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Nettoveränderung erklärt: Wie sie funktioniert und ihre Rolle in der Aktienanalyse
Wichtige Erkenntnisse
- Die Nettoveränderung ist die Differenz zwischen den Schlusskursen eines Wertpapiers an zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen.
- Sie ist in der technischen Analyse von wesentlicher Bedeutung und bildet die Grundlage für Linien- und Punkt-und-Figur-Charts.
- Anleger nutzen die Nettoveränderung, um die Bedeutung einer Kursbewegung einer Aktie zu bewerten.
- Anpassungen aufgrund von Aktiensplits oder Dividenden können die gemeldete Nettoveränderung beeinflussen.
Was ist die Nettoveränderung?
Die Nettoveränderung ist die Differenz zwischen dem Schlusskurs eines vorherigen Handelszeitraums und dem Schlusskurs des aktuellen Handelszeitraums für ein bestimmtes Wertpapier. Die Nettoveränderung bezieht sich meist auf einen täglichen Zeitrahmen für Aktienkurse, sodass sie für den betreffenden Tag positiv oder negativ sein kann. Sie wird verwendet, um anzuzeigen, ob der Kurs einer Aktie im Vergleich zum vorherigen Tag gestiegen oder gefallen ist.
Die Nettoveränderung für Aktien und die meisten Wertpapiere wird von den Finanzmedien in US-Dollar angegeben, kann aber je nach gehandeltem Produkt in jeder beliebigen Währung berechnet und angegeben werden.
Erfahren Sie, wie die Nettoveränderung funktioniert, welche Bedeutung sie in der Aktienanalyse hat und wie sie in verschiedenen Charttypen verwendet wird. Sie liefert schnelle Einblicke in die Aktienperformance, unterstützt die technische Analyse und hilft Anlegern, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wie die Nettoveränderung die Aktienanalyse beeinflusst
Technische Analysten verwenden die Nettoveränderung, um Aktienkurse im Zeitverlauf in Liniendiagrammen darzustellen und zu analysieren. Beispielsweise könnte eine Aktie in der vorherigen Sitzung bei 10,00 $ und in der aktuellen Sitzung bei 10,25 $ schließen, was einer Nettoveränderung von 0,25 $ pro Aktie entspricht. Viele Anleger betrachten die Nettoveränderung auch im Zusammenhang mit einer prozentualen Veränderung, um zu sehen, wie bedeutend die Bewegung im Verhältnis zum Kurs ist.
In den meisten Charting-Plattformen wird die Nettoveränderung automatisch angepasst, um die Auswirkungen von Dividendenzahlungen oder Aktiensplits zu berücksichtigen. Beispielsweise wird eine Aktie, die bei 60,00 $ gehandelt wird, am nächsten Tag einem 2:1-Aktiensplit unterzogen und schließt bei 30,00 $; die nächste Sitzung hat eine Nettoveränderung von 0,00 $. Dies macht die Charts für die Bewertung von Wertveränderungen im Zeitverlauf besser nutzbar, kann aber bei der Betrachtung historischer Daten zu Verzerrungen führen. Beispielsweise hat ein bestimmtes Wertpapier möglicherweise nie tatsächlich unter 5 $ pro Aktie gehandelt, aber angepasste historische Charts können den Kurs auf dieses Niveau heruntergezeichnet zeigen.
Es gibt jedoch einige Fälle, in denen elektronische Informationen oder historische Daten nach einer ungenauen Meldung nicht aktualisiert werden. Daher ist es für Anleger wichtig, bei der Recherche historischer Kurse zu überprüfen, ob die Nettoveränderung korrekt ist.
Interpretation von Aktienkursen für fundierten Handel
Viele Börsen-Apps und Zeitungen veröffentlichen Beobachtungslisten und Aktientabellen, die den Firmennamen, das Tickersymbol, das Volumen, das Hoch, das Tief, den Schlusskurs und die Nettoveränderungen der vorherigen Sitzung enthalten. Zusätzliche Informationen wie das 52-Wochen-Hoch, das 52-Wochen-Tief, die Dividendenrendite, die prozentuale Rendite und das Kurs-Gewinn-Verhältnis können ebenfalls enthalten sein. Da Kurse von mehreren Börsen abgerufen werden, können Aktiendaten geringfügig abweichen.
Technische Analysten verwenden elektronische Aktienkurse anstelle von verzögerten Börsen-Apps und Zeitungen, da diese Echtzeitinformationen liefern. In diesen Fällen wird die Nettoveränderung in der Regel neben dem aktuellen Kurs zusammen mit der prozentualen Veränderung angezeigt. Eine elektronische Kursangabe könnte beispielsweise wie folgt aussehen: „163,65 -0,45 (-27 %)". Die erste Zahl ist der letzte Handelskurs, die zweite Zahl ist die Nettoveränderung und die dritte Zahl ist die prozentuale Veränderung.
Punkt-und-Figur-Charts in der Aktienanalyse
Die meisten Aktiencharts stellen den Schlusskurs eines Wertpapiers im Zeitverlauf dar und sind auf einen täglichen Zeitrahmen optimiert. Eine Form der Chartdarstellung, bekannt als Punkt-und-Figur, konzentriert sich jedoch ausschließlich auf den Aspekt der Nettoveränderung, ohne Rücksicht auf den aktuellen Kurs, die Zeit, das Volumen oder andere Faktoren. Punkt-und-Figur-Charts stellen gefilterte Kursbewegungen dar und nicht den tatsächlichen Kurs eines Wertpapiers, um Trends zu zeigen.
Punkt-und-Figur-Charts enthalten steigende Spalten von X und fallende Spalten von O, die einen Netto-Aufwärtstrend oder einen Netto-Abwärtstrend darstellen, unabhängig von der Kursschwankung zwischen dem Start- und Endpunkt dieser Trends. Da sie auf Kursänderungen und nicht auf der Zeit basieren, eignen sich diese Charts ideal, um Richtungsmuster und Trends in einem komprimierten Format zu erkennen, anstatt über einen viel längeren Zeitraum zu schauen. Diese Fokussierung auf die Nettoveränderung, so die Befürworter, schafft die Möglichkeit, Kursziele zu erstellen, die detailliert darlegen, wohin der Trend führen könnte.
Bild von Sabrina Jiang © Investopedia 2021
Einige andere technische Indikatoren nutzen die Nettoveränderung ebenfalls zur Berechnung der Trendstärke und anderer Faktoren, die Händlern helfen, potenzielle Handelsmöglichkeiten zu identifizieren.
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