Miteigentum
Miteigentum: Definitionen, Funktionen, Risiken erklärt
Wichtige Erkenntnisse
- Gemeinsam besessenes Eigentum betrifft zwei oder mehr Personen, die das Eigentum halten, darunter Ehepartner, Geschäftspartner oder Familienmitglieder.
- Gesamthandseigentum gewährt gleiche Rechte und Pflichten, wobei das Eigentum ohne Nachlassverfahren an die Überlebenden übergeht.
- Eigentum der gesamten Hand ist ausschließlich für Ehepartner vorgesehen und stellt sicher, dass das volle Eigentum automatisch auf den überlebenden Ehepartner übergeht.
- Das Hinzufügen des Namens einer Person zu Eigentum für die Nachlassplanung kann das Risiko finanzieller Ausbeutung bergen, insbesondere bei älteren Menschen.
- Die Wahl der richtigen Form des Miteigentums kann Komplikationen wie Nachlassverfahren oder rechtliche Streitigkeiten beim Tod eines Eigentümers vermeiden.
Was ist gemeinsam besessenes Eigentum?
Gemeinsam besessenes Eigentum ist jedes Eigentum, das auf den Namen von zwei oder mehr Parteien gehalten wird, wie Ehepartner, Geschäftspartner, Familienmitglieder oder Freunde. Es kann in mehreren rechtlichen Formen gehalten werden, darunter Gesamthandseigentum, Eigentum der gesamten Hand, Gütergemeinschaft oder in einem Trust.
Gemeinsames Eigentum kann praktische Vorteile bieten, wie die Vermeidung eines Nachlassverfahrens und die Vereinfachung der Vermögensverteilung im Todesfall, aber es kann auch Risiken bergen, wenn eine Partei ihren Anteil verkaufen möchte.
Die Mechanik des gemeinsam besessenen Eigentums verstehen
Ein gemeinsam besessenes Eigentum kann als Gesamthandseigentum gehalten werden. Zwei oder mehr Personen haben in dieser rechtlichen Vereinbarung gleiche Rechte und Pflichten an dem gemeinsam besessenen Eigentum, bis ein Partner stirbt.
Das Interesse des verstorbenen Eigentümers geht zu diesem Zeitpunkt ohne Nachlassverfahren auf die Überlebenden über. Es wird aus diesem Grund oft als Gesamthandseigentum mit Anwachsungsrecht bezeichnet.1
Das Eigentum der gesamten Hand ist eine weitere Option für gemeinsam besessenes Eigentum, die ausschließlich Ehepartnern vorbehalten ist. Jeder Ehepartner hat einen gleichen und ungeteilten Anteil an dem Eigentum. Die vollständige Eigentumsurkunde geht automatisch auf den überlebenden Ehepartner über, wenn ein Ehepartner stirbt.2
Zwei weitere Formen von gemeinsam besessenem Eigentum haben ebenfalls besondere Merkmale: Gütergemeinschaft und Treuhandeigentum. Ein Ehepartner kann während der Ehe Gütergemeinschaft erwerben. Dieses Eigentum gehört rechtlich beiden Partnern.
Wichtig
Zu den US-Bundesstaaten mit Gütergemeinschaftsgesetzen gehören ab 2026 Arizona, Kalifornien, Idaho, Louisiana, Nevada, Texas, Washington und Wisconsin. Fünf andere Bundesstaaten erlauben Partnern, sich für Gütergemeinschaftsbestimmungen zu entscheiden: Alaska, South Dakota, Kentucky, Tennessee und Florida.3
Jeder Ehepartner kann die Hälfte des Gesamteinkommens, falls vorhanden, beanspruchen, das aus der Gütergemeinschaft erwirtschaftet wird.
Einzelpersonen können auch eine gemeinsame Option in einem lebenden Trust schaffen. Beide wären Treugeber und Treuhänder. Sie können einzeln oder gemeinsam besessene Vermögenswerte in diese Trusts einbringen. Jeder von ihnen kann den Trust zu Lebzeiten auflösen, sofern er nicht unwiderruflich ist.
Die Wahl der richtigen Form des Miteigentums kann den Prozess beim Tod eines Eigentümers vereinfachen. Das Gesamthandseigentum wird häufig verwendet, um ein Nachlassverfahren zu vermeiden, das ein langwieriger, kostspieliger und öffentlicher Prozess der Verteilung des Vermögens einer verstorbenen Person vor Gericht sein kann.
Potenzielle Fallstricke bei gemeinsam besessenem Eigentum
Gemeinsam besessenes Eigentum birgt bestimmte Risiken. Personen können andere in die Eigentumsurkunde aufnehmen, um Anwaltskosten zu vermeiden, aber dies kann das Risiko von Unterschlagung erhöhen.
Eine ältere Person mit kognitivem Abbau könnte einen Freund oder Verwandten zu einem gemeinsamen Bankkonto hinzufügen. Diese Person würde volle Abhebungsrechte erhalten. Diese Handlung ist in der Regel endgültig und kann nicht rückgängig gemacht werden, nachdem eine Person den Namen eines anderen zur Eigentumsurkunde eines Grundstücks hinzugefügt hat. Bestimmte Ausnahmen können jedoch vor Gericht verfolgt werden, etwa bei Betrug oder finanzieller Ausbeutung von Personen, die als rechtlich geschäftsunfähig gelten.
Wird Eigentum automatisch zu Gütergemeinschaft, wenn Menschen heiraten?
Ja, in der Regel, wenn es während der Ehe erworben wird. Voreheliches Eigentum oder alles, was vor der Heirat allein einem Ehepartner gehörte, wird nicht allein durch die Heirat zu Gütergemeinschaft, es sei denn, es wird etwas unternommen, um dies zu bewirken.
Erbschaften, die allein einem Ehepartner zufallen, gelten in der Regel ebenfalls als individuelles, nicht gemeinschaftliches Eigentum, selbst wenn sie während der Ehe anfallen. Die genauen Regeln können jedoch je nach Landesrecht etwas variieren.4
Ist Bruchteilseigentum eine Form von gemeinsam besessenem Eigentum?
Bruchteilseigentum ist ebenfalls eine Form des Miteigentums, beinhaltet jedoch kein Anwachsungsrecht. Jeder Eigentümer behält das Recht, seinen Anteil an dem Eigentum im Todesfall einer anderen Person als seinem Miteigentümer zu hinterlassen. Die Anteile am Eigentum können ebenfalls ungleich sein. Partei A könnte 75 % besitzen und Partei B nur 25 %.5
Was ist ein unwiderruflicher Trust?
Der Treugeber oder Schöpfer eines unwiderruflichen Trusts kann dessen Bedingungen nicht ändern oder ihn rückgängig machen, nachdem er errichtet und mit Geld und Vermögenswerten ausgestattet wurde. Dies umfasst das Hinzufügen oder Entfernen von Begünstigten oder die Rücknahme von Eigentum, das in den Trust eingebracht wurde.
Unwiderrufliche Trusts bieten jedoch einige Vorteile. Der Treugeber gibt das Eigentum auf, wenn er Vermögenswerte in den Trust einbringt, sodass diese von Erbschaftssteuern und Gläubigerforderungen befreit sind, anders als widerrufliche Trusts.6