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Plain-Vanilla-Swap

Plain-Vanilla-Swaps verstehen: Grundlagen, Arten und Funktionsweise



Wichtige Erkenntnisse


  • Ein Plain-Vanilla-Swap ist ein unkompliziertes Finanzinstrument, das zwischen zwei Parteien gehandelt wird, um Zahlungsströme auszutauschen.
  • Zinsswaps sind die häufigste Art von Plain-Vanilla-Swaps, bei denen oft feste und variable Zinssätze ausgetauscht werden.
  • Swaps werden in der Regel durchgeführt, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern oder um sich verändernde Zinsumgebungen zu nutzen.


Was ist ein Plain-Vanilla-Swap?


Ein Plain-Vanilla-Swap ist eine einfache außerbörsliche (OTC-)Vereinbarung, die hauptsächlich von Unternehmen und Finanzinstituten genutzt wird, um das Risiko sich ändernder Marktbedingungen zu steuern. Er kann die Form von Zins-, Rohstoff- oder Währungsswaps annehmen, wobei die Standardversion ein Zinsswap ist, bei dem eine Partei einen an einen Referenzzinssatz gebundenen variablen Zinssatz gegen einen festen Zinssatz oder umgekehrt tauscht. Das Kapital wechselt nicht den Besitzer; stattdessen tauschen die Parteien Zinszahlungen aus, um Schwankungen der Zinssätze zu bewältigen.



Wie Plain-Vanilla-Swaps auf den Finanzmärkten funktionieren


Ein Plain-Vanilla-Zinsswap wird oft durchgeführt, um ein variabel verzinsliches Risiko abzusichern, obwohl er auch genutzt werden kann, um von einem fallenden Zinsumfeld zu profitieren, indem man von einem festen zu einem variablen Zinssatz wechselt. Beide Seiten des Swaps sind auf dieselbe Währung lauten, und die Zinszahlungen werden verrechnet. Das Nominalkapital ändert sich während der Laufzeit des Swaps nicht, und es gibt keine eingebetteten Optionen.



Verschiedene Varianten von Plain-Vanilla-Swaps erklärt


Der häufigste Plain-Vanilla-Swap ist ein Zinsswap mit variablem Zinssatz. Der gängigste variable Referenzindex ist der London Interbank Offered Rate (LIBOR), der täglich von der International Commodities Exchange (ICE) festgelegt wird. LIBOR wird für fünf Währungen veröffentlicht – den US-Dollar, Euro, Schweizer Franken, Japanischen Yen und das Britische Pfund. Die Laufzeiten reichen von über Nacht bis zu 12 Monaten. Der Zinssatz wird auf der Grundlage einer Umfrage unter 11 bis 18 großen Banken festgelegt.



Wichtig


Die Intercontinental Exchange, die für LIBOR zuständige Behörde, wird die Veröffentlichung des einwöchigen und des zweimonatigen USD-LIBOR nach dem 31. Dezember 2021 einstellen. Alle anderen LIBOR werden nach dem 30. Juni 2023 eingestellt.1

Der häufigste Zeitraum für die Neufestsetzung des variablen Zinssatzes beträgt drei Monate, mit halbjährlichen Zahlungen. Die Zinsberechnungsmethode für die variable Seite ist in der Regel actual/360 für US-Dollar und Euro oder actual/365 für das Britische Pfund, den Japanischen Yen und den Schweizer Franken. Die variablen Zinsen werden über sechs Monate aufgelaufen und aufgezinst, während die festen Zahlungen auf Basis von 30/360 oder 30/365 erfolgen, abhängig von der Währung. Die fälligen Zinsen auf der variablen Seite werden mit denen auf der festen Seite verglichen, und nur die Netto-Differenz wird gezahlt.



Praktisches Beispiel: Wie ein Plain-Vanilla-Swap funktioniert


Bei einem Plain-Vanilla-Zinsswap wählen Unternehmen A und Unternehmen B die Laufzeit, das Kapital, die Währung, den festen Zinssatz, den variablen Referenzindex sowie die Neufestsetzungs- und Zahlungstermine. An den festgelegten Zahlungsterminen während der Laufzeit des Swaps zahlt Unternehmen A an Unternehmen B einen Zinsbetrag, der durch Anwendung des festen Zinssatzes auf das Kapital berechnet wird, und Unternehmen B zahlt an Unternehmen A den Betrag, der sich aus der Anwendung des variablen Zinssatzes auf das Kapital ergibt. Nur die verrechnete Differenz zwischen den Zinszahlungen wechselt den Besitzer.

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