Modifizierte-Dietz-Methode
Die Modified Dietz-Methode für Anlagerenditen beherrschen
Wichtige Erkenntnisse
- Die modifizierte Dietz-Methode berechnet die Anlagerenditen, indem sie den Zeitpunkt und die Höhe der Cashflows berücksichtigt.
- Sie bietet eine genauere Rendite als einfache Methoden, indem sie externe Faktoren ausschließt.
- Diese Methode wird von Investmentgesellschaften häufig verwendet, um Kunden die Portfolio-Performance zu melden.
- Sie wird von den Global Investment Performance Standards des Investment Performance Council empfohlen.
- Benannt nach Peter O. Dietz, vermeidet sie die Komplexität der Ermittlung einer genauen Rendite.
- Die modifizierte Dietz-Methode ist ein Werkzeug zur Messung historischer Portfoliorenditen. Sie bietet ein genaueres Maß für die Rendite eines Fonds, indem sie Cashflows berücksichtigt: Geld, das während des betrachteten Zeitraums in den Fonds ein- und ausgeht. Frühere Cashflows werden stärker gewichtet als spätere. Cashflows können aus neuen Investitionen, Rücknahmen, Gebühren oder Kosten stammen.
- Das Ergebnis ist eine weitaus hilfreichere und genauere Rendite über einen bestimmten Zeitraum im Vergleich zur einfachen Dietz-Methode. Die modifizierte Methode wurde in der Investment-Performance-Berichterstattung weitgehend übernommen.
Wie die modifizierte Dietz-Methode funktioniert
Die modifizierte Dietz-Methode spiegelt die Anlagerendite einer Person genau wider, indem sie die Anfangs- und Endmarktwerte, alle Cashflows und die Dauer jedes Cashflows berücksichtigt.
Das Ergebnis wird manchmal als modifizierter interner Zinsfuß (MIRR) bezeichnet, eine Kennzahl, die in der Kapitalbudgetierung verwendet wird. Unabhängig von der Verwendung besteht der Zweck der Messung des internen Zinsfußes darin, externe Faktoren auszuschließen, die die Ergebnisse verzerren könnten.
Gründe für die Einführung der modifizierten Dietz-Methode
Finanzaufsichtsbehörden und Anleger fordern zunehmend mehr Transparenz darüber, wie Anlagerenditen berechnet und gemeldet werden. Die modifizierte Dietz-Methode wird weithin als Schritt hin zu einer verbesserten Attributionsberichterstattung für Anlageportfolios anerkannt und ist heute in der Investmentmanagementbranche weit verbreitet.
Wichtig
Das Ergebnis der Anwendung der modifizierten Dietz-Methode wird als modifizierter interner Zinsfuß bezeichnet.
Die Methode ist eine dollar-gewichtete Analyse der Rendite eines Portfolios, die genauer ist als die einfachere geometrische Renditemethode, obwohl sie in Zeiten hoher Volatilität oder bei mehreren Cashflows innerhalb eines bestimmten Zeitraums Probleme verursachen kann. Dieser Ansatz ähnelt der dollar-gewichteten Renditemethode, hat aber den Vorteil, dass der Löser nicht die genaue Rendite ermitteln muss.
Die Methode ist nach Peter O. Dietz benannt, dem Autor einflussreicher Werke zur Messung der Renditen von Pensionsfondsanlagen. Seine ursprüngliche Idee war es, einen schnelleren Weg zur Berechnung eines IRR zu finden als die damals verfügbaren Methoden, die auf Computern basierten, die nach heutigen Maßstäben primitiv waren.
Heutzutage ist es relativ einfach, eine echte zeitgewichtete Rendite zu berechnen, indem man eine Tagesrendite berechnet und geometrisch verknüpft, um eine Rendite für einen Monat, ein Quartal oder einen anderen Zeitraum zu erhalten. Die modifizierte Dietz-Methode bleibt jedoch nützlich, da sie eine Berechnung der Performance-Attribution ermöglicht, die bei Verwendung zeitgewichteter Berechnungsmethoden nicht verfügbar ist.
Diese Methode der Renditeberechnung ist ein Markenzeichen des modernen Portfoliomanagements. Sie ist eine der vom Investment Performance Council (IPC) im Rahmen ihrer Global Investment Performance Standards (GIPS) empfohlenen Methoden zur Berechnung von Renditen. Diese Standards sollen Konsistenz bei der Art und Weise gewährleisten, wie Portfoliorenditen international berechnet werden.