Nonrecourse-Schuld
Non-Recourse vs. Recourse Debt erklärt: Definitionen und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Non-Recourse-Schulden sind durch Sicherheiten, in der Regel Immobilien, besichert, und der Kreditgeber kann den Kreditnehmer bei Zahlungsverzug nicht über die Sicherheiten hinaus belangen.
- Kreditgeber verlangen höhere Zinssätze für Non-Recourse-Schulden aufgrund des erhöhten Risikos eines Zahlungsverzugs des Kreditnehmers.
- Non-Recourse-Darlehen zeichnen sich durch hohe Kapitalaufwendungen, lange Laufzeiten und unsichere Einnahmequellen aus.
- Recourse-Schulden ermöglichen es Kreditgebern, nach der Beschlagnahme und dem Verkauf von Sicherheiten verbleibende Beträge von Kreditnehmern zu fordern.
- Die rechtliche Einstufung eines Darlehens als Recourse oder Non-Recourse hängt oft vom jeweiligen Landesrecht ab.
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Was zeichnet Non-Recourse-Schulden aus?
Non-Recourse-Schulden sind für Kreditgeber riskanter als Recourse-Schulden, insbesondere wenn der Wert der Sicherheiten unter den geschuldeten Betrag fällt.1
Recourse-Schulden erlauben Kreditgebern, bei Kreditnehmern mehr Geld einzufordern, wenn die Sicherheiten die Schulden nicht decken. Daher haben Non-Recourse-Darlehen aufgrund des zusätzlichen Risikos in der Regel höhere Zinssätze.2
Vergleich von Recourse- und Non-Recourse-Schulden
Recourse-Schulden ermöglichen es Gläubigern, den vollen Schuldenbetrag vom Kreditnehmer einzutreiben, wenn dieser in Zahlungsverzug gerät. Sowohl unbesicherte als auch besicherte Privatkredite können Recourse-Schulden sein, bei denen der Kreditnehmer das gesamte Risiko trägt und persönlich haftet. Nach der Verwertung der Sicherheiten wird ein verbleibender Betrag als Fehlbetrag (Deficiency Balance) bezeichnet.
Der Kreditgeber kann versuchen, diesen Betrag auf verschiedene Weise einzutreiben, unter anderem durch Einreichung einer Klage und Erwirkung eines Fehlbetragsurteils (Deficiency Judgment) vor Gericht.
Wenn eine Schuld Non-Recourse ist, kann der Kreditgeber die Sicherheiten verwerten, aber nicht versuchen, den Fehlbetrag einzutreiben. Bei Non-Recourse-Darlehen übernimmt die Bank den Großteil des Risikos.
Wichtig
Bei Non-Recourse-Schulden können Gläubiger die Sicherheiten nur nehmen und verkaufen, wenn der Kreditnehmer in Zahlungsverzug gerät.
Beispiel: Wie Non-Recourse-Schulden in der Praxis funktionieren
Wenn ein Autokreditgeber einem Kunden 30.000 $ zu null Prozent Zinsen für ein fünfjähriges Darlehen zum Kauf eines neuen Fahrzeugs leiht, wird der Wert des Neuwagens historisch gesehen nach dem Kauf sinken. Wenn der Kreditnehmer nach einem Jahr die Autozahlungen einstellt, ist das Fahrzeug möglicherweise nur noch 22.000 $ wert, während der Kreditnehmer noch 26.000 $ schuldet.
Bei Zahlungsverzug des Kunden holt sich der Kreditgeber das Auto zurück und verwertet es zum vollen Marktwert, wobei ein Fehlbetrag von 4.000 $ verbleibt. Wenn es sich um ein Non-Recourse-Darlehen handelte, übernimmt der Kreditgeber den Verlust.
Wann wird ein Darlehen als Non-Recourse vergeben?
Ob eine Schuld ein Recourse- oder Non-Recourse-Darlehen ist, hängt oft vom Landesrecht ab.1
Einige Bundesstaaten schreiben vor, dass alle Hypotheken Non-Recourse-Schulden sind, und im Falle eines Zahlungsverzugs können Kreditgeber nach der Beschlagnahme von Sicherheiten kein Fehlbetragsurteil verfolgen.
Wer kann sich für ein Non-Recourse-Darlehen qualifizieren?
Da Non-Recourse-Schulden ein größeres Risiko für den Kreditgeber darstellen, benötigt ein Kreditnehmer möglicherweise eine hohe Kreditwürdigkeit und ein niedriges Beleihungsverhältnis (Loan-to-Value-Ratio). Die Zinssätze für Non-Recourse-Darlehen können ebenfalls höher sein, um das Risiko auszugleichen.
Wie werden Verbindlichkeiten bei einem Recourse-Darlehen beglichen?
Nach der Beschlagnahme von Sicherheiten kann ein Fehlbetragsurteil die Bankkonten des Kreditnehmers pfänden oder Löhne einbehalten, um den Schuldensaldo zu begleichen.