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Richard Stone

Richard Stone: Die Reise des Ökonomen von Cambridge zum Nobelpreisträger



Wichtige Erkenntnisse


  • Richard Stone war ein Pionier bei der Entwicklung von Systemen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.
  • Er erhielt 1984 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Arbeit.
  • Stones Methode der doppelten Buchführung standardisierte die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen weltweit.
  • Er war Mitbegründer des Cambridge Growth Project zur Untersuchung der britischen Wirtschaft.
  • Stones Arbeit an einer Social Accounting Matrix beeinflusste die globale Wirtschaftsanalyse.
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  • Richard Stone war ein keynesianischer Ökonom und Pionier bei der Entwicklung von Systemen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Er erhielt den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für die Standardisierung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auf Basis der doppelten Buchführung. 1962 gründete Stone zusammen mit Alan Brown das Cambridge Growth Project, in dem sie die Verwendung einer Social Accounting Matrix (SAM) entwickelten, die den Fluss aller wirtschaftlichen Transaktionen abbildet. Sir Richard Stone wurde 1978 von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Er starb am 6. Dezember 1991.


Frühes Leben und Ausbildung


Richard Stone wurde am 30. August 1913 in London, England, geboren. Er erwarb 1935 einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Cambridge. Als Mitglied des Political Economy Club am King's College studierte Stone zusammen mit dem Ökonomen John Maynard Keynes.

Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Ökonom im Central Economic Information Service der Offices of the War Cabinet. 1945 wurde Stone zum Direktor der Abteilung für angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Cambridge ernannt, wo er bis 1980 als Professor tätig war.



Richard Stones Innovationen in der doppelten Buchführung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung


Stone war der erste Ökonom, der die doppelte Buchführung in die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen integrierte. Allgemein als Bilanzausgleich bezeichnet, erfordert diese Methode, dass jeder Ertragsposten in einer Bilanz durch einen entsprechenden Aufwand ausgeglichen wird.

Als Mitglied des Central Economic Information Service der Offices of the War Cabinet im Jahr 1940 unterstützte Richard Stone den späteren Nobelpreisträger James Meade bei der Erhebung der wirtschaftlichen Lage des Vereinigten Königreichs während des Zweiten Weltkriegs.

Das Duo entwickelte die erste nationale Buchführung der Wirtschaftsstatistiken des Vereinigten Königreichs, die alle staatlichen Einnahmen und Ausgaben detailliert auflistete. Unter der Leitung von John Maynard Keynes lieferte ihr Whitepaper mit dem Titel „An Analysis of the Sources of War Finance and an Estimate of the National Income and Expenditure in 1938 and 1940“ einen Rahmen, der den Beginn einer nationalen Buchführung markierte.1

Richard Stones Methode zur Messung von Investitionen, Staatsausgaben und Konsum auf nationaler Ebene trug zur Definition des System of National Accounts (SNA) bei, dem internationalen Standard zur Messung der Wirtschaftsaktivität eines Landes. Seit 1947 wird das SNA weltweit angewendet und von internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen genutzt.2



Richard Stones einflussreiche Beiträge zur Wirtschaftsbuchführung


1962 gründete Richard Stone zusammen mit Alan Brown das Cambridge Growth Project. Mithilfe von Wirtschaftsstatistiken und Ökonometrie erstellte das Team eine umfassende Studie der britischen Wirtschaft in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Cambridge Growth Project standardisierten Stone und Brown die Verwendung einer Social Accounting Matrix (SAM), die den Fluss aller wirtschaftlichen Transaktionen innerhalb einer Volkswirtschaft abbildet. Es handelt sich um eine Matrixdarstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen eines bestimmten Landes, die erweitert werden kann, um nicht-nationale Buchführungsströme für eine gesamte Region zu erfassen.3

1970 wurde Stone Vorsitzender des Faculty Board of Economics and Politics an der Universität Cambridge. Von 1978 bis 1980 war er Präsident der Royal Economic Society.4



Wie beeinflusste Richard Stone die globalen Buchführungsstandards?


Richard Stone half bei der Definition des System of National Accounts. Das SNA ist für die Anwendung durch alle Länder in allen Phasen der wirtschaftlichen Entwicklung vorgesehen und bietet einen Rahmen zur Berechnung von Wirtschaftsstatistiken sowie eine Methode zur Verwaltung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.2



Wie beeinflusste Richard Stones statistische Arbeit im Vereinigten Königreich andere Nationen?


Das Cambridge Growth Project von Richard Stone untersuchte die britische Wirtschaft mithilfe seiner Social Accounting Matrix (SAM), einer Matrixdarstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Vereinigten Königreichs. Diese Methode ließ sich jedoch global übertragen und verschaffte jeder Nation einen Überblick über ihre Wirtschaft mittels Input-Output-Analyse.



Was war Richard Stones Publikation „Trends“?


Richard Stones erste Analysen der britischen Wirtschaftslage wurden in Trends detailliert beschrieben, einer kleinen Londoner Publikation, für die Stone regelmäßig und früh in seiner Karriere schrieb. Stone behandelte Themen wie Beschäftigung, Produktion, Konsum, Einzelhandel, Investitionen und Außenhandel.5

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