top of page

Multifaserabkommen

Multifiber Arrangement: Wichtige Fakten und Auswirkungen auf den Textilhandel



Wichtige Erkenntnisse


  • Das Multifiber Arrangement kontrollierte Textilexporte von Entwicklungsländern in Industrieländer.
  • Es zielte darauf ab, internationale Handelshemmnisse abzubauen und Marktstörungen zu bewältigen.
  • Das Abkommen wurde 1995 durch das Agreement on Textiles and Clothing ersetzt.
  • Die World Trade Organization übernahm 2005 die Aufsicht über den Textilhandel.
  • Der Textilhandel der Unterzeichnerländer dominierte den globalen Markt und machte bis zu 80 % aus.


Was war das Multifiber Arrangement (MFA)?


Das Multifiber Arrangement (MFA) war ein internationales Handelsabkommen, das Bekleidung und Textilien betraf. Das MFA wurde 1974 gegründet und führte Quoten für die Menge an Bekleidung und Textilien ein, die Entwicklungsländer in Industrienationen exportieren durften. Das Abkommen wurde im Rahmen des General Agreement of Tariffs and Trade (GATT) verwaltet, das 1947 in der Schweiz gegründet wurde.

Als vorübergehendes Abkommen gedacht, endete das MFA am 1. Januar 1995 und wurde durch das Agreement on Textiles and Clothing ersetzt. Die World Trade Organization (WTO) übernahm 2005 die Verantwortung für die Aufsicht über den Textilhandel.1



Ein detaillierter Blick auf das Multifiber Arrangement und seine Auswirkungen


Das Multifiber Arrangement wurde 1974 als kurzfristige Maßnahme im Rahmen des General Agreement on Tariffs and Trade erstmals eingerichtet. Es sollte anerkennen, wie billige Bekleidungs- und Textilimporte (nämlich Garne, Stoffe, konfektionierte Textilprodukte und Bekleidung) die Märkte in Industrienationen bedrohten und störten. Es erkannte auch an, wie Exporte dazu beitrugen, die Einnahmen und das Wirtschaftswachstum von Entwicklungsländern wie Bangladesch und China zu diversifizieren.12

Entwicklungsländer waren oft auf den Export von Rohstoffen angewiesen. Das MFA versuchte, das Konfliktpotenzial zu verringern, um die internationale Handelskooperation zu gewährleisten. Die festgelegten Quoten sollten den globalen Bekleidungs- und Textilhandel kurzfristig steuern, um Marktstörungen zu verhindern. Das ultimative Ziel blieb, die Barrieren abzubauen und den Handel weiter zu liberalisieren, wobei erwartet wurde, dass Entwicklungsländer im Laufe der Zeit eine größere Rolle übernehmen.



Fast Fact


Die Europäische Union existierte in ihrer heutigen Form nicht, als das MFA ratifiziert wurde. Damals hieß sie Europäische Gemeinschaft (EG) und Europäische Freihandelsassoziation (EFTA).

Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union (EU) beschränkten Importe aus Entwicklungsländern, um ihre eigenen Textilindustrien zu schützen. Jedes unterzeichnende Entwicklungsland (insbesondere in Asien) erhielt Produktquoten, die in die USA und die EU exportiert werden konnten.3 Die Anzahl der Unterzeichner änderte sich im Laufe der Zeit und reichte von 30 Ländern im Jahr 1972 bis zu 40 Ländern im Jahr 1994. Der Handel zwischen diesen Ländern dominierte den globalen Bekleidungs- und Textilhandel und machte bis zu 80 % aus.2

Wie oben erwähnt, wurde das MFA am 1. Januar 1995 beendet und durch das Agreement on Textiles and Clothing der WTO ersetzt. Diese neue Regelung diente als Übergangsabkommen, um die eingeführten Quoten zu entfernen und den internationalen Handel wieder unter die GATT-Regeln zu bringen. Das Agreement on Textiles and Clothing wurde am 1. Januar 2005 auslaufen gelassen.1



Wichtige Punkte zum Multifiber Arrangement


Das MFA und das Agreement on Textiles and Clothing wurden im Rahmen des GATT konzipiert, um die Industrien der entwickelten Volkswirtschaften zu schützen und die Textilproduktion in Entwicklungsländern anzukurbeln, die Hilfe benötigten, um auf dem internationalen Markt Fuß zu fassen.

Das GATT wurde im Oktober 1947 ratifiziert und trat im folgenden Jahr in Kraft.4 Eines seiner Hauptmerkmale war die gleichberechtigte Behandlung jedes Unterzeichners ohne Diskriminierung. Insgesamt 22 Länder unterzeichneten das Abkommen, das Regeln zur Beendigung oder Einschränkung von Handelskontrollen und Quoten festlegte, die die protektionistische Periode vor dem Zweiten Weltkrieg prägten. Im Rahmen des Abkommens konnten Nationen Handelsstreitigkeiten schlichten und multilaterale Verhandlungen zur Senkung von Zöllen führen.5

Der Abbau der Quoten im globalen Bekleidungs- und Textilhandel begann als Ergebnis der Verhandlungen in der Uruguay-Runde des GATT. Am 1. Januar 2005 übernahm die WTO die Verantwortung für die Überwachung des globalen Textilhandels, was effektiv das Ende des Agreement on Textiles and Clothing und seines Vorgängers, des Multifiber Arrangement, markierte.3



Was hat das Multifiber Arrangement eingeschränkt?


Das MFA schuf Importquoten aus bestimmten Ländern, die ihre Exporte in Länder mit hoher Nachfrage schnell gesteigert hatten. Dies hatte Handelshemmnisse für Entwicklungsländer geschaffen und die US-amerikanischen und europäischen Binnenmärkte bedroht, weshalb das MFA den Verkauf von Textilprodukten über bestimmte Mengen hinaus einschränkte, um diese Märkte zu stärken.



Was war das Multifiber Agreement 2005?


Der Januar 2005 markierte das Ende des Agreement on Textiles and Clothing, das das Multifiber Arrangement ersetzt hatte. Die World Trade Organization übernahm 2005 die Verantwortung für die Regulierung des Textilhandels.



Was ist die Bedeutung des Multifiber Agreement?


Das Multifiber Arrangement war ein internationales Handelsabkommen über den Textilhandel. Es sollte Textilhandelsbarrieren beseitigen und Störungen der Märkte von Industrieländern verhindern.

bottom of page