Reibungskosten
Verständnis der Reibungskosten bei Finanztransaktionen: Ein vollständiger Leitfaden
Wichtige Erkenntnisse
- Reibungskosten umfassen alle direkten und indirekten Kosten einer Finanztransaktion.
- Die Analyse der Reibungskosten hilft Anlegern, versteckte Gebühren wie Provisionen aufzudecken.
- Die Bewertung der Reibungskosten ist unerlässlich, um Investitionen zu vergleichen und teure Produkte zu vermeiden.
- Robo-Advisors senken Reibungskosten durch den Einsatz von Technologie und die Wahl günstigerer ETFs.
- Die Analyse der Reibungskosten ist entscheidend, um die tatsächlichen Kosten von Kreditprodukten zu bewerten.
Was sind Reibungskosten?
Reibungskosten sind die Gesamtheit aller Kosten – offensichtliche und versteckte –, die für die Durchführung einer Transaktion anfallen. Die Reibungskostenmethode ist die umfassendste Berechnung, die ein Anleger anwenden kann, wenn er erwägt, eine Transaktion durchzuführen. Durch das Verständnis und die Bestimmung der Reibungskosten erfahren Sie, welche Kosten Sie bei jeder Finanztransaktion zu erwarten haben.
Zu den Reibungskosten einer Anlage können Provisionen und eine Vielzahl von Gebühren gehören. Bei einem Hypothekendarlehen können Reibungskosten die Antragsgebühr, Bearbeitungsgebühr, Maklergebühr und mehr umfassen.
Die Funktionsweise von Reibungskosten verstehen
Die Reibungskosten können einem Anleger helfen, eine Transaktion aus allen möglichen Blickwinkeln zu bewerten, um alle direkten und indirekten Kosten zu ermitteln. Anstatt nur auf den oft irreführenden Nennpreis zu achten, ist die Reibungskostenmethode die umfassendste Berechnung, die ein Anleger bei der Prüfung einer potenziellen Transaktion verwenden kann. Die Anwendung der Reibungskostenmethode beim Vergleich von Produkten kann einem Anleger oder Kreditnehmer helfen, fundiertere Entscheidungen zu treffen und teure Produkte auszuschließen, die leicht durch effizientere Anlagen ersetzt werden könnten. Die Reibungskosten sind letztlich das, was die „Endkosten" einer Anlage darstellen. Zwei Anlagen können denselben Preis pro Aktie haben, aber eine hohe Kostenquote bei einer würde die gesamten Reibungskosten dieser Anlage erhöhen.
Wichtige Faktoren bei Reibungskosten
Bei der Berechnung der Reibungskosten einer Anlage wird eine breite Palette von Kosten berücksichtigt. Bei der Anlage in Investmentfonds über einen Full-Service-Broker können Reibungskosten Provisionen und Gebühren sowie die Gesamtanlagesumme umfassen. Ein Anleger kann auch einen subjektiven Wert von den Anlagekosten abziehen, der für die entgangene Recherchezeit steht, die der Anleger nicht aufbringen musste, um die Anlage zu identifizieren. Daher hängt der Gesamtwert der Reibungskosten oft von bestimmten willkürlichen Werten ab, die vom Anleger explizit festgelegt werden.
In diesem Bereich sind die Reibungskosten einer der Haupttreiber für die Entstehung und das Wachstum von Robo-Advisors. Robo-Advisors reduzierten die Reibungskosten durch den Einsatz von Technologie und den Wechsel von Investmentfonds zu ETFs, um niedrigere Kostenquoten und weniger menschliche Arbeitszeit für Beratungs- und Anlagedienstleistungen zu erreichen.
Kreditoptionen durch Reibungskosten analysieren
Alternative Kreditprodukte sind ein wichtiger Bereich für die Anwendung der Reibungskostenberechnungsmethode, um zu finanziellen Entscheidungen zu gelangen. Kreditprodukte umfassen oft eine Vielzahl von Gebühren, die eine Reibungskostenanalyse bei der Due Diligence wichtig machen.
Ein Hypothekendarlehen umfasst beispielsweise mehrere Ausgaben. Die grundlegenden Ausgaben sind das Kapital und die Zinsen, die dem Kreditgeber in monatlichen Raten gezahlt werden. Weitere Kosten in der Reibungskostenanalyse können eine Antragsgebühr, eine Bearbeitungsgebühr, eine Maklergebühr, eine Bewertungsgebühr, eine Kreditauskunftsgebühr, eine Steuerdienstgebühr, eine Underwriting-Gebühr, eine Dokumentenvorbereitungsgebühr, eine Überweisungsgebühr und andere Büroverwaltungsgebühren umfassen. Oft werden diese Gebühren und Finanzierungskosten in einem Punktangebot gebündelt, obwohl sie auch einzeln anfallen können. Die Bewertung nicht nur der Zinsen für ein Hypothekendarlehen, sondern auch seiner Gebühren im Rahmen einer Reibungskostenanalyse kann einem Kreditnehmer helfen, seine Gesamtkosten besser zu verstehen und auch Kosten mit anderen Marktoptionen zu vergleichen.
Die Reibungskostenanalyse kann auch besonders wichtig sein, wenn alternative Kredite in Betracht gezogen werden. Beispielsweise können Kurzzeitkredite Anlegern jährlich bis zu etwa 400 % Zinsen berechnen und gleichzeitig Gebühren enthalten. Wenn man Kapital und Zinsen mit den möglichen Bearbeitungsgebühren, Servicegebühren und anderen Kosten eines Kurzzeitkredits addiert, werden andere Kreditmarktoptionen in der Regel deutlich attraktiver.