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Restlaufzeit

Die Anleihenrestlaufzeit verstehen: Definitionen und wichtige Beispiele



Was ist die Restlaufzeit?


Die Restlaufzeit einer Anleihe ist der Zeitraum, in dem Anleger Zinsen verdienen, bevor der Emittent das Kapital bei Fälligkeit zurückzahlt. Die Laufzeiten variieren (kurz-, mittel- oder langfristig) und können durch Kündigungs- oder Rückgabeklauseln beeinflusst werden. Beispielsweise zeigen die langfristigen Anleihen von Disney, wie verlängerte Laufzeiten höhere Renditen, aber auch ein größeres Zinsänderungsrisiko bieten können.



Wichtige Erkenntnisse


  • Die Restlaufzeit einer Anleihe ist die Zeit, in der sie Zinsen zahlt, bis der Eigentümer das Kapital zurückerhält.
  • Längere Restlaufzeiten führen oft zu höheren Zinssätzen und geringerer Preisvolatilität.
  • Die Restlaufzeit kann geändert werden, wenn eine Anleihe eine Kündigungs-, Rückgabe- oder Umwandlungsklausel enthält.
  • Langfristige Anleihegläubiger sind Zinsänderungsrisiken ausgesetzt, erzielen aber typischerweise höhere Renditen.
  • Anleihen werden basierend auf ihrer Restlaufzeit als kurzfristig, mittelfristig oder langfristig kategorisiert.


Wie die Restlaufzeit Anleihenpreise und Zinssätze beeinflusst


Im Allgemeinen führen längere Restlaufzeiten zu höheren Zinssätzen und geringerer Preisvolatilität im Sekundärmarkt für Anleihen. Zudem ist der Unterschied zwischen dem Kaufpreis und dem Rückzahlungswert (auch als Nennwert oder Nennbetrag bezeichnet) umso größer, je weiter eine Anleihe von ihrem Fälligkeitsdatum entfernt ist.

Andere Faktoren wie die Bonität des Emittenten können ebenfalls den Unterschied zwischen dem Preis einer Anleihe und ihrem Nennwert beeinflussen. Weitere Faktoren sind unter anderem, ob die Anleihe "kündbar" ist.



Umgang mit Zinsänderungsrisiken bei Anleihen


Der Zinssatz für langfristige Anleihen ist höher, um das Zinsänderungsrisiko auszugleichen, das der Anleger eingeht. Der Anleger bindet sein Geld langfristig und riskiert, eine bessere Rendite zu verpassen, wenn die Zinssätze steigen. Der Anleger muss entweder auf die höhere Rendite verzichten oder die Anleihe mit Verlust verkaufen, um das Geld zu einem höheren Zinssatz wieder anzulegen.



Wichtig


Die Restlaufzeit ist ein Faktor für den Zinssatz, der auf eine Anleihe gezahlt wird. Je länger die Laufzeit, desto höher die Rendite.

Eine kurzfristige Anleihe zahlt relativ weniger Zinsen, bietet dem Anleger jedoch Flexibilität. Das Geld wird innerhalb eines Jahres oder weniger zurückgezahlt und kann zu einem neuen, höheren Zinssatz angelegt werden.1

Auf dem Sekundärmarkt basiert der Wert einer Anleihe auf ihrer verbleibenden Rendite bis zur Fälligkeit sowie auf ihrem Nennwert.



Faktoren, die die Restlaufzeit einer Anleihe verändern


Bei vielen Anleihen ist die Restlaufzeit festgelegt. Die Restlaufzeit kann jedoch geändert werden, wenn die Anleihe eine Kündigungsklausel, eine Rückgabeklausel oder eine Umwandlungsklausel enthält:

Eine Kündigungsklausel ermöglicht es einem Unternehmen, eine Anleihe vor Ablauf ihrer Restlaufzeit zurückzuzahlen. Ein Unternehmen könnte dies tun, wenn die Zinssätze fallen, da es vorteilhaft ist, die alten Anleihen zurückzuzahlen und neue zu einem niedrigeren Zinssatz auszugeben.

Eine Rückgabeklausel ermöglicht es dem Eigentümer, die Anleihe zum Nennwert zurückzuverkaufen, oft um Mittel für andere Investitionen freizusetzen.

Eine Umwandlungsklausel ermöglicht es dem Eigentümer einer Anleihe, sie in Aktien des Unternehmens umzuwandeln.



Praxisbeispiel: Disneys Anleiheemission und Restlaufzeit


Die Walt Disney Company nahm im September 2019 durch den Verkauf von Anleihen 7 Milliarden Dollar ein.

Das Unternehmen gab neue Anleihen mit sechs Restlaufzeiten in kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Versionen aus. Die langfristige Version war eine 30-jährige Anleihe, die 0,95 % mehr zahlt als vergleichbare Treasury-Anleihen.

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