Poolfaktor
Poolfaktor verstehen: Definitionen, Vorteile und Berechnungen
Was ist der Poolfaktor?
Der Poolfaktor ist ein Maß dafür, wie viel des ursprünglichen Darlehenskapitals in einem asset-besicherten Wertpapier (ABS) verbleibt. Der Poolfaktor ist hauptsächlich mit hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS) verbunden, die Hypotheken für Anleger bündeln. Die Hypothekenzahlungen werden an den Anleger weitergegeben, bis das Darlehen zurückgezahlt ist. Ein sich ändernder Poolfaktor hat potenzielle Auswirkungen auf das Risikoprofil eines MBS.
Der Poolfaktor wird als numerischer Faktor zwischen null und eins ausgedrückt, und alle hypothekenbesicherten Wertpapiere beginnen mit einem Poolfaktor von eins. Im Laufe der Zeit bewegen sie sich gegen null, wenn Zahlungen die Hypotheken reduzieren. Wenn 50% des gesamten ursprünglichen Wertes eines MBS zurückgezahlt sind, beträgt der Poolfaktor 0,500. Berechnen Sie den Poolfaktor, indem Sie den aktuellen Kapitalsaldo durch den ursprünglichen Kapitalbetrag teilen.
Wichtige Erkenntnisse
- Der Poolfaktor misst, wie viel des ursprünglichen Darlehenskapitals in einem hypothekenbesicherten Wertpapier (MBS) verbleibt.
- Hypothekenbesicherte Wertpapiere beginnen mit einem Poolfaktor von eins und sinken auf null, wenn Darlehen zurückgezahlt werden.
- Poolfaktoren helfen Anlegern, den Wert und das Risiko hypothekenbesicherter Wertpapiere zu bewerten.
- Monatliche Aktualisierungen des Poolfaktors werden in der Regel von Freddie Mac, Fannie Mae und Ginnie Mae herausgegeben.
- Ein schnellerer als erwarteter Rückgang des Poolfaktors kann auf vorzeitige Rückzahlungen und ein erhöhtes Risiko für Anleger hinweisen.
- Erhalten Sie personalisierte, KI-gestützte Antworten, die auf über 27 Jahren vertrauenswürdiger Erfahrung basieren.
Wie der Poolfaktor den MBS-Wert beeinflusst
Der Poolfaktor für hypothekenbesicherte Wertpapiere wird monatlich von Freddie Mac (FHLMC), Fannie Mae (FNMA) und Ginnie Mae (GNMA) veröffentlicht. Es ist im Wesentlichen ein Maß dafür, wie viel Wert in einem MBS verbleibt. Wenn ein MBS erstellt wird, entspricht der Zahlungsplan einem erwarteten Poolfaktor zu verschiedenen Phasen. Diese Informationen helfen Anlegern, den Wert und das Risiko des MBS vor einer Investition zu bewerten.
Wenn der Poolfaktor schneller als erwartet sinkt, deutet dies auf vorzeitige Hypothekenrückzahlungen hin. Dies kann ein Warnsignal für Anleger sein, da es in der Regel bedeutet, dass weniger Immobilien als Sicherheit für dieses bestimmte MBS dienen, da einige Hypotheken vollständig zurückgezahlt wurden. Weniger Immobilien erhöhen das Risiko eines Hypothekenausfalls.
So berechnen Sie den Poolfaktor von asset-besicherten Wertpapieren
Die Formel lautet wie folgt:
Poolfaktor = Ausstehender Kapitalsaldo / Ursprünglicher Kapitalsaldo
Wenn der ursprüngliche Nennwert eines gepoolten MBS 100.000 $ beträgt und der in diesem Monat veröffentlichte Poolfaktor 0,6325 beträgt, dann beträgt der verbleibende Saldo des Wertpapiers 63.250 $. Diese 63.250 $ sind der aktuelle Nennwert des MBS. Sie können den ursprünglichen Nennwert (100.000 $) ermitteln, indem Sie den aktuellen Nennwert durch den Poolfaktor teilen.
Vorteile der Überwachung des Poolfaktors bei Investitionen
Der Poolfaktor ist einfach zu berechnen, aber ohne Kontext nicht nützlich. Anleger beobachten die Veränderungen des Poolfaktors auf Anzeichen von Problemen in dem Modell, auf dem der MBS basiert.
Anleger und Analysten können den gewichteten durchschnittlichen Kupon (WAC) untersuchen, um die vorzeitigen Rückzahlungseigenschaften des Pools abzuschätzen.
Änderungen der ursprünglichen Annahmen können das geplante Risiko-Rendite-Verhältnis eines strukturierten Wertpapiers durcheinanderbringen. Diese Verschiebung kann wiederum dazu führen, dass das Wertpapier mehr oder weniger wert ist als der Anleger ursprünglich dafür bezahlt hat. Anleger überwachen die Poolfaktoren, um den fairen Marktpreis eines hypothekenbesicherten Wertpapiers zu bewerten.