Reverse Greenshoe
Die Reverse-Greenshoe-Option bei IPOs verstehen
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Reverse-Greenshoe-Option wird bei Börsengängen eingesetzt, um die Aktienkurse nach dem Börsengang zu stabilisieren.
- Sie funktioniert, indem sie es den Emissionsbanken ermöglicht, Aktien zum Marktpreis zu kaufen und zu einem höheren Preis an die Emittenten zu verkaufen.
- Dies erzeugt Kaufdruck und verhindert, dass die Aktienkurse nach einem Börsengang zu stark fallen.
- Reverse-Greenshoe-Optionen sind eine Art Put-Option, im Gegensatz zu Call-Optionen bei einem regulären Greenshoe.
- Die Securities and Exchange Commission führte den Reverse Greenshoe ein, um die Effizienz des IPO-Marktes zu verbessern.
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Was ist eine Reverse-Greenshoe-Option?
Eine Reverse-Greenshoe-Option, auch als Mehrzuteilungsoption bekannt, ist ein Instrument zur Preisstabilisierung bei Börsengängen (IPO), das eine Put-Option-Struktur verwendet, im Gegensatz zu einem traditionellen Greenshoe, der wie ein Call aufgebaut ist, um den Emissionsbanken zu helfen, die Volatilität nach dem Börsengang zu begrenzen, sobald die Aktie zu handeln beginnt. Der Ansatz geht auf Green Shoe Manufacturing (der Ursprung des Namens "Greenshoe") zurück und unterliegt den SEC-Regeln, die die Stabilisierung nach der Emission regeln.
Wie Reverse-Greenshoe-Optionen Aktienkurse stabilisieren
Bei einem Börsengang übernimmt die federführende Emissionsbank in der Regel die Verantwortung dafür, dass der Kurs des neu notierten Wertpapiers in den Wochen nach dem Börsengang in angemessenen Grenzen bleibt. Um dies zu erreichen, enthält die Emissionsvereinbarung eine Klausel, die es der Emissionsbank erlaubt, Aktien vom Emittenten zu kaufen oder zu verkaufen, um die Volatilität des Aktienkurses zu dämpfen.
Bei einer typischen Greenshoe-Option geschieht dies durch eine Call-Option, die vom Emittenten oder den Hauptaktionären geschrieben wird und es der Emissionsbank erlaubt, einen bestimmten Prozentsatz der ausgegebenen Aktien zu einem niedrigeren Preis zu kaufen, um eine während der Emission eingegangene Short-Position zu decken.
Im Gegensatz dazu besteht eine Reverse-Greenshoe-Option aus einer Put-Option, die vom Emittenten oder den Hauptaktionären geschrieben wird und es der Emissionsbank erlaubt, einen bestimmten Prozentsatz der ausgegebenen Aktien zu einem höheren Preis zu verkaufen, falls der Marktpreis der Aktie fällt.
Wichtig
Die Securities and Exchange Commission (SEC) führte diese Option ein, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des IPO-Kapitalbeschaffungsprozesses zu verbessern.
Praktisches Beispiel einer Reverse-Greenshoe-Option
Angenommen, der IPO-Preis wird auf 20 USD pro Aktie festgelegt, und der Emissionsbank wird eine "Reverse-Greenshoe"-Put-Option mit einem Ausübungspreis von 20 USD pro Aktie gewährt. Wenn der Aktienkurs nach dem Börsengang auf 10 USD pro Aktie fällt, könnte die Emissionsbank Aktien zum Marktpreis von 10 USD kaufen und dann ihre Put-Option ausüben, um diese Aktien zum Preis von 20 USD pro Aktie an den Emittenten zurückzuverkaufen. Durch den Kauf am offenen Markt würde die Emissionsbank dazu beitragen, den Abwärtstrend des Aktienkurses nach dem Börsengang abzumildern.
Ursprung und Entwicklung der Reverse-Greenshoe-Option
Der Begriff "Greenshoe" stammt von der Green Shoe Manufacturing Company, heute bekannt als Stride Rite Corporation. Das 1919 gegründete Unternehmen Green Shoe war das erste Unternehmen, das die sogenannte Greenshoe-Klausel in seine Emissionsvereinbarung aufnahm. Technisch gesehen lautet der rechtliche Name dieser Klausel "Mehrzuteilungsoption", da den Emissionsbanken zusätzlich zu den ursprünglich angebotenen Aktien weitere Aktien zur Verfügung gestellt werden. Diese Option ist die einzige Möglichkeit, mit der eine Emissionsbank eine Neuemission nach Festlegung des Angebotspreises legal stabilisieren kann.