Risikotoleranz
Was ist Risikotoleranz, und warum ist sie wichtig?
Was ist Risikotoleranz?
Der Begriff Risikotoleranz beschreibt, wie wohl Sie sich mit dem Gedanken fühlen, kurzfristig Geld zu verlieren, um langfristig mit Ihren Investitionen eine höhere Rendite zu erzielen. Es ist eine wichtige Komponente beim Investieren, da sie oft bestimmt, welche Art von Anlagen Sie wählen. Anleger mit einer höheren Risikotoleranz investieren oft in stark volatile Vermögenswerte wie Aktien und Aktienfonds, während diejenigen mit einer niedrigen Risikotoleranz möglicherweise Anleihen und andere festverzinsliche Vermögenswerte wählen. Ihr Alter, Ihre Anlageziele und Ihr Einkommen können zu Ihrer Risikotoleranz beitragen.
Wichtige Erkenntnisse
- Ihre Risikotoleranz ist Ihre Bereitschaft, kurzfristige Verluste bei Ihren Investitionen in Kauf zu nehmen, um langfristig größere Gewinne zu erzielen.
- Stark volatile Vermögenswerte wie Aktien tragen ein höheres Risiko, während Anleihen und andere konservative Anlagen mit einem geringeren Risiko verbunden sind.
- Faktoren wie Ihr Alter, Ihre Anlageziele und Ihr Einkommen tragen zu Ihrer Risikotoleranz bei.
- Investopedia / Michela Buttignol
Risikotoleranz verstehen
Alle Anlagen sind mit einem gewissen Risiko verbunden, und die Kenntnis des eigenen Risikotoleranzniveaus hilft Anlegern, ihr gesamtes Portfolio zu planen und zu bestimmen, wie sie investieren. Basierend darauf, wie viel Risiko sie tolerieren können, werden Anleger als aggressiv, moderat und konservativ eingestuft.
Risikotoleranzbewertungen sind online verfügbar, einschließlich risikobezogener Umfragen oder Fragebögen. Ein Anleger möchte möglicherweise auch historische Renditen für verschiedene Anlageklassen überprüfen, um die Volatilität der verschiedenen Finanzinstrumente zu bestimmen.
Ein Faktor, der die Risikotoleranz beeinflusst, ist der Zeithorizont eines Anlegers. Mit einem finanziellen Ziel mit einem langen Zeithorizont kann ein Anleger möglicherweise höhere Renditen erzielen, indem er vorsichtig in risikoreichere Vermögenswerte wie Aktien investiert. Umgekehrt können risikoärmere Bargeldanlagen für kurzfristige finanzielle Ziele geeignet sein.1
Das zukünftige Einkommenspotenzial eines Anlegers und das Vorhandensein anderer Vermögenswerte wie ein Eigenheim, eine Rente, die Sozialversicherung oder eine Erbschaft beeinflussen die Risikotoleranz. Ein Anleger kann ein größeres Risiko mit investierbaren Vermögenswerten eingehen, wenn ihm andere, stabilere Geldquellen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können Anleger mit einem größeren Portfolio risikotoleranter sein, da der Verlustprozentsatz in einem größeren Portfolio im Vergleich zu einem kleineren Portfolio viel geringer ist.
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Aggressive Risikotoleranz
Ein aggressiver Anleger oder jemand mit einer hohen Risikotoleranz ist bereit, das Risiko von Geldverlusten einzugehen, um potenziell bessere Ergebnisse zu erzielen.1 Aggressive Anleger sind in der Regel markterfahren, verstehen die Volatilität von Wertpapieren und verfolgen Strategien, um überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.
Ihre Investitionen legen den Schwerpunkt auf Kapitalzuwachs und nicht auf Einkommen oder den Erhalt ihrer ursprünglichen Anlage. Die Vermögensallokation dieses Anlegers umfasst typischerweise Aktien und wenig bis gar keine Allokation in Anleihen oder Bargeld.
Moderate Risikotoleranz
Moderate Anleger möchten ihr Geld vermehren, ohne zu viel zu verlieren. Ihr Ziel ist es, Chancen und Risiken abzuwägen, und die Herangehensweise dieses Anlegers wird manchmal als „ausgewogene“ Strategie beschrieben.
Üblicherweise entwickeln moderate Anleger ein Portfolio, das eine Mischung aus Aktien und Anleihen enthält, vielleicht in einer 50/50- oder 60/40-Struktur.2
Konservative Risikotoleranz
Konservative Anleger sind bereit, wenig bis gar keine Volatilität in ihren Anlageportfolios zu akzeptieren. Rentner oder Personen in der Nähe des Rentenalters fallen oft in diese Kategorie, da sie möglicherweise nicht bereit sind, einen Verlust ihrer ursprünglichen Anlage zu riskieren, und eine kurzfristige Anlagestrategie verfolgen.
Ein konservativer Anleger zielt auf garantierte und hochliquide Instrumente ab. Risikoscheue Personen entscheiden sich häufig für Bankzertifikate (CDs), Geldmärkte oder US-Staatsanleihen für Einkommen und Kapitalerhalt.
Was ist ein Beispiel für eine 60/40-Portfoliostruktur?
Ein moderat risikotoleranter Anleger könnte sich für eine 60/40-Struktur entscheiden, die eine 60%ige Investition in Aktien, 30% in Anleihen und 10% in Bargeld umfassen könnte.2
Welche Finanzinstrumente gelten als Hochrisikoanlagen?
Zu den Hochrisikoanlagen gehören Investitionen in Optionen, Börsengänge (IPOs) und ausländische Schwellenmärkte.
Wie verhält sich Risikotoleranz im Vergleich zur Risikokapazität?
Während die Risikotoleranz die Bereitschaft eines Anlegers misst, ein Risiko einzugehen, misst die Risikokapazität eines Anlegers seine finanzielle Fähigkeit, ein Risiko einzugehen.
U.S. Securities and Exchange Commission. "Assessing Your Risk Tolerance."
U.S. Securities and Exchange Commission. "Assessing Your Risk Tolerance."
Charles Schwab. "How to Determine Your Risk Tolerance Level."
Charles Schwab. "How to Determine Your Risk Tolerance Level."
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