Pre Ipo Platzierung
Pre-IPO-Platzierungen verstehen: Definition, Prozess und Beispiel Alibaba
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Pre-IPO-Platzierung beinhaltet den privaten Verkauf großer Aktienpakete eines Unternehmens vor dessen Börsengang, typischerweise mit einem Abschlag.
- Diese Pre-IPO-Platzierungen stehen hauptsächlich institutionellen Anlegern wie Private-Equity-Firmen oder vermögenden Privatpersonen zur Verfügung.
- Solche Platzierungen verschaffen Unternehmen notwendige Finanzmittel und verringern die Risiken, dass ein Börsengang nicht den erwarteten Erfolg bringt.
- Anleger profitieren von der Möglichkeit, Aktien zu einem niedrigeren Kurs zu kaufen, wenngleich mit erheblicher Unsicherheit und möglichen Lock-up-Fristen.
- Erhalten Sie personalisierte, KI-gestützte Antworten, basierend auf über 27 Jahren vertrauenswürdiger Expertise.
Was ist eine Pre-IPO-Platzierung?
Eine Platzierung vor dem Börsengang (Pre-IPO) beinhaltet den privaten Verkauf großer Aktienpakete, bevor eine Aktie öffentlich notiert wird. Dieser strategische Schritt hilft jungen Unternehmen, Kapital zu beschaffen und Risiken im Zusammenhang mit ihrem Marktdebüt zu mindern. Typischerweise kaufen institutionelle Anleger wie Private-Equity-Firmen und Hedgefonds diese Aktien mit einem Abschlag. Obwohl risikoreich, entschädigt dieser Abschlag für mögliche Unsicherheiten. Pre-IPO-Platzierungen, die meist vermögenden Privatpersonen vorbehalten sind, verhindern oft durch Lock-up-Fristen schnelle Verkäufe und sorgen so für eine stabile Aktienperformance zu Beginn.
Die Funktionsweise einer Pre-IPO-Platzierung
Aus der Sicht eines jungen Unternehmens ist eine Pre-IPO-Platzierung eine Möglichkeit, vor dem Börsengang Geld zu beschaffen. Sie dient auch dazu, das Risiko zu mindern, dass sich der IPO-Kurs als zu optimistisch erweist und der Kurs unmittelbar nach der Eröffnung nicht steigt. Diese privaten Verkäufe betreffen oft institutionelle Anleger, die dem Unternehmen bei der Unternehmensführung und der Vorbereitung auf den Börsengang helfen.
Käufer erhalten möglicherweise einen Abschlag vom erwarteten IPO-Kurs, der tatsächliche Marktwert ist jedoch unsicher. Tatsächlich erfolgt der Kauf in der Regel ohne Prospekt und ohne Garantie, dass die öffentliche Notierung tatsächlich stattfindet. Der reduzierte Preis ist eine Entschädigung für diese Unsicherheit.
Nur wenige Privatanleger nehmen an Pre-IPO-Platzierungen teil, die vom IRS in der Regel auf eine bestimmte Gruppe beschränkt sind. Diese Anleger sind vermögende Privatpersonen mit fortgeschrittenen Kenntnissen der Finanzmärkte.
Das Unternehmen möchte verhindern, dass private Käufer sofort Aktien verkaufen, wenn die Kurse nach Börseneröffnung in die Höhe schießen. Um dies zu verhindern, wird der Platzierung in der Regel eine Lock-up-Frist beigefügt, die es dem Käufer untersagt, die Aktien kurzfristig zu verkaufen.
Fallstudie: Alibabas Pre-IPO-Erfolg
Viele Anleger waren begeistert vom bevorstehenden Börsengang der Alibaba Group, dem in China ansässigen E-Commerce-Konglomerat, als es im September 2014 ankündigte, an der New Yorker Börse als BABA gelistet zu werden.
Im Vorfeld seines öffentlichen Debüts eröffnete Alibaba eine Pre-IPO-Platzierung für große Fonds und vermögende Privatanleger. Einer der Käufer war Ozi Amanat, ein in Singapur ansässiger Risikokapitalgeber. Er kaufte ein Paket von Pre-IPO-Aktien im Wert von 35 Millionen US-Dollar zu einem Preis von unter 60 US-Dollar pro Aktie und verteilte die Aktien dann an asiatische Investoren, die Verbindungen zu seinem Fonds K2 Global hatten.
Wichtig
Pre-IPO-Platzierungen stehen in der Regel nur vermögenden Privatpersonen mit fundierten Kenntnissen der Finanzmärkte offen.
Anfang November 2020 wurde die Aktie zu über 276 US-Dollar pro Aktie gehandelt.
Man könnte vermuten, dass das Management von Alibaba die Pre-IPO-Platzierung bereut hat. Das von Amanat und anderen Investoren gezahlte Geld stellte jedoch sicher, dass das Unternehmen vor seinem Börsengang über ausreichende Mittel verfügte, und minderte für Alibaba das Risiko, dass der Börsengang nicht so erfolgreich sein würde, wie das Unternehmen erhoffte. Und für Amanats Kunden hat es sich sicherlich ausgezahlt.