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Merton Miller

Merton Miller und das Modigliani-Miller-Theorem: Das Vermächtnis des Nobelpreisträgers



Wichtige Erkenntnisse


  • Merton Miller entwickelte gemeinsam den Modigliani-Miller-Theorem, ein grundlegendes Konzept der Unternehmensfinanzierung.
  • Er wurde 1990 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Arbeiten zur Finanzökonomie ausgezeichnet.
  • Miller war Professor an der Carnegie Mellon und der University of Chicago.
  • Seine Forschung zeigte die Irrelevanz der Kapitalstruktur eines Unternehmens für seinen Gesamtwert.
  • Millers Lehrbücher bleiben wichtige Ressourcen in der betriebswirtschaftlichen und finanziellen Ausbildung.


Wer war Merton Miller?


Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Merton Miller ist bekannt für den Modigliani-Miller-Theorem, den er zusammen mit dem Ökonomen Franco Modigliani entwickelte. 1990 wurde er mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Beiträge zur Unternehmensfinanzierung ausgezeichnet. Miller war außerdem Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Carnegie Mellon Graduate School of Industrial Administration und der University of Chicago. Er schrieb Merton Miller on Derivatives und Financial Innovations and Market Volatility. Merton Miller starb am 3. Juni 2000.



Merton Millers frühe Jahre und akademischer Werdegang


Merton Miller wurde am 16. Mai 1923 in Boston, Massachusetts geboren. Er schloss 1944 sein Bachelorstudium an der Harvard University ab und promovierte 1952 an der Johns Hopkins University. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Miller als Ökonom für die Bundesregierung in der Abteilung für Steuerforschung des US-Finanzministeriums und anschließend in der Abteilung für Forschung und Statistik des Board of Governors des Federal Reserve Systems (FRS).1

Miller begann seine lange akademische Laufbahn als Gastdozent an der London School of Economics, bevor er eine Stelle an der Carnegie Mellon Graduate School of Industrial Administration erhielt. 1961 trat Miller in die Fakultät der University of Chicago ein, wo er für den Rest seiner Karriere blieb.



Entschlüsselung des Modigliani-Miller-Theorems


Während seiner gesamten Karriere konzentrierte sich Millers Forschung auf Unternehmensfinanzierung und die wirtschaftlichen und regulatorischen Probleme der Finanzdienstleistungsbranche.2

Während seiner Zeit als Professor an der Carnegie Mellon Graduate School lernte Miller den Ökonomen und MIT-Absolventen Franco Modigliani kennen. Das Team arbeitete zusammen und veröffentlichte 1958 die erste ihrer gemeinsamen „M&M“-Arbeiten zur Unternehmensfinanzierung. „The Cost of Capital, Corporate Finance and the Theory of Investment“ sollte die Grundlage des Modigliani-Miller-Theorems bilden. Das Theorem erschien später in den Arbeiten und Schriften beider Männer und wurde auch von anderen weiterentwickelt. Zu dieser Zeit war Carnegie Mellon für sein Curriculum in Verhaltensökonomie bekannt, und Miller und Modigliani begrüßten den an der Universität geförderten Problemlösungsansatz.3

Das 1958 veröffentlichte Modigliani-Miller-Theorem erklärt, dass die Mischung aus Eigen- und Fremdkapital zur Finanzierung eines Unternehmens für den Unternehmenswert irrelevant ist. Merton Miller verglich seine Theorie bekanntermaßen mit einem Witz, den der Baseball-Fänger Yogi Berra erzählte. Berra sagte einmal zu seinem Trainer, dass er besonders hungrig sei, und wies ihn an, seine Pizza in 12 statt sechs Stücke zu schneiden. Der Scherz veranschaulicht das berühmte Theorem über die Kapitalstruktur eines Unternehmens, das Miller mit Modigliani entwickelte. Der Wert eines Unternehmens ist unabhängig davon, wie es finanziert wird, so wie die Größe einer Pizza unabhängig davon ist, wie man sie schneidet.4



Merton Millers bedeutende Leistungen


Merton Miller wurde 1990 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine bahnbrechende Arbeit in der Theorie der Finanzökonomie und seinen Beitrag zum Modigliani-Miller-Theorem ausgezeichnet.

Während seiner gesamten Karriere und bis in den Ruhestand hinein war Miller weiterhin an der Erforschung und Formulierung von Problemen der Unternehmensfinanzierung beteiligt. Er war als öffentlicher Direktor an der Chicago Board of Trade und der Chicago Mercantile Exchange tätig. 1995 wurde er von der NASDAQ als Berater beauftragt, um Fragen der Preisabsprachen an der Börse zu untersuchen.5



Wer hat Merton Miller beeinflusst?


Merton Miller betrachtete sich selbst als aktiven Befürworter von Marktlösungen für wirtschaftliche Probleme und wurde von Milton Friedman, Theodore Schultz und George Stigler beeinflusst.1



Wie hat Merton Miller die Unternehmensdividendenpolitik beeinflusst?


Miller und Modiglianis Arbeit von 1961, „Dividend Policy, Growth, and the Valuation of Shares“, argumentiert, dass Investoren nicht auf die Dividendengeschichte eines Unternehmens achten, und zeigt damit die Irrelevanz der Dividendenpolitik für den Unternehmenswert.



Wie haben Merton Millers Bücher College-Studenten beeinflusst?


Sein Lehrbuch „Macroeconomics: A Neoclassical Introduction“, das er zusammen mit Charles Upton verfasste, wird häufig in betriebswirtschaftlichen Curricula und Universitäten verwendet.

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