinssätzen in Kanada, dem relativen Handelswechselkurs der kanadischen Währung und der kanadischen Wirtschaft zu untersuchen. Die Bank stellt monatlich Daten für den MCI und seine Komponenten zur Verfügung.2
Zentralbanken wählen einen Basiszeitraum und stellen den gewichteten Durchschnitt der Zinsänderungen und Wechselkursänderungen den tatsächlichen Werten dieser Variablen gegenüber, um den Geldbedingungsindex zu berechnen. Diese Berechnung ermöglicht es den Ländern, die Auswirkungen der kurzfristigen Geldpolitik zu überwachen, indem sie die Änderungen der von den Zentralbanken festgelegten Zinssätze mit den Änderungen der Wechselkurse verknüpfen, die vom freien Devisenmarkt beeinflusst werden.
Kurzfakt
Zinssätze und Wechselkurse beeinflussen den Geldbedingungsindex.
Wie berechnet man den Geldbedingungsindex (MCI)?
Die MCI-Berechnung verwendete die Veränderung des 90-Tage-Commercial-Paper-Satzes im Jahr 1987 und addierte einen Prozentsatz der Bewegung des Wechselkurses des kanadischen Dollars (CAD).3 Dieser Wechselkurs maß den CAD zum C-6-Wechselkurs. Der C-6 mittelte die Währungen von sechs Handelspartnern Kanadas: den Vereinigten Staaten, Europa, Japan, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz und Schweden.4
Der kanadische effektive Wechselkursindex (CERI) ersetzte 2006 den C-6-Index und wurde 2018 durch den nominalen kanadischen effektiven Wechselkurs (CEER) abgelöst.54 Der CEER umfasst 17 Währungen, darunter die der USA, Japans, des Vereinigten Königreichs, der Schweiz, Australiens und Schwedens. Zu den Zielländern gehören diejenigen, die mindestens 0,5 % der kanadischen Nichtöl-Exporte und kanadischen Nichtöl-Importe ausmachen.6
Vergleich des MCI mit anderen Finanzindizes
Viele Zentralbanken verwenden den MCI als Benchmark. Der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verwenden die Messgröße für eine Vielzahl von Volkswirtschaften.
Wichtig
Externe Faktoren können die Gewichtung der Variablen in der MCI-Berechnung beeinflussen. Die Zentralbanken verwenden jedoch in der Regel konstante Parameter.
Der MCI ist ein Ausgangspunkt für Zentralbanken, aber viele Länder haben alternative und aufwändigere Maße für die finanziellen Bedingungen entwickelt. Die Bank of England verwendet ihren Monetary and Financial Conditions Index (MFCI), um die Beziehung zwischen Vermögenspreisen, Kreditvariablen und der Wirtschaft des Vereinigten Königreichs zu erfassen.7
Kann der MCI zur Bewertung der Geldpolitik eines Landes verwendet werden?
Der MCI kann die Geldpolitik eines Landes nicht genau bewerten. Die Zinssätze mögen von einer Zentralbank kontrolliert werden, aber der Wechselkurs reagiert auf viele Einflüsse, die nicht auf geldpolitische Entscheidungen zurückzuführen sind.
Was sind die Grenzen der Verwendung des Geldbedingungsindex?
Der Geldbedingungsindex (MCI) wird oft als Maß für Änderungen des Grades der Straffheit der Geldpolitik definiert. Andere Faktoren können jedoch Änderungen der geldpolitischen Bedingungen beeinflussen, wie z. B. geld- oder fiskalpolitische Entscheidungen und externe Schocks für die Wirtschaft eines Landes.8
Welche Variablen werden zur Berechnung des MCI verwendet?
Der MCI ist ein Index, der aus einer linearen Kombination von zwei für die Geldpolitik relevanten Finanzvariablen berechnet wird. Diese Variablen umfassen einen kurzfristigen Zinssatz und einen Wechselkurs.