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Optionsertragsfonds

Optionsertragsfonds



Was ist ein Optionsertragsfonds?


Ein Optionsertragsfonds, auch bekannt als Optionsertrags-geschlossener Fonds (OI-CEF), ist eine Art von gepoolter Anlage, deren Ziel es ist, für ihre Anleger durch den Erhalt von Prämien aus dem Verkauf von Optionskontrakten laufende Erträge zu erzielen. Optionserträge können durch den Verkauf von delta-neutralen Optionsstrategien wie Straddles oder Strangles, durch das Schreiben von Covered Calls oder durch die Nutzung anderer komplexerer Strategien generiert werden.



Wichtige Erkenntnisse


  • Ein Optionsertragsfonds ist eine gepoolte Anlage in Form eines geschlossenen Fonds, die Renditen für Anleger durch den Verkauf (Schreiben) von Optionskontrakten erzielt.
  • Ein Optionsertragsfonds setzt typischerweise risikoärmere Strategien ein, die gleichmäßige Ertragsströme ohne große Abhängigkeit von der Marktrichtung erzeugen können.
  • Da sie regelmäßige Erträge generieren, sind diese Anlagen am wirkungsvollsten in steuerfreien Konten wie Roth IRAs.


Verständnis von Optionsertragsfonds


Optionsertragsfonds eignen sich in der Regel am besten für steuerbegünstigte Konten, da die Gewinne, die Anleger mit den verkauften Optionen erzielen, als normales Einkommen und nicht als Dividenden besteuert werden.

Eine Möglichkeit, wie diese Fonds Erträge erzielen, ist der Verkauf von delta-neutralen Optionsstrategien, was bedeutet, dass sie ihren Wert nicht ändern, wenn der Markt steigt oder fällt. Ein Short Straddle ist eine Optionsstrategie, die aus dem Verkauf sowohl einer Call-Option als auch einer Put-Option mit demselben Ausübungspreis und demselben Verfallsdatum besteht.

Ein Strangle ist ähnlich, verwendet jedoch Calls und Puts zu unterschiedlichen Ausübungspreisen. Er wird eingesetzt, wenn der Händler glaubt, dass der Basiswert während der Laufzeit der Optionskontrakte nicht signifikant steigen oder fallen wird. Der maximale Gewinn ist die Höhe der Prämie, die durch das Schreiben der Optionen eingenommen wird. Der potenzielle Verlust kann jedoch unbegrenzt sein, wenn der Markt signifikant bewegt wird, weshalb es sich typischerweise um eine Strategie für fortgeschrittenere Händler handelt.

Ein Covered Call ist eine weitere gängige Strategie. Dabei wird eine Call-Option auf eine Aktie verkauft, die sich bereits im Portfolio befindet. Bei Verwendung einer Covered-Call-Strategie kann das Portfolio immer noch Geld verlieren, wenn der Basiswert im Preis fällt, und der maximale Gewinn nach oben ist ebenfalls begrenzt. Bleibt der Preis des Vermögenswerts jedoch relativ stabil, kann eine Covered-Call-Strategie ein relativ risikoarmer Ertragsgenerator sein.

Optionsertragsfonds bieten klare Vorteile, darunter höhere Renditen als Standardfonds. Eine solche ertragsgenerierende Strategie kann jedoch auch deutlich riskanter sein als einfach in dividendenzahlende Aktien zu investieren. Da sie Optionskontrakte nutzen, gibt es mehrere zusätzliche Risikofaktoren.

Deshalb haben Optionsertrags-CEFs sowohl Befürworter als auch Kritiker. Ein Beispiel für Letztere ist ein Bloomberg-Artikel aus dem Jahr 2005 mit dem Titel "Option Income Funds: Watch Out", der argumentiert, dass die Auszahlungen zwar in zeiten niedriger Renditen großzügig sein mögen, die Risiken jedoch groß sind.1



Die Vorteile von Optionsertragsfonds


Auf der anderen Seite vertrat ein Artikel von Kiplinger aus dem Jahr 2012 die Meinung: "Option-Income CEFs May Be a Smarter Choice."

Jeffrey R. Kosnett hat geschrieben, dass es rund 30 Optionsertrags-CEFs gibt und sie alles von Fonds, die sich nur auf die 30 Aktien des Dow Jones Industrial Average konzentrieren, bis hin zu Fonds, die Optionen auf Aktien aus Schwellenländern verkaufen, umfassen. Er erklärte, dass es einige wichtige Vorteile solcher Fonds gebe: "Was auch immer ihre Strategie ist, Optionsertrags-CEFs teilen zwei Tugenden. Erstens werden alle mit einem Abschlag auf ihren Nettoinventarwert pro Aktie gehandelt. Zweitens sind diese Fonds ideal für einen Markt, der in einer relativ engen Handelsspanne feststeckt."2

Der Grund, so Kosnett, liege an den Covered-Call-Strategien: "Eine Call-Option gibt ihrem Inhaber das Recht, eine Aktie vom Optionsverkäufer zu einem bestimmten Preis bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen (zu callen). Der Kauf von Optionen ist riskant. Aber der Verkauf eines Calls gegen eine Aktie, die man besitzt, ist eine konservative Strategie. Dadurch begrenzt man die potenzielle Wertsteigerung Ihrer Aktien, generiert aber zusätzliches Einkommen durch den Verkauf der Optionen."2

Kosnett merkte weiterhin Folgendes an:

Bloomberg. "Option Income Funds: Watch Out."

Bloomberg. "Option Income Funds: Watch Out."

Kiplinger. "Option-Income CEFs May Be a Smarter Choice."

Kiplinger. "Option-Income CEFs May Be a Smarter Choice."

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