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Mietshaus

Mietshäuser verstehen: Definition, Funktion und historischer Kontext



Wichtige Erkenntnisse


  • Der Begriff „Mietshaus“ bezieht sich oft auf überfüllte, minderwertige Wohngebäude, insbesondere in städtischen Gebieten.
  • Mietshäuser entstanden während der industriellen Revolution, um bezahlbaren Wohnraum für den Zustrom von Arbeitern und Einwanderern zu schaffen.
  • Der Tenement Act von 1901 schrieb Verbesserungen wie Inneninstallationen und bessere Belüftung für Sicherheit und Hygiene vor.
  • Mietshäuser im New York des 19. Jahrhunderts waren typischerweise schlecht gebaut, mit gemeinsamen Einrichtungen und begrenztem Wohnraum.
  • Während moderne Mietshäuser rechtlich als Mehrfamilienhäuser definiert sind, deutet der Begriff oft auf Wohnverhältnisse mit niedrigem Einkommen hin.1


Was ist ein Mietshaus?


Ein Mietshaus ist ein Mehrfamilien-Wohngebäude zur Vermietung, das oft mit überfüllten, minderwertigen Wohnverhältnissen assoziiert wird. Es entstand während der Industrialisierung und Urbanisierung des 19. Jahrhunderts, insbesondere in einkommensschwachen und Einwanderervierteln, und Reformen wie die Tenement Acts, insbesondere das Gesetz von 1901, setzten Standards für sicherere, gesündere Lebensbedingungen.



Erkundung des Konzepts und der Entwicklung von Mietshäusern


Historisch bezeichnete das Wort „Tenement“ jedes dauerhafte Wohneigentum, das zu Mietzwecken genutzt wurde. Es konnte sich auf Häuser, Grundstücke und andere Gebäude sowie die mit diesem Eigentum verbundenen Rechte beziehen. In Schottland wird das Wort noch heute hauptsächlich in diesem Sinne verwendet, insbesondere wenn es sich um ein Mehrfamiliengebäude handelt. Das Wort wird auch für einige rechtliche Zwecke in dieser Weise verwendet. Zum Beispiel ist ein „herrschendes Grundstück“ ein Anwesen, das ein Grunddienstbarkeitsrecht genießt, während ein „dienendes Grundstück“ ein Anwesen ist, das mit der Last einer Grunddienstbarkeit belastet ist.

In den USA hat das Wort jedoch überwiegend die Bedeutung eines überfüllten, heruntergekommenen Wohnhauses für einkommensschwache Mieter angenommen. Dieses Gebäude hat typischerweise viele Wohneinheiten unter einem Dach, die durch Wände getrennt sind, um jeder Familie Privatsphäre zu bieten. Der Mietvertrag beinhaltet in der Regel einen Vertrag, der den Zeitraum festlegt, in dem die Wohnung an den Mieter vermietet wird, sowie die Kosten für die Anmietung des Eigentums.



Kurzer Fakt


Der Tenement House Act von 1867 definierte erstmals rechtlich ein Mietshaus als ein Gebäude, das an mehr als drei Familien vermietet wird, die jeweils getrennt leben und gemeinsame Bereiche wie Flure oder Höfe teilen.2



Die Entwicklung des Mietshauswohnens im Laufe der Zeit


Während der industriellen Revolution wurden viele Mietshäuser gebaut, um Arbeiterfamilien unterzubringen, von denen viele in die Städte zogen, um in der Fertigung zu arbeiten. Andere Gebäude, wie Häuser der Mittelklasse oder Lagerhäuser, wurden zu Mietshäusern umfunktioniert. Diese umgenutzten Gebäude wurden als „Rookeries“ bezeichnet, nach dem Begriff für eine Ansammlung von Nestern.

1867 verabschiedete die New Yorker State Legislature den Tenement House Act, der ein Mietshaus als jedes Gebäude definierte, das an mindestens drei Familien vermietet wird, die jeweils unabhängig leben, aber Flure, Treppen und Höfe teilen.3 Im späten 19. Jahrhundert standen Mietshäuser im Gegensatz zu Wohngebäuden der Mittelklasse.

Einige der bekanntesten Mietshäuser befanden sich im 19. Jahrhundert in der Lower East Side von Manhattan. Viele waren drei- und vierstöckige Gebäude, die in sogenannte „Eisenbahnwohnungen“ umgewandelt wurden, deren Räume oft keine Fenster hatten. Diese Gebäude waren schlecht reguliert und ständig von Einsturz oder Brand bedroht. Gemeinsame Wasserhähne und Toiletten befanden sich oft in den engen Gängen zwischen den Mietshäusern. Ein Bericht aus dem Jahr 1865 behauptete, dass 500.000 Menschen in Mietshäusern lebten.4 Viele dieser Bewohner waren Einwandererfamilien, und zu dieser Zeit war die Lower East Side einer der am dichtesten besiedelten Orte der Erde.

Der Tenement Act von 1901 verbesserte die Bedingungen in Mietshäusern drastisch, indem er bessere Beleuchtung und Feuerschutz vorschrieb sowie die Ersetzung von Plumpsklos durch Innentoiletten, die an die städtische Kanalisation angeschlossen waren.5



Was ist Mietshauswohnen?


Im 19. Jahrhundert waren Mietshäuser Einfamilienhäuser, die in mehrere Wohnräume unterteilt waren. Oft schmale, niedrige Wohnungen, deren Räume im „Eisenbahnstil“ gebaut waren, was Räume ohne Fenster und schlechte Belüftung bedeutete. Viele der Immobilien waren überfüllt und hatten keine Inneninstallationen.6



Gibt es heute noch Mietshäuser?


Rechtlich bezieht sich der Begriff „Tenement“ auf ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Wohneinheiten, in der Regel mit einigen Wohnungen pro Etage, die alle eine gemeinsame Eingangstreppe teilen. Manche Leute bezeichnen Mietshäuser jedoch als Hinweis auf Wohnraum für Geringverdiener.



Sind Mietshäuser illegal?


Nein. Mietshäuser waren Wohnkomplexe und sie waren nicht illegal, jedoch waren die Bedingungen unhygienisch und manchmal gefährlich. Der Tenement Act von 1901 wurde verabschiedet, um Personen zu schützen, die in Mietshäusern lebten, und machte es zur Pflicht, Mietshäuser feuerfest zu machen, mit Inneninstallationen und Belüftung zu versehen.

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