Retrozession
Retrocession verstehen: Arten, Beispiele und Kritiken
Was ist eine Retrocession?
Retrocessionsgebühren sind Zahlungen, wie Kickbacks oder Bestandsprovisionen, die Vermögensverwalter an Berater oder Vertriebspartner für die Förderung von Finanzprodukten zahlen. Diese Gebühren, die häufig aus Kundengeldern stammen, können Interessenkonflikte hervorrufen, indem sie Berater dazu anreizen, Produkte auf Basis der Vergütung statt des Kundennutzens zu empfehlen.
Häufige Formen umfassen Depotbank- und Handelsgebühren. Die Praxis hat in der Finanzbranche Kontroversen ausgelöst, da Bedenken hinsichtlich Transparenz und Unparteilichkeit der Berater bestehen.
Wichtige Erkenntnisse
- Retrocessionsgebühren sind Kickbacks, die von Dritten an Vermögensverwalter oder Berater gezahlt werden.
- Diese Gebühren sind umstritten, da sie Berater dazu beeinflussen können, bestimmte Produkte zu empfehlen.
- Retrocessionsvereinbarungen umfassen Depotbank-, Handels- und Finanzproduktkäufe.
- Kritiker argumentieren, dass Retrocessionsgebühren zu einem Interessenkonflikt führen können.
- Ein SEC-Fall gegen JPMorgan aus dem Jahr 2015 machte das Problem nicht offengelegter Retrocessionsgebühren deutlich.
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Wie Retrocession in der Finanzwelt funktioniert
Retrocessionsgebühren sind Provisionen, die ein Dritter an einen Vermögensverwalter oder einen anderen neuen Geldverwalter zahlt. Beispielsweise zahlen Banken oft Retrocessionsgebühren an Vermögensverwalter, die mit ihnen zusammenarbeiten. Die Bank wird die Verwalter ermutigen und entschädigen, dass sie Geschäfte zur Bank bringen. Banken können auch Retrocessionsgebühren von Dritten erhalten, wie z. B. von Investmentfonds, für den Vertrieb oder die Förderung bestimmter Finanzprodukte.
Einige betrachten Retrocessionsgebühren als fragwürdig, da sie Banken oder Verwalter dazu verleiten könnten, Produkte vorzuschlagen, die nicht im besten Interesse der Kunden liegen. Dieser Vorschlag eines Anlageprodukts, bei dem der Berater eine Retrocession erhält, erscheint von Natur aus problematisch. Das vorgeschlagene Produkt ist jedoch in der Regel für den Kunden geeignet, da es sich meist um hochwertige Anlageprodukte wie Investmentfonds handelt. Dennoch bleiben Motivationsprobleme bestehen. Wenn zwei ähnliche Produkte existieren, eines mit einer Gebühr, könnten Berater durch die Vergütung beeinflusst werden.
Verschiedene Arten von Retrocessionsgebühren erklärt
Retrocessionsgebühren beziehen sich in der Regel auf wiederkehrende Vergütungen, im Gegensatz zu einer einmaligen Zahlung. Eine einmalige Zahlung wird allgemein als Finderlohn, Vermittlungsgebühr oder Akquisitionsprovision bezeichnet.
Es gibt drei Arten von Retrocessionsgebühren:
Depotbankgebühren fallen an, wenn ein Verwalter dafür bezahlt wird, neue Kunden und deren Gelder zur Depotbank zu bringen. Bei häufigen Wechseln der Dienstleisterverbindung kann ein Vermögensverwalter Retrocessionsgebühren generieren, die ihm finanziell nutzen, aber nicht unbedingt seinem Kunden.
Handelsretrocessionsgebühren sind Vergütungen für verschiedene Handelsgeschäfte, wie den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Je mehr Verkäufe stattfinden, desto höher werden die Retrocessionsgebühren. Da die meisten Geschäfte eine Maklergebühr für die Transaktion beinhalten, die der Kunde zahlen muss, kann dies wiederum dem Geldverwalter zugutekommen.
Retrocessionsgebühren für den Kauf von Finanzprodukten sind Teil der wiederkehrenden Gesamtkostenquote (TER), die Kunden zahlen müssen und die bei Investmentfonds üblich ist. Diese wiederkehrenden Beträge fließen an den Kundenakquisiteur zurück. Da die Gesamtkostenquote dem Kunden jedes Jahr in Rechnung gestellt wird, erhält der Akquisiteur jedes Jahr Retrocessionsgebühren als wiederkehrende Provisionen.
Retrocession in der Praxis: Ein reales Beispiel
Im Jahr 2015 einigte sich JP Morgan mit der Securities and Exchange Commission (SEC) auf einen Vergleich in Höhe von 267 Millionen Dollar. Die SEC gab an, dass JP Morgan Dritt-Hedgefonds auf der Grundlage der Bereitschaft der Hedgefonds-Manager auswählte, Gebühren an eine Banktochter zu zahlen. In diesen Fällen informierte die Bank die Kunden nicht darüber, dass sie die Investmentfonds bevorzugte, die bereit waren, ihre Lizenzgebühren zu teilen, und deutete stattdessen keine besondere Vorliebe an.1 Laut Forbes war der JP-Morgan-Vergleich das erste Mal, dass der Begriff Retrocession US-Investoren vorgestellt wurde.