Querschnittsanalyse
Querschnittsanalyse erklärt: Definition und Anlageeinblicke
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Querschnittsanalyse vergleicht ein Unternehmen mit seinen Branchenkollegen anhand spezifischer Kennzahlen zu einem einzigen Zeitpunkt.
- Sie identifiziert einzigartige Stärken und Schwächen, die von traditionellen Finanzkennzahlen nicht erfasst werden.
- Analysten verwenden die Querschnittsanalyse zusammen mit der Zeitreihenanalyse für umfassende Bewertungen.
- Diese Methode hilft, fundierte Anlageentscheidungen zu treffen, indem sie vergleichende Stärken hervorhebt.
Was ist eine Querschnittsanalyse?
Die Querschnittsanalyse ist eine Methode zur Bewertung der Leistung eines Unternehmens im Vergleich zu seinen Branchenkollegen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dieser Ansatz hilft zu identifizieren, welche Unternehmen auf der Grundlage wichtiger Kennzahlen, die über die Standard-Finanzberichte hinausgehen, herausragen oder zurückbleiben. Durch das Verständnis der Querschnittsanalyse können Anleger fundiertere Entscheidungen über potenzielle Investitionen treffen und einzigartige Einblicke in die Unternehmensleistung gewinnen.
Die Mechanismen der Querschnittsanalyse
Bei der Durchführung einer Querschnittsanalyse verwendet der Analyst vergleichende Kennzahlen, um die Bewertung, die Verschuldung, die Zukunftsaussichten und/oder die betriebliche Effizienz eines Zielunternehmens zu ermitteln. Dies ermöglicht es dem Analysten, die Effizienz des Zielunternehmens in diesen Bereichen zu bewerten und die beste Anlageentscheidung innerhalb einer Gruppe von Wettbewerbern der gesamten Branche zu treffen.
Analysten führen eine Querschnittsanalyse durch, um besondere Merkmale innerhalb einer Gruppe vergleichbarer Organisationen zu identifizieren, anstatt Beziehungen herzustellen. Oft konzentriert sich die Querschnittsanalyse auf einen bestimmten Bereich, wie z. B. die Kriegskasse eines Unternehmens, um verborgene Stärken und Schwächen in der Branche aufzudecken. Diese Art der Analyse basiert auf der Sammlung von Informationen und versucht, das "Was" anstelle des "Warum" zu verstehen. Die Querschnittsanalyse ermöglicht es einem Forscher, Annahmen zu treffen und dann seine Hypothese mit Forschungsmethoden zu testen.
Querschnittsanalyse vs. Zeitreihenanalyse: Hauptunterschiede
Die Querschnittsanalyse ist eine der beiden übergeordneten Vergleichsmethoden für die Aktienanalyse. Die Querschnittsanalyse betrachtet Daten, die zu einem einzigen Zeitpunkt erhoben wurden, und nicht über einen Zeitraum hinweg. Die Analyse beginnt mit der Festlegung von Forschungszielen und der Definition der Variablen, die ein Analyst messen möchte. Der nächste Schritt ist die Identifizierung des Querschnitts, z. B. einer Gruppe von Vergleichsunternehmen oder einer Branche, und die Festlegung des spezifischen Zeitpunkts, der bewertet wird. Der letzte Schritt ist die Durchführung der Analyse auf der Grundlage des Querschnitts und der Variablen und die Schlussfolgerung zur Leistung eines Unternehmens oder einer Organisation. Im Wesentlichen zeigt die Querschnittsanalyse einem Anleger, welches Unternehmen angesichts der Kennzahlen, die ihm wichtig sind, am besten ist.
Die Zeitreihenanalyse, auch als Trendanalyse bekannt, konzentriert sich auf ein einzelnes Unternehmen im Zeitverlauf. In diesem Fall wird das Unternehmen im Kontext seiner früheren Leistung beurteilt. Die Zeitreihenanalyse zeigt einem Anleger, ob es dem Unternehmen nach den Maßstäben, die ihm wichtig sind, besser oder schlechter geht als zuvor. Oft handelt es sich dabei um Klassiker wie Gewinn pro Aktie (EPS), Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital, freier Cashflow und so weiter. In der Praxis verwenden Anleger in der Regel eine Kombination aus Zeitreihenanalyse und Querschnittsanalyse, bevor sie eine Entscheidung treffen. Zum Beispiel, indem sie sich das EPS im Zeitverlauf ansehen und dann auch den Branchen-Benchmark-EPS überprüfen.
Beispiele aus der Praxis für die Querschnittsanalyse
Die Querschnittsanalyse wird nicht nur zur Analyse eines Unternehmens verwendet; sie kann zur Analyse vieler verschiedener Aspekte eines Unternehmens eingesetzt werden. Zum Beispiel hat eine am 18. Juli 2016 vom Tinbergen Institute Amsterdam (TIA) veröffentlichte Studie die Faktor-Timing-Fähigkeit von Hedgefonds-Managern gemessen. Faktor-Timing ist die Fähigkeit von Hedgefonds-Managern, beim Investieren den Markt richtig zu timen und Marktbewegungen wie Rezessionen oder Expansionen auszunutzen.
Die Studie verwendete eine Querschnittsanalyse und stellte fest, dass die Faktor-Timing-Fähigkeiten bei Fondsmanagern besser sind, die Hebelwirkung zu ihrem Vorteil einsetzen und Fonds verwalten, die neuer, kleiner und agiler sind, mit höheren erfolgsabhängigen Gebühren und einer kürzeren Sperrfrist. Die Analyse kann Anlegern helfen, die besten Hedgefonds und Hedgefonds-Manager auszuwählen.
Das Fama und French Drei-Faktoren-Modell, dem die Identifizierung der Value- und Small-Cap-Prämien zugeschrieben wird, ist das Ergebnis einer Querschnittsanalyse. In diesem Fall führten die Finanzökonomen Eugene Fama und Kenneth French eine Querschnittsregressionsanalyse des Universums der Stammaktien in der CRSP-Datenbank durch.
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