Nullinvestitionsportfolio
Null-Investment-Portfolios erklärt: Konzept und Auswirkungen
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Nullinvestitionsportfolio ist eine theoretische Sammlung von Anlagen mit einem Nettowert von null, die keine Eigenkapitalbeteiligung der Anleger erfordert.
- Obwohl konzeptionell interessant, ist eine echte Nullkosten-Anlagestrategie aufgrund von Kosten wie Maklergebühren und Leerverkaufsregulierungen unpraktikabel.
- Die Portfoliotheorie legt nahe, dass diversifizierte Aktiengruppen bessere risikoadjustierte Renditen erzielen können als einzelne Anlagen.
- Diversifikation reduziert, aber beseitigt nicht das Anlagerisiko, und Nullinvestitionsstrategien würden als Arbitrage betrachtet, die selten ist.
Was ist ein Nullinvestitionsportfolio?
Ein Nullinvestitionsportfolio ist eine Sammlung von Anlagen, die bei der Zusammenstellung des Portfolios einen Nettowert von null hat. Daher erfordert es, dass ein Anleger keine Eigenkapitalbeteiligung am Portfolio eingeht. Sie investieren kein Nettoeigenkapital, um es zu erstellen. Einfach ausgedrückt, beinhaltet dies die Investition eines Teils der Mittel in bestimmte Aktien und das Ausgleichen durch Leerverkäufe in anderen, idealerweise um ein Gleichgewicht zu schaffen, bei dem die Nettoinvestition oder das Risiko null beträgt.
Obwohl theoretisch faszinierend aufgrund des Potenzials für risikofreie Renditen, ist es entscheidend zu verstehen, warum echte Nullinvestitionsportfolios in realen Märkten nicht umsetzbar sind. Erfahren Sie, warum solche Strategien eher eine akademische Kuriosität bleiben und wie sie mit der modernen Portfoliotheorie und Arbitrage zusammenhängen.
Wie Nullinvestitionsportfolios funktionieren
Ein Nullinvestitionsportfolio, das überhaupt kein Eigenkapital erfordert, ist rein theoretisch; es existiert nicht in der realen Welt, aber konzeptionell ist diese Art von Portfolio für Wissenschaftler, die Finanzen studieren, von Interesse. Eine wirklich kostenlose Anlagestrategie ist aus mehreren Gründen nicht erreichbar. Erstens: Wenn ein Anleger Aktien von einem Makler leiht, um sie zu verkaufen und von ihrem Rückgang zu profitieren, muss er einen Großteil des Erlöses als Sicherheit für das Darlehen verwenden. Zweitens: In den USA wird der Leerverkauf von der Securities and Exchange Commission (SEC) reguliert, sodass es für Anleger möglicherweise nicht möglich ist, das richtige Gleichgewicht zwischen Short- und Long-Investitionen zu halten. Drittens: Der Kauf und Verkauf von Wertpapieren erfordert, dass Anleger Provisionen an Makler zahlen, was die Kosten für einen Anleger erhöht; ein realer Versuch eines Nullinvestitionsportfolios würde das Risiko des eigenen Kapitals beinhalten.
Die einzigartige Natur eines Nullinvestitionsportfolios führt dazu, dass es überhaupt kein Portfolio-Gewicht hat. Ein Portfolio-Gewicht wird normalerweise berechnet, indem der Dollarbetrag, den ein Portfolio long ist, durch den Gesamtwert aller Anlagen im Portfolio geteilt wird. Da der Nettowert eines Nullinvestitionsportfolios null ist, ist der Nenner in der Gleichung null. Daher kann die Gleichung nicht gelöst werden.
Die Portfoliotheorie ist eines der wichtigsten Studiengebiete für Studenten und Praktiker der Finanz- und Anlagewelt. Der wichtigste Beitrag der Portfoliotheorie zu unserem Verständnis von Anlagen ist, dass eine Gruppe von Aktien den Anlegern eine bessere risikoadjustierte Rendite bieten kann als einzelne Anlagen. In den meisten realen Märkten kann die Diversifikation von Vermögenswerten das Risiko jedoch nicht vollständig eliminieren. Ein Anlageportfolio, das eine Rendite ohne jedes Risiko garantieren kann, wird als Arbitrage-Gelegenheit bezeichnet, und die akademische Finanztheorie geht normalerweise davon aus, dass solche Szenarien in der realen Welt nicht möglich sind. Ein echtes Nullinvestitionsportfolio würde als Arbitrage-Gelegenheit betrachtet werden – wenn die Rendite, die dieses Portfolio erzielt, der risikolosen Rendite entspricht oder diese übersteigt (normalerweise angenommen als der Zinssatz, den man mit US-Staatsanleihen erzielen kann).
Arbitrage ist der Prozess des Kaufs bestimmter Mengen von Wertpapieren in einem Markt, während gleichzeitig die gleiche Menge derselben oder ähnlicher Wertpapiere in einem anderen Markt verkauft wird. Das Prinzip der Arbitrage kann auch auf den Kauf und Verkauf von Wertpapieren mit gleichem Wert auf demselben Markt angewendet werden. Das Ziel einer Arbitrage-Strategie ist es, das Gesamtrisiko von Geldverlusten zu minimieren und gleichzeitig Gelegenheiten zu nutzen, um Geld zu verdienen.
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