Operative Cashflow-Marge
Die operative Cashflow-Marge verstehen: Formel und Beispiel erklärt
Wichtige Erkenntnisse
- Die operative Cashflow-Marge misst, wie effizient ein Unternehmen Umsätze in Bargeld umwandelt, und zeigt die Ertragsqualität auf.
- Die Kennzahl wird berechnet, indem der operative Cashflow durch den Umsatz dividiert wird.
- Diese Kennzahl umfasst nicht zahlungswirksame Aufwendungen wie Abschreibungen, was sie von der operativen Marge unterscheidet.
- Eine höhere operative Cashflow-Marge deutet auf einen verbesserten freien Cashflow und langfristigen Aktionärswert hin.
- Unternehmen können diese Marge vorübergehend aufblähen, indem sie Zahlungen verzögern oder Lagerbestände verwalten, aber ein beständiges Wachstum ist ein positives Zeichen.
Was ist die operative Cashflow-Marge?
Die operative Cashflow-Marge misst den operativen Cashflow als Prozentsatz des Umsatzerlöses (operativer Cashflow / Umsatz). Im Gegensatz zur operativen Marge, die auf dem buchhalterischen Gewinn basiert, konzentriert sie sich auf den Cashflow aus dem Kerngeschäft, was sie für den Vergleich der Leistung im Zeitverlauf oder mit Wettbewerbern nützlich macht.
Wie ist die operative Cashflow-Marge zu interpretieren?
Die operative Cashflow-Marge misst, wie effizient ein Unternehmen Umsätze in Bargeld umwandelt. Sie ist ein guter Indikator für die Ertragsqualität, da sie nur Transaktionen umfasst, die den tatsächlichen Geldtransfer beinhalten.
Da der Cashflow durch Umsätze, Gemeinkosten und operative Effizienz bestimmt wird, kann er sehr aufschlussreich sein, insbesondere beim Vergleich der Leistung mit Wettbewerbern derselben Branche. Ist der operative Cashflow negativ, weil das Unternehmen investiert, um die Rentabilität zu steigern? Oder benötigt es externes Kapital, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und das Unternehmen zu sanieren?
So wie Unternehmen die operative Cashflow-Marge durch effizientere Nutzung des Working Capitals verbessern können, können sie sie auch vorübergehend verschönern, indem sie die Zahlung von Verbindlichkeiten verzögern, Kunden zur Zahlung drängen oder Lagerbestände abbauen. Wenn die operative Cashflow-Marge eines Unternehmens jedoch von Jahr zu Jahr steigt, deutet dies darauf hin, dass sich sein freier Cashflow (FCF) verbessert, ebenso wie seine Fähigkeit, seine Vermögensbasis zu erweitern und langfristigen Wert für die Aktionäre zu schaffen.
Eine weitere Vergleichskennzahl ist die Berry Ratio, die die Betriebsausgaben eines Unternehmens mit dem Bruttogewinn vergleicht. Sie hilft, Störungen bei den Ergebnissen des Vergleichs von Unternehmen zu beseitigen, die in verschiedenen Bundesstaaten tätig sind und unterschiedliche staatliche Steuersätze zahlen.
Vergleich der operativen Cashflow-Marge und der operativen Marge
Die operative Cashflow-Marge unterscheidet sich von der operativen Marge. Die operative Marge umfasst Abschreibungs- und Amortisationsaufwendungen. Die operative Cashflow-Marge hingegen addiert nicht zahlungswirksame Aufwendungen wie Abschreibungen wieder hinzu.
Die operative Marge wird berechnet als operatives Ergebnis geteilt durch Umsatz. Dies ähnelt der operativen Cashflow-Marge, außer dass sie das operative Ergebnis verwendet. Die operative Cashflow-Marge verwendet den operativen Cashflow und nicht das operative Ergebnis.
Die Free-Cashflow-Marge ist eine weitere Cash-Marge-Kennzahl, bei der auch Investitionsausgaben hinzugerechnet werden. In kapitalintensiven Branchen mit einem hohen Verhältnis von fixen zu variablen Kosten kann ein kleiner Umsatzanstieg aufgrund des operativen Hebels zu einem großen Anstieg der operativen Cashflows führen.
Praktisches Beispiel zur Berechnung der operativen Cashflow-Marge
Operativer Cashflow = Nettoeinkommen + nicht zahlungswirksame Aufwendungen (Abschreibungen und Amortisationen) + Veränderung des Working Capitals
Angenommen, Unternehmen ABC hat die folgenden Informationen für die Geschäftstätigkeit 2018 erfasst:
Sales = $5,000,000
Depreciation = $100,000
Amortization = $125,000
Other Non-cash Expenses = $45,000
Working Capital = $1,000,000
Net Income = $2,000,000
Und erfasste die folgenden Informationen für die Geschäftstätigkeit 2019:
Sales = $5,300,000
Depreciation = $110,000
Amortization = $130,000
Other Non-cash Expenses = $55,000
Working Capital = $1,300,000
Net Income = $2,100,000
Wir berechnen den Cashflow aus der operativen Tätigkeit für 2019 wie folgt:
Cash Flow From Operating Activities = $2,100,000 + ($110,000 + $130,000 + $55,000) + ($1,300,000 - $1,000,000) = $2,695,000
Um zur operativen Cashflow-Marge zu gelangen, wird diese Zahl durch den Umsatz dividiert:
Operating Cash Flow Margin = $2,695,000 / $5,300,000 = 50.8%
Wie unterscheidet sich die operative Cashflow-Marge von der operativen Marge?
Die operative Cashflow-Marge umfasst nicht zahlungswirksame Aufwendungen wie Abschreibungen und Amortisationen. Dies unterstreicht die Fähigkeit eines Unternehmens, Umsätze in Cashflows aus dem operativen Geschäft umzuwandeln,
Was sind Cashflows aus dem operativen Geschäft?
Auch als Cashflows aus der operativen Tätigkeit bezeichnet oder mit CFO abgekürzt, stellt diese Zahl den Geldbetrag dar, der durch ein Unternehmen fließt und mit seinen Kerngeschäftsaktivitäten zusammenhängt.
Ist eine höhere oder niedrigere operative Cashflow-Marge besser?
Eine höhere Kennzahl ist immer besser, da sie darauf hinweist, dass ein größerer Anteil der Umsätze in Cashflows umgewandelt wird.