Mit einem Aufschlag
Was bedeutet 'At a Premium'? Definition und Auswirkung
Wichtige Erkenntnisse
- „At a premium“ bedeutet, dass der Wert eines Vermögenswerts seinen inneren Wert übersteigt.
- Es zeigt an, dass die Nachfrage nach einem Vermögenswert größer ist als das Angebot, was seinen Preis erhöht.
- Aufschläge können aus Optimismus der Anleger oder bestimmten Marktbedingungen resultieren.
Was bedeutet „at a Premium“?
„At a premium“ bezieht sich auf Situationen, in denen der aktuelle Wert oder Transaktionswert eines Vermögenswerts über seinem fundamentalen oder inneren Wert gehandelt wird. Zum Beispiel: „Unternehmen X wird mit einem Aufschlag gegenüber Unternehmen Y gehandelt.“ Ein Vermögenswert kann aus verschiedenen Gründen für einige Zeit mit einem Aufschlag gegenüber seinem fundamentalen Wert gehandelt werden. Es deutet in der Regel darauf hin, dass die Nachfrage nach einem Vermögenswert größer ist als das Angebot, was seinen Preis erhöht.
Die Phrase kann auch die persönliche Einschätzung des Sprechers zum inneren Wert eines Vermögenswerts offenbaren, was das Ergebnis einer kognitiven oder emotionalen Voreingenommenheit sein könnte. Ein Aufschlag kann mit einem Vermögenswert verglichen werden, der mit einem Abschlag gehandelt wird.
Das Konzept von „at a Premium“ verstehen
Im Allgemeinen ist ein Aufschlag ein Preis, der über einen grundlegenden oder inneren Wert hinaus gezahlt wird. Das Wort „Premium“ leitet sich vom lateinischen „praemium“ ab, wo es „Belohnung“ oder „Preis“ bedeutete. „At a premium“ soll also beschreiben, dass ein Vermögenswert höher bewertet wird, als er tatsächlich wert ist.
Im Falle einer Übernahme kauft das übernehmende Unternehmen beispielsweise oft die Aktien eines Zielunternehmens mit einem Aufschlag zum Marktwert. Dies wird als Übernahmeprämie bezeichnet und nach der Übernahme tatsächlich als Goodwill in der Bilanz des Erwerbers ausgewiesen. Jedes Angebot oder jede vorgeschlagene Fusion, die zu einem Preis über dem aktuellen Marktpreis für diesen Vermögenswert diskutiert wird, kann ebenfalls als mit einem Aufschlag bezeichnet werden.
Ähnlich verhält es sich, dass einige Vermögenswerte mit einem Aufschlag gegenüber einem Schlüsselindikator gehandelt werden, der normalerweise enger am Marktpreis liegt. Beispielsweise kann ein geschlossener Fonds mit einem Aufschlag zu seinem Nettoinventarwert (NAV) pro Aktie gehandelt werden, wobei dieser Wert normalerweise in Prozent ausgedrückt wird. Ein Fonds kann zum Beispiel einen NAV von 10 $ pro Aktie haben, aber bei 11 $ gehandelt werden. Er wird mit einem Aufschlag von 10 % gehandelt.
Eine Risikoprämie bezieht sich auf erwartete Renditen eines Vermögenswerts, die über dem risikofreien Zinssatz liegen. Die Risikoprämie eines Vermögenswerts ist eine Form der Entschädigung für Anleger. Sie stellt eine Zahlung an die Anleger dar, um das zusätzliche Risiko einer bestimmten Anlage im Vergleich zu einem risikofreien Vermögenswert zu tolerieren. Ähnlich bezeichnet die Eigenkapital-Risikoprämie eine Überrendite, die Investitionen in den Aktienmarkt gegenüber einem risikofreien Zinssatz bieten. Diese Überrendite entschädigt Anleger für das relativ höhere Risiko von Aktieninvestitionen. Die Höhe der Prämie variiert und hängt vom Risikoniveau eines bestimmten Portfolios ab. Sie ändert sich auch im Laufe der Zeit, wenn das Marktrisiko schwankt.
Tipp
Das Wort „Premium“ wird im Finanzwesen alternativ verwendet, um den Preis zu beschreiben, der für den Schutz vor Verlust, Gefahr oder Schaden gezahlt wird (z. B. als Versicherung oder Optionskontrakt).
Vergleich von „at a Premium“ in der Aktienanalyse
„At a premium“ wird auch verwendet, wenn zwei Aktien verglichen werden, die als ähnlich eingeschätzt werden. Wenn Apple beispielsweise bei 185 $ pro Aktie gehandelt wird und Microsoft bei 123 $ pro Aktie, kann man sagen, dass Apple mit einem Aufschlag gegenüber Microsoft gehandelt wird. Selbst dann gibt es die Tatsache, dass die Anzahl der ausgegebenen Aktien unterschiedlich ist, was den Vergleich fehlerhaft macht, bevor wir überhaupt die Frage ansprechen, wie ähnlich Apple und Microsoft wirklich sind.
Diese Art des Prämienvergleichs wird jedoch häufiger auf bestimmte Kennzahlen angewendet, wie z. B. das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der beiden Aktien. Die Verwendung einer Kennzahl oder eines anderen Leistungsindikators umgeht einige Vergleichsprobleme, aber diese Praxis kann immer noch irreführend sein.
Aktie A mag mit einem Aufschlag gegenüber Aktie B gehandelt werden, aber es gibt viele Situationen, in denen Aktie A trotz des Aufschlags die überlegene Investition ist. Vielleicht hat Aktie A ein besseres Geschäftsmodell, eine bessere Kostenstruktur, ist ein beständiger Performer in schwierigen Märkten oder ist angesichts ihres Umsatzwachstums gar nicht überbewertet.
Obwohl die Meinungen in den Finanzmedien aufschlussreich sein können, ist es für Anleger wichtig, ihre eigenen Recherchen durchzuführen, bevor sie entscheiden, dass eine Aktie mit einem Aufschlag gegenüber einer anderen Aktie oder ihrem eigenen inneren Wert gehandelt wird. Der aktuelle Marktpreis ist der Marktpreis. Den inneren oder fairen Wert zu ermitteln, zu dem eine Aktie gehandelt werden sollte, ist viel weniger klar.
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