top of page

Permanentes Portfolio

Das Permanent Portfolio verstehen: Strategie, Vorteile und Beispiele



Was ist ein Permanent Portfolio?


Das Permanent Portfolio ist eine Anlagestrategie, die der Freihandelsanalyst Harry Browne in den 1980er Jahren entwickelte, um in allen wirtschaftlichen Bedingungen stabil zu bleiben. Es verteilt gleiche Anteile auf Aktien, Anleihen, Gold und Bargeld (oder Schatzanweisungen) und zielt darauf ab, Risiko und Ertrag durch Diversifizierung auszugleichen, die Volatilität zu reduzieren und eine gleichmäßige langfristige Wertentwicklung auch in Marktabschwüngen aufrechtzuerhalten.



Wichtige Erkenntnisse


  • Das Permanent Portfolio zielt darauf ab, in jeder wirtschaftlichen Lage zu gedeihen, indem es gleichermaßen in Aktien, Anleihen, Gold und Bargeld diversifiziert.
  • Erstellt von Harry Browne in den 1980er Jahren, konzentriert es sich auf Sicherheit und Wachstum durch eine ausgewogene Mischung von Vermögenswerten.
  • Während es in Abschwüngen Stabilität bietet, bleibt das Permanent Portfolio historisch hinter einem traditionellen 60/40 Aktien-Anleihen-Portfolio in der langfristigen Rendite zurück.
  • Eine empfohlene Aufteilung umfasst jeweils 25% in US-Aktien, langfristige US-Staatsanleihen, kurzfristige Schatzanweisungen und Gold, mit einer jährlichen Neugewichtung.
  • Die geringere Volatilität des Permanent Portfolios spricht risikoscheue Anleger an und bietet eine gleichmäßigere Wertentwicklung bei Markteinbrüchen.


Wie das Permanent Portfolio funktioniert


Das Permanent Portfolio wurde von Harry Browne entwickelt, um das zu sein, was seiner Meinung nach ein sicheres und profitables Portfolio in jedem wirtschaftlichen Umfeld wäre. Unter Verwendung einer Variation des effizienten Marktindexings erklärte Browne, dass ein Portfolio, das gleichmäßig auf Wachstumsaktien, Edelmetalle, Staatsanleihen und Schatzanweisungen verteilt ist, eine ideale Anlagemischung für Anleger wäre, die Sicherheit und Wachstum suchen.



Vor- und Nachteile eines Permanent Portfolios


Browne argumentierte, dass die Portfoliomischung in allen Arten wirtschaftlicher Situationen profitabel sein würde: Wachstumsaktien würden in Expansionsmärkten gedeihen, Edelmetalle in Inflationsmärkten – was steigende Preise bedeutet – Anleihen in Rezessionen und Schatzanweisungen in Depressionen.

Browne schuf schließlich den sogenannten Permanent Portfolio Fund, mit einer Vermögensmischung ähnlich seinem theoretischen Portfolio im Jahr 1982. Von 1976 bis 2016 hätte ein hypothetisches Permanent Portfolio eine jährliche Rendite von 8,65 % erzielt, bei einer Gesamtrendite von 2.600 %. Ein standardmäßigeres 60/40-Aktien-Anleihen-Portfolio hätte eine jährliche Rendite von 10,13 % erzielt, bei einer Gesamtrendite von 5.050 %.

Das Permanent Portfolio hatte in diesem Zeitraum jedoch einige Vorteile. Das 60/40-Portfolio hatte eine Standardabweichung von 9,6, verglichen mit 7,2 für das Permanent Portfolio. Während des Börsencrashs im Oktober 1987 wäre das 60/40-Portfolio im Wert um 13,4 % gefallen, während das Permanent Portfolio nur um 4,5 % gefallen wäre. Das Permanent Portfolio hätte langfristig niedrigere Renditen erzielt, aber die Fahrt wäre viel ruhiger gewesen. Das macht das Permanent Portfolio zu einer attraktiven Option für risikoscheue Anleger.



Konstruktion eines Permanent Portfolios: Ein praktisches Beispiel


Es gibt viele Möglichkeiten, ein Permanent Portfolio zu konstruieren, angesichts der Vielzahl verfügbarer Anlagemöglichkeiten. Nachfolgend ein Vorschlag, wie diese ausgewogene Mischung erreicht werden kann:

25% in US-Aktien, um eine starke Rendite in Zeiten des Wohlstands zu erzielen. Für diesen Teil des Portfolios empfiehlt Browne einen einfachen S&P 500-Indexfonds wie den Vanguard 500 Index Fund Admiral Shares (VFIAX).

25% in langfristige US-Staatsanleihen, die sich in Zeiten des Wohlstands und in Zeiten der Deflation – oder niedrigerer Preise – gut entwickeln, aber in anderen Wirtschaftszyklen schlecht abschneiden.

25% in Bargeld, um sich gegen Perioden von „tight money“ (knappem Geld) oder Rezession abzusichern. In diesem Fall bedeutet „Bargeld“ kurzfristige US-Schatzanweisungen.

25% in Edelmetalle (Gold), um Schutz in Inflationsperioden zu bieten. Browne empfiehlt Goldbarrenmünzen.

Browne empfiehlt, das Portfolio einmal im Jahr neu auszurichten, um die Zielgewichte von 25% beizubehalten.

bottom of page