top of page

Primärreserven

Primäre Reserven verstehen: Schlüsselrolle bei der Bankenliquidität



Wichtige Erkenntnisse


  • Primärreserven sind die Mindestbestände an Bargeld, die Banken gemäß den US-Vorschriften benötigen.
  • Diese Reserven helfen, die Geldmenge und die verfügbaren Kredite in der Wirtschaft zu bestimmen.
  • Die Federal Reserve passt die Mindestreserveanforderungen an, um die Geldmenge der Wirtschaft zu beeinflussen.
  • Seit März 2020 unterliegen US-Banken keinen bundesstaatlichen Mindestreserveanforderungen mehr, was eine größere Flexibilität bei der Kreditvergabe ermöglichte.
  • Trotz fehlender gesetzlicher Verpflichtung halten Banken Reserven, um Liquiditätsbedarf zu decken und Risiken zu managen.
  • Erhalten Sie personalisierte, KI-gestützte Antworten, die auf über 27 Jahren vertrauenswürdiger Expertise basieren.


Was sind Primärreserven?


Primärreserven sind die Mindestreserven, die eine Bank gesetzlich gegen ihre Einlagen halten muss. Die Reservebestände der Banken helfen, die Geld- und Kreditversorgung in der Wirtschaft zu bestimmen. In den Vereinigten Staaten legt die Federal Reserve den Mindestreservesatz fest. Tatsächlich ist dies eines ihrer geldpolitischen Instrumente. Sie senkt den Mindestreservesatz, um die Geldmenge auszuweiten, und erhöht ihn, um sie zu verknappen.1 Banken handeln manchmal eigenständig (innerhalb gesetzlicher Grenzen), um ihre Reserveniveaus je nach Markt- und Wirtschaftslage sowie der Notwendigkeit, sich gegen Zahlungsausfälle zu schützen, zu ändern.



Die Funktion und Bedeutung von Primärreserven erkunden


Wenn ein Kunde Geld bei einer Bank einzahlt, ist die Bank verpflichtet, einen bestimmten Anteil als Reserve zu halten. Ein Teil der Einlagen wird als liquide Mittel zurückbehalten, während der Rest an Kreditnehmer verliehen oder in weniger liquide Vermögenswerte investiert wird.

Primärreserven werden gehalten, um normale tägliche Abhebungen und insbesondere unerwartete größere Abhebungen oder Runs abzudecken. Sie dienen als Schutz vor einem erheblichen Liquiditätsverlust. Diese Reserven müssen liquider sein als Sekundärreserven, die in marktfähige Wertpapiere wie Staatsanleihen investiert werden können.

Primärreserven bilden die Basis der Kreditpyramide, die durch die Praxis des Mindestreservebankwesens die gesamte Geldmenge in der Wirtschaft ausmacht. Der überwiegende Teil des Geldes in der Wirtschaft besteht aus elektronischen oder anderen Buchungseinträgen, die von den Banken aus dem Nichts geschaffen werden, wenn sie die Einlagen verleihen, die sie gleichzeitig im Namen der Einleger halten. Die Federal Reserve, die als Regulierungsbehörde des Bankensystems fungiert, verlangt von den Banken, einen kleinen Prozentsatz der Kundeneinlagen als liquide Mittel für Auszahlungen bereitzuhalten, und die Banken dürfen nur einen Bruchteil der erhaltenen Einlagen verleihen. Dies bremst die Fähigkeit der Banken, unbegrenzt neues Geld zu schaffen, und stellt für die Banken gleichzeitig Opportunitätskosten dar, da sie Einlagen als Bargeld mit geringer oder keiner Rendite halten.

Durch Erhöhung oder Senkung der Mindestreserven, die Banken halten müssen, kann die Federal Reserve die Kreditbedingungen sowie die verfügbare Geld- und Kreditmenge in der Wirtschaft straffen oder lockern. Banken können auch ihre eigenen Reserven innerhalb der bundesstaatlichen Grenzen erhöhen oder senken, je nachdem, ob sie mehr oder weniger Bargeld benötigen. Wenn viele Banken gleichzeitig mehr Bargeld aufnehmen, um die Forderungen ihrer Einleger und anderer Gläubiger zu erfüllen, indem sie Vermögenswerte verkaufen oder Kredite liquidieren, kann dies die Geldmenge verringern und sich auf die gesamte Wirtschaft auswirken, was zu einer Kreditklemme führt. Wenn die Banken andererseits alle ihre Reserven senken, können sie das verfügbare Kreditvolumen in der Wirtschaft schnell ausweiten, allerdings mit dem Risiko, Kreditblasen und letztlich Inflation oder sogar eine Rezession auszulösen, sobald die Blasen platzen.

Seit März 2020 hat die Federal Reserve jedoch die Mindestreserveanforderungen für alle Depotbanken abgeschafft, um den Banken Liquidität für mehr Kredite an Unternehmen und Haushalte zu verschaffen. Derzeit plant die Fed nicht, in Zukunft wieder Mindestreserven einzuführen.2

De facto müssen Banken jetzt nur noch die Bargeldreserven halten, die sie nach eigenem Ermessen benötigen, um ihre Kundenabhebungen und andere Liquiditätsbedürfnisse zu decken, und sind von der Fed nicht verpflichtet, Bargeld zu halten, wenn sie dies nicht wünschen. Die einzige Einschränkung für Banken ist in diesem Fall das Risiko, dass unzureichende Reserven zu Bankpleiten oder Zahlungsausfällen führen könnten, wenn sie nicht genügend Bargeld haben, um ihre Einleger und anderen Gläubiger zu bezahlen.

Seit der Finanzkrise 2007-08 war diese Marktbeschränkung ohnehin die bindende Mindestreserveanforderung für Banken. Seit 2008 halten Banken Billionen Dollar an kombinierten Überschussreserven über die Fed-Reserveanforderung hinaus.3

bottom of page