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Referenzrate

Referenzzinssätze verstehen: Wichtige Erkenntnisse und praktische Beispiele



Wichtige Erkenntnisse


  • Ein Referenzzinssatz ist ein Benchmark-Zinssatz, der zur Bestimmung anderer Zinssätze verwendet wird.
  • Gängige Referenzzinssätze sind SOFR, der Prime Rate und Benchmark-US-Staatsanleihen.
  • Referenzzinssätze sind entscheidend bei hypotheken mit variablem Zinssatz und Zinsswap-Transaktionen.
  • Der Secured Overnight Financing Rate (SOFR) ersetzte LIBOR im Jahr 2022 als wichtigen Referenzzinssatz.
  • Hypotheken mit variablem Zinssatz kombinieren einen Referenzzinssatz mit einer festen Marge und beeinflussen die Zahlungen des Kreditnehmers.1


Was ist ein Referenzzinssatz?


Ein Referenzzinssatz ist ein Zins-Benchmark, der zur Festlegung anderer Zinssätze bei Finanztransaktionen verwendet wird. Häufige Beispiele sind der Fed Funds Rate, SOFR, der Prime Rate und Renditen auf US-Staatsanleihen, die weit verbreitet bei Hypotheken und Finanzverträgen wie Zinsswaps sind. Die folgende Diskussion zeigt anhand eines Beispiels, wie Referenzzinssätze in der Praxis funktionieren.



Die Funktionsweise eines Referenzzinssatzes verstehen


Je nach Gestaltung eines Wertpapiers oder Finanzvertrags kann der Referenzzinssatz schwer zu verstehen sein. Schwierigkeiten treten besonders dann auf, wenn der Zinssatz in Form eines Inflations-Benchmarks wie dem Verbraucherpreisindex (CPI) oder als Maß für die wirtschaftliche Gesundheit wie der Arbeitslosenquote oder der Unternehmensausfallrate vorliegt.

Referenzzinssätze stehen im Zentrum einer hypothek mit variablem Zinssatz (ARM). Bei einer ARM setzt sich der Zinssatz des Kreditnehmers aus dem Referenzzinssatz (meist dem Prime Rate) zuzüglich eines festen Zuschlags, der als Marge bezeichnet wird, zusammen. Aus Sicht des Kreditgebers ist der Referenzzinssatz ein garantierter Kreditzins. Mindestens verdient der Kreditgeber stets die Marge als Gewinn. Für den Kreditnehmer können Änderungen des Referenzzinssatzes jedoch deutliche finanzielle Auswirkungen haben. Steigt der Referenzzinssatz plötzlich an, können Kreditnehmer mit variablen Zinssätzen einen drastischen Anstieg ihrer Zahlungen erleben.

Referenzzinssätze bilden auch den Benchmark für einen Zinsswap. Bei einem Zinsswap wird der variable Referenzzinssatz von einer Partei gegen einen festen Zinssatz oder eine Reihe von Zahlungen getauscht. Der Referenzzinssatz bestimmt den variablen Zinsanteil des Vertrags.



Praxisbeispiele für die Anwendung von Referenzzinssätzen


Angenommen, ein Hauskäufer benötigt 40.000 USD, um den Kauf eines neuen Hauses zu finanzieren. Die Bank bietet ein Darlehen mit variablem Zinssatz zu Prime Rate plus 1 % an. Das bedeutet, der Zinssatz für das Darlehen entspricht dem Prime Rate plus 1 %. Wenn der Prime Rate also 4 % beträgt, hat Ihre Hypothek einen Zinssatz von 5 % (4 % + 1 %). In diesem Fall ist der Prime Rate der Referenzzinssatz.

Banken können Ihren Zinssatz „zurücksetzen", wenn sich der Referenzzinssatz ändert. Steigt der Prime Rate, steigt auch Ihr Zinssatz. Sinkt er, sinkt auch Ihr Zahlungssatz. Dies hilft der Bank, Verluste aus Kreditausfällen zu vermeiden. Kreditnehmer profitieren ebenfalls von einer „Zinsanpassung". Sie hilft ihnen, zu viel für ein Darlehen zu zahlen, falls der Prime Rate nach Abschluss des Darlehens sinkt.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) dient als Referenzzinssatz für Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS). Dabei handelt es sich um US-Staatsanleihen, die an die Inflation gekoppelt sind und Anleger schützen. TIPS zahlen halbjährlich Zinsen auf Basis eines festen Zinssatzes, der auf das Kapital angewendet wird. Die Zinsen werden unter Verwendung des angepassten Kapitals und des halben Zinssatzes berechnet. Bei Fälligkeit wird der höhere Betrag aus ursprünglichem oder angepasstem Kapital ausgezahlt.2

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