Negativer Schmetterling
Negativer Schmetterling: Was es ist und wie es funktioniert
Was ist ein negativer Butterfly?
Ein negativer Butterfly ist eine nicht-parallele Verschiebung der Zinsstrukturkurve, bei der lang- und kurzfristige Renditen stärker fallen oder weniger steigen als mittelfristige Zinssätze.
Eine negative Butterfly-Verschiebung wölbt die Darstellung der Zinsstrukturkurve. Das Gegenteil eines negativen Butterflys, bei dem lang- und kurzfristige Renditen stärker steigen oder weniger fallen als mittelfristige Zinssätze, wird als positiver Butterfly bezeichnet.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein negativer Butterfly ist eine nicht-parallele Verschiebung der Zinsstrukturkurve, bei der lang- und kurzfristige Renditen stärker fallen oder weniger steigen als mittelfristige Zinssätze.
- Eine negative Butterfly-Verschiebung wölbt die Zinsstrukturkurve – die Mitte wird als „Belly“ und die Enden als „Wings“ bezeichnet.
- Händler verkaufen den Belly (höherverzinsliche mittelfristige Anleihen) und kaufen die Wings (niedrigerverzinsliche kurz- und langfristige Anleihen), wenn sie mit einem negativen Butterfly konfrontiert werden.
Verstehen eines negativen Butterflys
Zinsstrukturkurven sind grafische Darstellungen der Zinssätze von Anleihen ähnlicher Qualität im Verhältnis zu ihren Laufzeiten. Zinsstrukturkurven versuchen nicht, die zukünftigen Anleihekurse vorherzusagen, aber die relative Position der aktuellen Zinssätze kann Anlegern helfen, Entscheidungen darüber zu treffen, welche Anleihen sich in Zukunft voraussichtlich am besten auszahlen. Sie werden verwendet, um die Stimmung der Anleger hinsichtlich des Wertes verschiedener Anleihelaufzeiten zu veranschaulichen.
Die häufigste Zinsstrukturkurve stellt die Renditen von US-Staatsanleihen (kurz-, mittel- und langfristige Anleihen) dar. Normalerweise zeigt die Treasury-Zinsstrukturkurve einen von links nach rechts ansteigenden Bogen, wobei kurzfristige Anleihen links weniger Rendite abwerfen als mittelfristige Anleihen in der Mitte und langfristige Anleihen rechts. Dies liegt daran, dass Anleger im Allgemeinen eine höhere Rendite erwarten, wenn sie ihr Geld für längere Zeiträume leihen.
Die Gründe für Verschiebungen der Zinsstrukturkurve sind komplex und hängen unter anderem von der Anlegerstimmung, Wirtschaftsnachrichten und der Politik der Federal Reserve ab. Allerdings folgen Anleiherenditen nicht immer den üblichen Regeln. So könnten beispielsweise kurz- und langfristige Zinssätze um 75 Basispunkte (0,75) sinken, während die mittelfristigen Zinssätze nur um 50 Basispunkte (0,50) sinken. Die daraus resultierende Wölbung in der Mitte des Diagramms ist eine negative Butterfly-Verschiebung. Das Gegenteil ist ein positiver Butterfly (bei dem das Diagramm U-förmig aussieht).
Aus der Perspektive des Anleihenhandels ist es weniger wichtig, warum dies geschieht, als vielmehr, was man dagegen tun kann. Am wichtigsten ist, dass Butterfly-Verschiebungen Händlern Arbitragemöglichkeiten bieten, da die Zinsunterschiede vermarktet werden können, um kurzfristige Gewinne zu maximieren. Ein häufiger Leitspruch im Anleihenhandel bei einer negativen Butterfly-Verschiebung der Zinsstrukturkurve ist: „Verkaufe den Belly und kaufe die Wings“, was bedeutet, die höher verzinsten mittelfristigen Anleihen – also den Belly des Butterflys – zu verkaufen und die kurz- und langfristigen Anleihen zu erwerben (die in der grafischen Darstellung die äußeren tief hängenden Flügel des Butterflys sind). Auf diese Weise versuchen Händler, ihr Engagement in Anleihelaufzeiten auszugleichen, die sich nicht parallel verschieben. In der Realität werden Anleihenhändler bei der Strategie für Kauf- und Verkaufsaufträge viele Variablen berücksichtigen, darunter die durchschnittliche Laufzeit der Anleihen in ihrem Portfolio – auch wenn die Form der Zinsstrukturkurve ein wichtiger Indikator ist.
Negativer Butterfly vs. Positiver Butterfly
Ein negativer Butterfly tritt auf, wenn kurzfristige Zinssätze und langfristige Zinssätze stärker sinken als mittelfristige Zinssätze, wodurch die Wölbung in der Kurve verstärkt wird.
Andererseits tritt ein positiver Butterfly auf, wenn kurzfristige Zinssätze und langfristige Zinssätze stärker steigen als mittelfristige Zinssätze. Dies erzeugt eine nicht-parallele Verschiebung der Kurve, wodurch die Kurve weniger gewölbt (oder weniger gekrümmt) wird.
Angenommen, die Renditen von 1-jährigen Treasury Bills und 30-jährigen Treasury Bonds steigen um 50 Basispunkte (0,50 %). Nehmen wir ferner an, dass der Zinssatz von 10-jährigen Treasury Notes gleich bleibt; die Konvexität der Zinsstrukturkurve würde zunehmen, was einen positiven Butterfly erzeugt.
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