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Restzins

Restinteresse: Was es ist, wie es funktioniert, Beispiel



Was ist Residualzins?


Der Begriff Residualzins bezieht sich auf Zinsen, die auf einem verzinslichen Konto wie einer Kreditkarte, einem Darlehen, einer Kreditlinie oder einer Hypothek anfallen können. Kreditkarten-Residualzinsen werden normalerweise für Beträge berechnet, die zwischen Abrechnungszeiträumen anfallen. In diesem Fall kann man auch von nachlaufenden Zinsen sprechen. Der Begriff kann auch auf Zinszahlungen angewendet werden, die Anleger in einem strukturierten Kreditanlageprodukt erhalten.



Wichtige Erkenntnisse


  • Residualzinsen werden in der Regel für Beträge berechnet, die zwischen Abrechnungszeiträumen anfallen.
  • Obwohl Verbraucher ihr Guthaben begleichen können, kann ihnen aufgrund der täglichen Zinsabgrenzung auf der nächsten Abrechnung eine geringe Zinsbelastung entstehen.
  • Residualzinsen werden auch an Anleger gezahlt, wenn sie in strukturierte Kreditprodukte wie einen Real Estate Mortgage Investment Conduit (REMIC) investieren.
  • Es gibt Residualzins-Kreditkarten, aber Residualzins ist jeder Zins, der auf einem verzinslichen Konto wie einer Kreditkarte, einem Darlehen, einer Kreditlinie oder einer Hypothek anfällt.


Residualzinsen verstehen


Während Kreditnehmer bei revolvierenden Kreditkonten nur zur Zahlung eines monatlichen Mindestbetrags verpflichtet sind, entscheiden sich viele Kreditnehmer dafür, ihren ausstehenden Saldo vollständig zu begleichen. Die vollständige Zahlung des Saldos auf einem Kreditkonto, wie er in einer monatlichen Abrechnung aufgeführt ist, kann eine gute finanzielle Gewohnheit sein. Aber nur weil Verbraucher ihre Guthaben vollständig begleichen, können sie dennoch Zinsen unterliegen. Hier kommt der Residualzins ins Spiel.

Wie oben erwähnt, handelt es sich bei Residualzinsen um Zinsen, die auf einen Saldo erhoben werden, der zwischen dem Abrechnungsdatum und dem Fälligkeitsdatum der Zahlung anfällt. Personen, die ihre Konten nicht vollständig begleichen und monatlich einen Saldo mit sich führen, unterliegen Zinsbelastungen. Sogar diejenigen, die glauben, ihren Saldo beglichen zu haben, können mit Residualzinsen belastet werden. Hier ist der Grund.

Die meisten Kreditkonten berechnen täglich Zinsen auf Salden. Die Standardberechnung teilt in der Regel den effektiven Jahreszins (APR) durch 365 Tage, um einen täglichen Zinssatz zu erhalten. Während ein Kreditnehmer sich dafür entscheiden kann, dem Kreditgeber den ausstehenden Saldo aus seiner monatlichen Abrechnung zu zahlen, muss er verstehen, dass wahrscheinlich bis zum Tag des Zahlungseingangs täglich Zinsen anfallen.



Beispiel für Residualzinsen


In der Regel erhält ein Kreditnehmer seine Abrechnung erst ein oder zwei Tage nach dem Abschlussdatum, und es kann weitere vier bis fünf Tage dauern, bis er den angegebenen ausstehenden Saldo begleicht. Dies kann zu etwa einer Woche täglich anfallender Zinsen auf den Kreditsaldo führen – die Residualzinsen. Ein Kreditkontokunde kann also seinen Saldo begleichen, aber dennoch mit einer geringen Zinsbelastung auf seiner nächsten Abrechnung konfrontiert werden, da bis zum Zeitpunkt der Zahlung täglich Zinsen anfallen.



Wichtig


Verbraucher sollten sich an ihren Kreditgeber wenden, um den vollständigen Kontostand inklusive Abschlusszinsen zu erfragen, um den genauesten Auszahlungsbetrag zu erhalten.



Residualzinsen und strukturierte Kreditprodukte


Residualzinsen sind auch eine Art von Zinsen, die Anleger beim Investieren in strukturierte Kreditprodukte wie einen Real Estate Mortgage Investment Conduit (REMIC) erhalten können. Ein REMIC ist ein strukturiertes Hypothekenprodukt, das entweder Wohn- oder Gewerbehypotheken in einem Zweckvehikel für Anleger bündeln kann.

REMICs sind in der Regel mit mehreren Tranchen strukturiert, die unterschiedliche Zinssätze an Anleger zahlen. In einigen Fällen kann eine REMIC-Tranche so strukturiert sein, dass sie einen nicht näher bezeichneten Zinsbetrag auszahlt. Dieser Zins würde auf dem verfügbaren Cashflow basieren, nachdem Tranchen mit höherer Priorität bedient wurden.

Daher können einige REMIC-Anleger Residualzinszahlungen erhalten, nachdem alle erforderlichen regulären Zinsen an Anleger in Tranchen mit höherer Priorität gezahlt wurden. In diesem Fall funktionieren Residualzinsen ähnlich wie Stammaktien: Vorzugsaktionäre erhalten alle erforderlichen Dividenden, bevor ein verbleibender Betrag unter den Stammaktionären aufgeteilt wird.



Besondere Überlegungen


Einige Kreditkartenunternehmen gewähren eine tilgungsfreie Zeit (Grace Period), die den Kontoinhabern eine bestimmte Frist einräumt, einen Saldo ohne Zinsanfall zu begleichen. Tilgungsfreie Zeiten sind oft mit Konten verbunden, die jeden Monat vollständig ausgeglichen werden. Die Bedingungen für eine tilgungsfreie Zeit sind oft in der Karteninhabervereinbarung einer Bank oder eines Kreditkartenunternehmens festgelegt.

Die zunehmende Nutzung von Technologie hat die Echtzeitberechnung von Zinsen und die Einsicht in Salden durch Kreditnehmer ermöglicht, um ihre Salden in Echtzeit zu begleichen. Die Kreditnehmer sind dann in der Lage, in Echtzeit zu zahlen, um Residualzinsen zu vermeiden.

Verbraucher sollten bedenken, dass sie, auch wenn sie ihren Rechnungssaldo beglichen haben und glauben, der Kreditkartenfirma nichts mehr zu schulden, nachfolgende Rechnungen nicht ignorieren sollten. Diese können etwaige geschuldete Residualzinsen enthalten. Wenn man nachlaufende Zinsen nicht verfolgt und bezahlt, kann dies zu negativen Einträgen in der Kreditauskunft und zu Verspätungsgebühren führen. Um kreditbezogene Probleme zu vermeiden, sollten Verbraucher ihren Kreditgeber um den vollständigen Kontostand inklusive Abschlusszinsen bitten, um den genauesten Auszahlungsbetrag zu erhalten.

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