Regulierungq
Verständnis der Regulation Q: Geschichte, Aufhebung und aktuelle Regeln
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Verordnung Q wurde 1933 erlassen, um Banken daran zu hindern, Zinsen auf Girokonten zu zahlen.
- Geldmarktfonds entstanden als Umgehungslösung für das Zinszahlungsverbot gemäß Verordnung Q.
- Die Verordnung Q wurde 2011 aufgehoben, sodass Banken Zinsen auf Sichteinlagen zahlen dürfen.
- Die Aktualisierung der Verordnung Q aus dem Jahr 2013 stellt sicher, dass Banken auch bei Konjunkturabschwüngen ausreichend Kapital vorhalten.
- Die Fed verwendet die Ergebnisse von Stresstests, um die Kapitalpufferanforderungen für Banken zu bestimmen, die ab 2020 gelten.
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Was ist die Verordnung Q?
Die Verordnung Q wurde 1933 mit der Verabschiedung des Glass-Steagall Act geschaffen. Sie sollte Banken daran hindern, Zinsen auf Einlagen auf Girokonten zu zahlen. Dies führte letztlich zur Entstehung von Geldmarktfonds als Umgehungslösung für das Verbot von Zinszahlungen. Der Federal Reserve Board (FRB) aktualisierte die Verordnung Q im Jahr 2013 und führte Regeln ein, die sicherstellen, dass Banken ausreichend Kapital vorhalten, um trotz Verlusten oder Konjunkturabschwüngen weiterhin Kredite vergeben zu können.
Historische Auswirkungen und Entwicklung der Verordnung Q
Die ursprüngliche Regelung wurde 1933 in Übereinstimmung mit dem Glass-Steagall Act geschaffen, mit dem Ziel, Banken zu verbieten, Zinsen auf Einlagen auf Girokonten zu zahlen. Sie führte auch Obergrenzen für die Zinssätze ein, die auf andere Kontotypen gezahlt werden konnten.1
Der Zweck dieser Maßnahmen bestand darin, spekulatives Verhalten von Banken im Wettbewerb um Kundeneinlagen zu begrenzen, da dies dazu führte, dass Banken nach riskanten Gewinnmöglichkeiten suchten, um die Zinsen auf diese Einlagen zahlen zu können. Dies wurde später allgemein als ein Mittel der Finanzrepression angesehen.
Kurzer Fakt
Die Verordnung Q führte letztlich zur Entstehung von Geldmarktfonds als Umgehungslösung für das Verbot der Zinszahlung.
Die Aufhebung der Verordnung Q: Auswirkungen und Reaktionen
Im Jahr 2011 wurde die Verordnung Q durch den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act aufgehoben, sodass Banken, die Mitglieder des Federal Reserve System (FRS) sind, Zinsen auf Sichteinlagen zahlen dürfen. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Kapitalreserven einer Bank zu erhöhen und folglich etwaige Kreditilliquidität zu mildern – eine der Ursachen der Kreditkrise von 2007–2008.2
Die Reaktion auf die Aufhebung war gemischt. Kritiker behaupteten, dass dies zu einem verstärkten Wettbewerb um Kundeneinlagen führen würde und dass größere Banken besser in der Lage wären, höhere Zinssätze anzubieten, was kleineren Gemeinschaftsbanken schaden würde. Sie führten auch gestiegene Finanzierungskosten und höhere Ausgaben an.
Befürworter hingegen argumentierten, dass die Aufhebung zu innovativeren Produkten, größerer Transparenz und einer stabilen Kapitalquelle führen würde.
Heutige Verordnung Q: Wichtige Anforderungen und Ausnahmen
Im Jahr 2013 erließ die Federal Reserve (Fed) eine aktualisierte Verordnung Q, die sicherstellen soll, dass Banken ausreichend Kapital vorhalten, um unabhängig von Verlusten oder Konjunkturabschwüngen weiterhin Kredite vergeben zu können.3
Wichtig
Bestimmte Institute sind von der Erfüllung der Kapitalanforderungen befreit, darunter Bankholdinggesellschaften mit einer konsolidierten Gesamtaktiva von weniger als 100 Milliarden US-Dollar.
Diese Regeln umfassten eine Mindestquote von 4,5 % für hartes Kernkapital (Common Equity Tier 1) im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva sowie einen Kapitalerhaltungspuffer von 2,5 % des harten Kernkapitals im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva, ferner eine ergänzende Verschuldungsquote von 3 % für große, international tätige Banken, die außerbilanzielle Engagements berücksichtigt.3
Im Jahr 2020 verabschiedete die Fed dann eine endgültige Regel zur Bestimmung der Kapitalpufferanforderung eines Unternehmens und entschied sich dafür, die Ergebnisse eines aufsichtlichen Stresstests zu verwenden, anstelle der statischen Komponente von 2,5 % der risikogewichteten Aktiva.4