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Produktionsexternalität

Produktionsexternalitäten verstehen: Definition, Auswirkungen und Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Produktionsexternalitäten sind unbeabsichtigte Nebenwirkungen industrieller Aktivitäten, die Dritte betreffen.
  • Externalitäten können positiv oder negativ sein und wirken sich auf die Wirtschaft, die Gesellschaft oder die Umwelt aus.
  • Positive Externalitäten kommen Dritten zugute, wie etwa die Bestäubung von Nutzpflanzen durch die Imkerei.
  • Negative Externalitäten schaden Dritten, wie etwa Umweltverschmutzung oder Antibiotikaresistenz.
  • Ökonomen wie A.C. Pigou heben Externalitäten als systemische Probleme hervor, die soziale Kosten beeinflussen.


Was sind Produktionsexternalitäten?


Produktionsexternalitäten sind unbeabsichtigte Nebenwirkungen industrieller Aktivitäten, sei es schädlich wie Umweltverschmutzung oder vorteilhaft wie die Bestäubung von Nutzpflanzen. Ihre Auswirkungen werden durch den Vergleich der privaten Produktionskosten mit den breiteren gesellschaftlichen Kosten oder Gewinnen bewertet – ein Konzept, das vom Ökonomen A.C. Pigou geprägt wurde. Ihr Verständnis unterstützt bessere finanzielle und ökologische Entscheidungen.



Ein tieferer Blick auf Produktionsexternalitäten


Es gibt viele Beispiele für Produktionsexternalitäten, wie Umweltverschmutzung und die Erschöpfung natürlicher Ressourcen.

Ein Holzfällerunternehmen kann die Kosten für einen Baum bezahlen, den es entfernt, aber die Kosten für die Wiederaufforstung eines gesamten Waldes, sobald er verschwunden ist, sind exponentiell höher als die Summe seiner verlorenen Bäume. Staus auf Autobahnen und Gesundheitsprobleme durch das Einatmen von Passivrauch sind weitere Beispiele für Externalitäten in der Produktion. Ein bemerkenswertes Beispiel für ein großes Ökosystem negativer Produktionsexternalitäten ist die Wasserkrise in Flint im Jahr 2019.1

Der britische Ökonom A. C. Pigou war der Erste, der Produktionsexternalitäten als systemisches Phänomen benannte. Pigou argumentierte, dass wir bei Vorhandensein von Externalitäten keine Pareto-Optimalität erreichen, selbst unter vollkommenem Wettbewerb. Wenn Externalitäten vorhanden sind, wird der resultierende soziale Nutzen oder die sozialen Kosten zu einer Kombination aus privaten und externen Nutzen oder Kosten.



Beispiele aus der Praxis für positive Produktionsexternalitäten


Eine positive Produktionsexternalität (auch als "externer Nutzen" oder "externe Ersparnis" oder "vorteilhafte Externalität" bezeichnet) ist der positive Effekt, den eine Aktivität auf einen unbeteiligten Dritten ausübt. Ähnlich wie bei einer negativen Externalität.

Zurück zum Beispiel des Bauern, der Bienen für ihren Honig hält. Ein Nebeneffekt oder eine Externalität dieser Aktivität ist die Bestäubung der umliegenden Nutzpflanzen durch die Bienen. Der durch die Bestäubung erzeugte Wert kann wichtiger sein als der tatsächliche Wert des geernteten Honigs.

Der Bau und Betrieb eines Flughafens kommt lokalen Unternehmen zugute, da die Erreichbarkeit erhöht wird.

Ein Industrieunternehmen, das Erste-Hilfe-Kurse für Mitarbeiter anbietet, um die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Dies kann auch außerhalb der Fabrik Leben retten.

Ein ausländisches Unternehmen, das lokalen Unternehmen moderne Technologien vorführt und deren Produktivität verbessert.



Beispiele aus der Praxis für negative Produktionsexternalitäten


Ähnlich ist eine negative Produktionsexternalität der negative Effekt, den eine Aktivität auf einen unbeteiligten Dritten ausübt.

Lärmbelästigung durch jemanden, der in einem Apartmentgebäude laute Musik spielt, führt zu Schlafmangel bei seinem Nachbarn.

Der verstärkte Einsatz von Antibiotika fördert vermehrte antibiotikaresistente Infektionen.

Die Entwicklung von Krankheiten, insbesondere früh einsetzendem Typ-II-Diabetes und metabolischem Syndrom, als Folge der übermäßigen Verarbeitung von Lebensmitteln durch Unternehmen – vor allem die Entfernung von Ballaststoffen und der Zusatz von Zucker.

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