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Mur

Mur (Mauritius-Rupie): Bedeutung, Geschichte, Wirtschaft



Was ist die MUR (Mauritius-Rupie)?


Die MUR (Mauritius-Rupie) ist die Landeswährung der Republik Mauritius. Sie ist in 100 Cents unterteilt und wird von der Bank of Mauritius ausgegeben.



Wichtige Erkenntnisse


  • Die MUR (Mauritius-Rupie) ist die Landeswährung der Republik Mauritius, einem kleinen Inselstaat vor der Südostküste Afrikas.
  • Die MUR wird von der Bank of Mauritius, der Zentralbank des Landes, ausgegeben.
  • Die MUR ersetzte 1877 die indische Rupie (INR), den Mauritius-Dollar und das britische Pfund (GBP) als gesetzliches Zahlungsmittel im Land.
  • Mehrere Währungen tragen die Bezeichnung Rupie – andere Währungen umfassen die von Indien, Pakistan und Indonesien.


Verständnis der MUR (Mauritius-Rupie)


Die MUR (Mauritius-Rupie) ist eine von mehreren Währungen, die die Bezeichnung Rupie tragen. Andere Währungen umfassen die von Indien, Pakistan und Indonesien.

Seit 1994 verwendet die Bank of Mauritius einen schmutzigen Float, um den Wert der MUR gegenüber anderen Währungen festzulegen. In diesem System verwaltet die Bank of Mauritius den Wechselkurs durch Interventionen an den Devisenmärkten und nutzt die Reserven des Landes, um den Wert seiner Währung in Zeiten von Volatilität zu stabilisieren.1

Im Jahr 1820 führte Großbritannien auf Wunsch der Kolonie den Mauritius-Dollar zum Nennwert des spanischen Dollars ein, obwohl indische Rupien (INR) und britische Pfund weiterhin neben dem Dollar zirkulierten. Ein Zustrom indischer Einwanderer nach Mauritius in der Mitte des 19. Jahrhunderts führte zu einem massiven Zufluss indischer Rupien in das Land.

Dieser Zustrom führte zur Einführung der Mauritius-Rupie, die 1877 die indische Rupie, den Mauritius-Dollar und das britische Pfund (GBP) als gesetzliches Zahlungsmittel im Land ersetzte. Die neue Währung, die zum Nennwert der indischen Rupie eingeführt wurde, entsprach 0,5 Mauritius-Dollar. Damals entsprachen 10,25 Mauritius-Rupien 1 britischem Pfund.

Im Jahr 1934 änderte die Regierung die Anbindung von der indischen Rupie auf das britische Pfund, mit einem Kurs von 13,3 MUR zu 1 GBP. Die Bank of Mauritius entstand Ende 1967 und ersetzte die Währungskommission vor der Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien.1

Das Land hob die Anbindung an das britische Pfund im Jahr 1972 auf und führte einen Wechselkurs ein, der faktisch dem US-Dollar (USD) durch eine gleitende Bandbreite oder einen Crawling Peg folgte. 1979 setzten ein Fall der globalen Zuckerpreise und ein Anstieg der Ölpreise die Wirtschaft von Mauritius unter Druck.

Als Teil der Vereinbarung zur Annahme von Hilfsgeldern des Internationalen Währungsfonds (IMF) stimmte das Land im Oktober jenes Jahres einer 22,9-prozentigen Abwertung der Rupie zu. Eine weitere erhebliche Abwertung von 16,7 % folgte im September 1981, was zu politischen Unruhen und einer anhaltenden Debatte über die sozialen und politischen Folgen der Währungsabwertung führte.

1982 band die Bank die Währung erneut an einen Korb von Währungen, gewichtet nach den wichtigsten Handelspartnern. Auch diese Situation spiegelte letztlich die Bewegungen des US-Dollars mit einer etwas breiteren gleitenden Bandbreite als zuvor wider. Die Unabhängigkeit fiel mit der Aufhebung von Devisenbeschränkungen im Land und einer Politikänderung zusammen, die den Crawling Peg um den US-Dollar effektiv verengte.

Eine weitere Liberalisierung der Fiskalpolitik führte zu einem Übergang zu einer Politik des verwalteten Float, die die Zentralbank seit 1994 anwendet.



Wirtschaft von Mauritius


Die Republik Mauritius ist ein kleiner Inselstaat vor der Südostküste Afrikas. Der Inselstaat war zwischen 1638 und 1968 niederländische, französische und britische Kolonie und die Heimat des heute ausgestorbenen Vogels, des Dodo.

1965 begann die britische Regierung, sich von ihren Kolonien zu trennen. Mauritius verabschiedete eine Verfassung und erklärte 1968 die Unabhängigkeit. Die politische Struktur folgte dem britischen Parlamentssystem und wurde erst 1992 zu einer echten Republik mit gewählten Vertretern, die durch Volksabstimmung nominiert und gewählt wurden. Südafrika, Frankreich und das Vereinigte Königreich sind die größten Handelspartner des Landes.

Laut Daten der Weltbank hat Mauritius eine diversifizierte Wirtschaft mit oberem mittleren Einkommen, bestehend aus Tourismus, Textilien und Zucker. Im Jahr 2020 wies die Nation ein jährliches Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Wachstum von (14,9 %) mit einem jährlichen Inflationsdeflator von 1,236 % auf.2

Bank of Mauritius. "Rolle und Funktionen der Bank." Abgerufen am 30. September 2021

Bank of Mauritius. "Rolle und Funktionen der Bank." Abgerufen am 30. September 2021

Weltbank. "Weltbankdaten – Mauritius". Abgerufen am 09. August 2021

Weltbank. "Weltbankdaten – Mauritius". Abgerufen am 09. August 2021

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