Quote des materiellen gemeinsamen Eigenkapitals
Wie man das materielle Stammkapital (TCE) berechnet und seine Bedeutung
Wichtige Erkenntnisse
- Die TCE-Quote misst die finanzielle Stärke, indem sie das materielle Eigenkapital mit den materiellen Vermögenswerten vergleicht.
- Immaterielle Vermögenswerte wie der Geschäfts- oder Firmenwert werden bei der Berechnung der TCE-Quote ausgeschlossen.
- TCE wird hauptsächlich verwendet, um die finanzielle Lage von Banken und anderen Finanzinstituten zu bewerten.
- Hohe TCE-Quoten weisen auf eine geringere Verschuldung und eine bessere Kapitalausstattung gegenüber potenziellen Verlusten hin.
- Die Quote wurde während der Kreditkrise 2008 zur Beurteilung der Kapitaladäquanz einer Bank bekannt.
Was ist die Tangible Common Equity (TCE) Quote?
Die Tangible Common Equity (TCE) Quote misst die tatsächliche Eigenkapitalstärke eines Unternehmens, indem sie das materielle Stammkapital (Eigenkapital abzüglich immaterieller Vermögenswerte) mit den materiellen Vermögenswerten vergleicht, was insbesondere im Bankwesen wichtig ist.
Durch den Ausschluss immaterieller Werte bietet sie eine klarere Sicht darauf, wie viel Verlust ein Unternehmen absorbieren kann, bevor das Eigenkapital der Aktionäre aufgebraucht ist – eine Kennzahl, die während Finanzkrisen wie 2008 an Bedeutung gewann.
Wie die Tangible Common Equity (TCE) Quote funktioniert
Tangible Common Equity (TCE) wird am häufigsten bei der Bewertung der Lage von Finanzunternehmen wie Banken verwendet. Sie betrachtet nur das physische Kapital eines Unternehmens, um die Fähigkeit eines Finanzinstituts zu bewerten, dieses als Sicherheit zu nutzen und potenzielle Verluste abzudecken.
Die TCE-Quote (TCE geteilt durch den Wert der materiellen Vermögenswerte des Unternehmens) misst daher die Kapitaladäquanz eines Finanzunternehmens oder einer Bank. Wenn das materielle Stammkapital den Wert der physischen Vermögenswerte deutlich übersteigt, könnte das Unternehmen Schwierigkeiten haben, einen großen Verlust durch die Liquidation solcher Vermögenswerte zu bewältigen.
Beachten Sie, dass TCE und die TCE-Quote nicht in den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen (GAAP) verwendet werden, sondern eine Pro-forma-Kennzahl darstellen, die intern von den Finanzverantwortlichen oder der Buchhaltung des Unternehmens genutzt wird, um das eigene Risiko zu verstehen. Analysten und Investoren können dies ebenfalls als Kapitaladäquanzkennzahl verwenden, jedoch in Verbindung mit anderen Maßstäben wie Tier 1 capital sowie Liquiditäts- oder Solvabilitätskennzahlen.
So berechnen Sie die Tangible Common Equity (TCE) Quote
Die Tangible Common Equity Quote wird in zwei Schritten berechnet:
Zunächst wird der Wert des materiellen Stammkapitals des Unternehmens ermittelt. Dieser wird berechnet, indem immaterielle Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) und Vorzugsaktien vom Buchwert des Unternehmens abgezogen werden. Immaterielle Vermögenswerte haben oft einen sehr geringen Liquidationswert. Je nach den Umständen des Unternehmens können Patente für diese Gleichung von den immateriellen Vermögenswerten ausgeschlossen werden, da sie manchmal einen Liquidationswert haben können.
Das materielle Stammkapital wird dann durch die materiellen Vermögenswerte des Unternehmens geteilt, die berechnet werden, indem die immateriellen Vermögenswerte von den Gesamtvermögenswerten abgezogen werden. Dies ergibt die folgende Quote:
Erkenntnisse aus der Tangible Common Equity (TCE) Quote
Tangible Common Equity wird als Schätzung des Liquidationswerts eines Unternehmens betrachtet; es ist das, was nach einer Liquidation des Unternehmens für die Ausschüttung an die Aktionäre übrig bleiben könnte.
Die Tangible Common Equity Quote kann als Maß für die Verschuldung verwendet werden. Hohe Quotenwerte deuten auf eine geringere Verschuldung und einen größeren Anteil an materiellem Eigenkapital im Vergleich zu materiellen Vermögenswerten hin. Diese Quote wurde bei der Bewertung von Banken während der Kreditkrise 2008 populär. Sie wird als Maß dafür verwendet, wie gut eine Bank im Verhältnis zu ihren Verbindlichkeiten kapitalisiert ist und was passiert, wenn sie Vorzugsaktien in Stammaktien umwandelt.