Renditeaufnahme
Renditeaufschlag verstehen: Anleiherenditen mit klugen Strategien steigern
Zentrale Erkenntnisse
- Renditesteigerung bedeutet, durch den Tausch einer Anleihe mit niedrigerer Verzinsung gegen eine mit höherer Verzinsung einen höheren Zinssatz zu erzielen.
- Diese Strategie kann die Rendite steigern, birgt jedoch ein höheres Risiko, insbesondere aufgrund längerer Laufzeiten und geringerer Bonität.
- Die Renditesteigerung ist mit dem Risiko-Rendite-Verhältnis verbunden; höhere Renditen deuten oft auf ein höheres Risiko hin.
- Der Ansatz wird üblicherweise durch reine Renditesteigerungs-Swaps umgesetzt, die auf falsch bewertete Anleihen abzielen.
So setzen Sie eine Renditesteigerungsstrategie erfolgreich um
Eine Renditesteigerung ist eine Anlagestrategie, bei der Anleihen mit niedrigeren Renditen gegen Anleihen mit höheren Renditen getauscht werden. Während die zusätzliche Rendite höhere Erträge ermöglicht, geht die Strategie auch mit einem höheren Risiko einher. Eine Anleihe mit niedrigerer Rendite hat in der Regel eine kürzere Laufzeit, während eine Anleihe mit höherer Rendite typischerweise eine längere Laufzeit aufweist. Anleihen mit längeren Laufzeiten reagieren empfindlicher auf Zinsbewegungen an den Märkten. Daher ist ein Anleger bei der Anleihe mit längerer Laufzeit einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.
Darüber hinaus besteht ein positiver Zusammenhang zwischen Rendite und Risiko. Je höher das wahrgenommene Risiko einer Anleihe ist, desto höher ist die von den Anlegern geforderte Rendite, um sie zum Kauf der Anleihe zu bewegen. Anleihen mit einem höheren Risiko haben eine geringere Bonität als Anleihen mit niedrigerem Risiko. Bei einer Renditesteigerung ist daher ein gewisses Risiko involviert, da die Anleihe mit der höheren Rendite oft eine geringere Bonität aufweist.
Ein Beispiel: Ein Anleger besitzt eine Anleihe der Firma ABC mit einer Rendite von 4 %. Der Anleger kann diese Anleihe verkaufen und im Gegenzug eine Anleihe der Firma XYZ mit einer Rendite von 6 % erwerben. Die Renditesteigerung für den Anleger beträgt 2 % (6 % - 4 % = 2 %). Diese Strategie kann entweder von einem höheren Kupon oder einer höheren Rendite bis zur Fälligkeit (YTM) oder von beidem profitieren. Anleihen mit einem höheren Ausfallrisiko haben oft höhere Renditen, was eine Renditesteigerungsstrategie riskant macht. Idealerweise würde eine Renditesteigerung Anleihen mit demselben Rating oder Kreditrisiko umfassen, auch wenn dies nicht immer der Fall ist.
Renditesteigerung und Anleihen-Swaps: Was Sie wissen müssen
Die Renditesteigerungsstrategie basiert auf dem reinen Renditesteigerungs-Swap, der vorübergehend falsch bewertete Anleihen ausnutzt: Dabei werden Anleihen gekauft, die im Vergleich zu gleichartigen Anleihen im Portfolio unterbewertet sind, was eine höhere Rendite bietet, und solche verkauft, die im Portfolio überbewertet sind, was folglich eine niedrigere Rendite bietet. Der Swap beinhaltet den Tausch von Anleihen mit niedrigerem Kupon gegen Anleihen mit höherem Kupon, was das Wiederanlagerisiko für den Anleger bei sinkenden Zinsen erhöht, da die Anleihe mit hohem Kupon wahrscheinlich vom Emittenten „gekündigt“ wird. Es besteht auch ein gewisses Risiko, wenn die Zinsen steigen. Steigen beispielsweise die vorherrschenden Zinsen in der Wirtschaft während der Transaktion oder während der Haltedauer der Anleihe, kann der Anleger einen Verlust erleiden.
Die Renditesteigerungsstrategie wird einfach zur Erzielung höherer Renditen eingesetzt. Der Anleger muss nicht spekulieren oder die Entwicklung der Zinssätze vorhersagen. Diese Strategie führt zu lohnenden Gewinnen, wenn sie richtig und zum richtigen Zeitpunkt umgesetzt wird.
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