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Prognosegewinne

Forward-Gewinne verstehen: Definitionen und Kritik



Wichtige Erkenntnisse


  • Forward Earnings sind Analystenschätzungen der zukünftigen Gewinne eines Unternehmens, die oft vom Management vorgegeben werden.
  • Diese Prognosen berücksichtigen zukünftige Umsätze, Margen, Steuersätze und wirtschaftliche Bedingungen.
  • Kritiker argumentieren, dass Forward Earnings aufgrund unsicherer zukünftiger Kennzahlen und wirtschaftlicher Faktoren unzuverlässig sind.
  • Die Vorhersagen der Analysten übertreffen oft die tatsächlichen Gewinne, was auf möglichen Überoptimismus hinweist.


Was sind Forward Earnings?


Forward Earnings sind prognostizierte Unternehmensgewinne, die Anleger verwenden, um die zukünftige Leistung zu bewerten, in der Regel bis zum Ende des Geschäftsjahres. Analysten erstellen diese Prognosen anhand von Finanzdaten und Management-Input, was die Aktienbewertungen beeinflusst, obwohl die Schätzungen oft kritisiert werden, weil die tatsächlichen Ergebnisse stark von den Vorhersagen abweichen können.



Die Bedeutung von Forward Earnings in der Anlageanalyse


Forward Earnings sind für Anleger von Interesse, da Aktienkurse angeblich die zukünftigen Gewinnerwartungen diskontiert auf die Gegenwart widerspiegeln sollen. Historische Gewinne (letzte Periode oder letzte zwölf Monate) liefern je nach Art des Unternehmens und der Branche, der Position im Konjunkturzyklus und dem Zustand der Wirtschaft unterschiedliche Informationsmengen, die zur Bestimmung der Forward Earnings-Zahlen beitragen können.

Zum Beispiel eignet sich ein großes Unternehmen für Konsumgüter des täglichen Bedarfs, das in einer um 3 % gewachsenen Weltwirtschaft kürzlich ein Gewinnwachstum von 4 % pro Aktie (EPS) erzielt hat, für relativ genaue Forward Earnings-Schätzungen. Ein mittelgroßes Technologieunternehmen, das Cloud-Infrastrukturdienste in einer sich schnell verändernden Branche anbietet, eignet sich nicht für durchweg zuverlässige Forward Earnings-Schätzungen.



Wie Analysten Forward Earnings berechnen


Wenn das Management eines Unternehmens eine Gewinnprognose abgibt, wird diese als Ausgangspunkt für einen Analysten verwendet, um einen zukünftigen Gewinn pro Aktie (Forward EPS) zu modellieren. Es wird angenommen, dass das Management am besten in der Lage ist, seine eigenen Zukunftsaussichten zu bewerten. In den meisten Fällen gibt das Management eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr ab und aktualisiert diese Prognose vierteljährlich oder wenn eine wesentliche Änderung seiner Bewertung es zwingt, die Anleger unterjährig zu informieren.

Manchmal gibt das Management einen längerfristigen Ausblick auf seine angemessenen Erwartungen hinsichtlich Umsatzwachstum, Margen, Free Cashflow-Wachstum usw. Analysten, die die Unternehmen abdecken, modellieren dann die Finanzdaten, wenden ihre eigenen Annahmen an und passen die Managementprognosen möglicherweise an (z. B. schrittweise höhere oder niedrigere Betriebsmargen), um zukunftsgerichtete Bewertungskennzahlen wie das zukünftige Kurs-Gewinn-Verhältnis (P/E), das zukünftige Kurs-Umsatz-Verhältnis (P/S) oder den zukünftigen Unternehmenswert zum EBITDA (EV/EBITDA) zu ermitteln.

Diese Bewertungskennzahlen können für Anleger nützlich sein, solange sie sich der Wahrscheinlichkeit der Genauigkeit in Bezug auf die Art des analysierten Unternehmens bewusst sind.



Kritik und Herausforderungen bei der Verwendung von Forward Earnings


Viele Anleger glauben, dass die Wahl einer Anlage auf der Grundlage von Forward Earnings nicht die klügste Methode ist, insbesondere im Vergleich zur Verwendung historischer Gewinne.

Analysten können Daten verwenden, die ihrer Meinung nach korrekt sind, werden aber dennoch nicht in der Lage sein, Zinssätze, Aktienmarktentwicklungen oder Gesetzes- oder Regulierungsänderungen vorherzusagen. Da sie zudem keinen vollständigen Einblick in ein Unternehmen haben, werden sie nicht in der Lage sein, Unternehmensgewinne vorherzusagen, da sie möglicherweise nicht alle Informationen besitzen, um dies korrekt zu tun. Untersuchungen zeigen, dass Forward Earnings im Durchschnitt 10 % höher sind als die realisierten Gewinne, was bedeutet, dass Analysten übermäßig optimistisch sind.

Aus diesen Gründen glauben Kritiker von Forward Earnings, dass das Vertrauen darauf als Anlageindikator Werte vernichten kann, und verlassen sich daher auf historische Gewinne als besseren Maßstab dafür, wo ein Unternehmen im nächsten Jahr stehen wird.

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