Pairstrade
Pairs-Trading-Strategie: Definition, Vorteile und Beispiele
Was ist ein Paarhandel?
Beim Paarhandel werden gleichzeitig eine Long-Position und eine Short-Position in zwei stark korrelierten Aktien eingegangen. Die in den 1980er Jahren von Morgan Stanley entwickelte Strategie zielt auf marktneutrale Gewinne durch statistische und technische Analyse ab. Der Handel mit sowohl unterdurchschnittlich als auch überdurchschnittlich performenden Wertpapieren ermöglicht es Anlegern, Risiken abzusichern und historische Korrelationen für potenzielle Gewinne zu nutzen.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Paarhandel beinhaltet das Eingehen einer Long-Position in einer Aktie und einer Short-Position in einer anderen mit einer hohen positiven Korrelation.
- Die Strategie wurde Mitte der 1980er Jahre von technischen Analysten bei Morgan Stanley eingeführt.
- Der Erfolg beim Paarhandel beruht auf der Identifizierung und Nutzung von Abweichungen von der historischen Korrelation zwischen zwei Wertpapieren.
- Eine hohe Korrelation, typischerweise 0,80 oder höher, ist für die Strategie entscheidend, aber dies kann schwierig zu finden und aufrechtzuerhalten sein.
- Potenzielle Gewinne entstehen, wenn das unterdurchschnittlich performende Wertpapier an Wert gewinnt, während das überdurchschnittlich performende fällt.
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Wie funktioniert der Paarhandel?
Der Paarhandel begann Mitte der 1980er Jahre mit technischen Analysten bei Morgan Stanley, einer globalen Investmentbank. Die Paarhandelsstrategie nutzt statistische und technische Analyse, um potenzielle marktneutrale Gewinne zu erzielen.
Marktneutrale Strategien sind ein zentraler Aspekt einer Paarhandelstransaktion. Marktneutrale Strategien beinhalten Long- und Short-Positionen in zwei verschiedenen Wertpapieren mit einer positiven Korrelation. Die beiden sich ausgleichenden Positionen bilden die Grundlage für eine Absicherungsstrategie, die darauf abzielt, von einem positiven oder negativen Trend zu profitieren.
Eine Paarhandelsstrategie basiert auf der historischen Korrelation zweier Wertpapiere. Die Wertpapiere in einem Paarhandel müssen eine hohe positive Korrelation aufweisen, die der Haupttreiber für die Gewinne der Strategie ist. Eine Paarhandelsstrategie wird am besten eingesetzt, wenn ein Händler eine Korrelationsabweichung feststellt. Basierend auf der historischen Annahme, dass die beiden Wertpapiere eine bestimmte Korrelation beibehalten, kann der Paarhandel eingesetzt werden, wenn diese Korrelation nachlässt.
Wenn die Paare aus dem Handel schließlich abweichen – solange ein Anleger eine Paarhandelsstrategie anwendet – würden sie versuchen, eine dollar-gematchte Long-Position in dem unterdurchschnittlich performenden Wertpapier einzugehen und das überdurchschnittlich performende Wertpapier leerzuverkaufen. Wenn die Wertpapiere zu ihrer historischen Korrelation zurückkehren, entsteht ein Gewinn aus der Konvergenz der Preise.
Vor- und Nachteile des Paarhandels
Wenn ein Paarhandel wie geplant verläuft, profitiert der Anleger und kann potenzielle Verluste reduzieren. Gewinne entstehen, wenn das unterdurchschnittlich performende Wertpapier an Wert gewinnt und der Preis des überdurchschnittlich performenden Wertpapiers fällt. Der Nettogewinn ist der Gesamtertrag aus den beiden Positionen.
Der Paarhandel hat Einschränkungen. Er benötigt eine hohe statistische Korrelation, oft 0,80, die schwer zu finden sein kann. Zweitens, obwohl historische Trends genau sein können, sind vergangene Preise nicht immer ein Indikator für zukünftige Trends. Eine Korrelation von nur 0,80 könnte die Wahrscheinlichkeit des erwarteten Ergebnisses verringern.
Praktisches Beispiel: Paarhandel in Aktion
Betrachten wir Aktie A und Aktie B mit einer Korrelation von 0,95. Sie weichen vorübergehend auf eine Korrelation von 0,50 ab.
Der Arbitrage-Händler greift ein, um eine dollar-gematchte Long-Position auf die unterdurchschnittlich performende Aktie A und eine Short-Position auf die überdurchschnittlich performende Aktie B einzugehen. Die Aktien konvergieren und kehren im Laufe der Zeit zu ihrer Korrelation von 0,95 zurück. Der Händler profitiert von einer Long-Position und einer geschlossenen Short-Position.