Regulierungsvermögenswert
Regulatorische Vermögenswerte verstehen: Definition, Funktion und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Regulatorische Vermögenswerte erlauben es öffentlichen Versorgungsunternehmen, bestimmte Kosten aufzuschieben und sie von der Gewinn- und Verlustrechnung in die Bilanz zu verschieben.
- Diese Vermögenswerte helfen Versorgungsunternehmen, Einnahmen und Ausgaben abzugleichen und Tariferstattungen im Laufe der Zeit zu glätten.
- GASB Statement No. 62 regelt regulatorische Vermögenswerte und erlaubt es, bestimmte Ausgaben aufzuschieben und abzuschreiben.
- Das Ermessen der Regulierungsbehörde bestimmt, welche Ausgaben als Vermögenswerte qualifiziert werden, was eine detaillierte Offenlegung in den Jahresabschlüssen erfordert.
- Ein Beispiel ist Southern California Edison, das Ende 2020 über $8 Milliarden an regulatorischen Vermögenswerten meldete.
Was ist ein regulatorischer Vermögenswert?
Ein regulatorischer Vermögenswert ist eine Kostenposition, die ein öffentliches Versorgungsunternehmen in seine Bilanz verschieben darf, anstatt sie sofort als Aufwand zu verbuchen, was hilft, Einnahmen und Kosten im Laufe der Zeit abzugleichen.
Diese aufgeschobenen Beträge können Brennstoffkosten, Kosten für die Einhaltung von Umweltauflagen oder sturmbedingte Reparaturen umfassen und werden nach Standards wie GASB Statement No. 62 erfasst. Versorgungsunternehmen wie Southern California Edison heben diese Vermögenswerte in ihren Einreichungen hervor, um zu zeigen, wie genehmigte Kosten durch zukünftige Tarife zurückgewonnen werden.
Wie regulatorische Vermögenswerte die Finanzen von Versorgungsunternehmen beeinflussen
Government Accounting Standards Board (GASB) Statement No. 62 regelt die Erfassung regulatorischer Vermögenswerte. Gemäß der Stellungnahme entstehen regulatorische Vermögenswerte, wenn bestimmte Ausgaben als Abgrenzungsposten anstatt als periodische Aufwendungen erfasst werden.1 Diese Ausgaben können Umwelt- und Stilllegungskosten, aufgeschobene Stromkosten, Verluste aus der Stilllegung von Vermögenswerten, außergewöhnliche Reparatur- und Wartungskosten, unrealisierte derivative Verluste, vorzeitige Refinanzierungskosten, Sturmschadenskosten und Kosten der Schuldbegebung umfassen.
Die Regulierungsbehörde hat Ermessensspielraum darüber, welche Ausgaben (und deren Beträge) in die Tarife zur Rückgewinnung für ein öffentliches Versorgungsunternehmen aufgenommen werden können. Hält sie einen Ausgabenposten für nicht erstattungsfähig durch die Tarifzahler, verlangt sie, dass das Unternehmen diesen als Aufwand verbucht, anstatt ihn als regulatorischen Vermögenswert zu erfassen. Beträge, die als regulatorische Vermögenswerte zugelassen werden, müssen über einen erwarteten Zeitraum durch Tarife abgeschrieben werden. GASB-Regeln erfordern eine detaillierte Verfolgung der Ausgaben und ihrer zugehörigen geschätzten Rückgewinnungszeiträume. Jeder regulatorische Vermögenswert muss außerdem in den Jahresabschlüssen eines Versorgungsunternehmens detailliert offengelegt werden.
Praxisbeispiel: Regulatorische Vermögenswerte in der Anwendung
Das Elektrizitätsversorgungsunternehmen Edison International ist die Muttergesellschaft von Southern California Edison (SCE). SCE wies zum 31. Dezember 2020 kurzfristige regulatorische Vermögenswerte in Höhe von $1,314 Millionen und langfristige regulatorische Vermögenswerte in Höhe von $7,120 Millionen in seiner Bilanz aus. Die Aufschlüsselung der regulatorischen Vermögenswerte wird in den Anmerkungen zum Jahresabschluss unter dem Begriff "SCE Regulatory Assets" offengelegt und erläutert.2