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Sarbanesoxleyact

Wie der Sarbanes-Oxley Act die Interessen der Anleger schützt



Wichtige Erkenntnisse


  • Der Sarbanes-Oxley Act war eine Reaktion auf die Finanzskandale der frühen 2000er Jahre.
  • Er führte strenge Regeln für Buchhalter und Wirtschaftsprüfer ein.
  • Neue strafrechtliche Sanktionen für Verstöße gegen Wertpapiergesetze wurden eingeführt.
  • Führungskräfte riskieren Haft, wenn sie falsche Finanzberichte bestätigen.


Was ist der Sarbanes-Oxley Act von 2002?


Der Sarbanes-Oxley Act von 2002 ist ein Gesetz, das der US-Kongress am 30. Juli jenes Jahres verabschiedete, um Anleger vor betrügerischen Finanzberichten von Unternehmen zu schützen.1

Das Gesetz, auch bekannt als SOX Act von 2002, ordnete strenge Reformen der bestehenden Wertpapierregulierungen an und verhängte harte neue Strafen gegen Gesetzesbrecher.

Das Gesetz war eine Reaktion auf Finanzskandale der frühen 2000er Jahre, an denen börsennotierte Unternehmen wie Enron Corporation, Tyco International plc und WorldCom beteiligt waren.2

Die aufsehenerregenden Betrugsfälle, die Verluste in Milliardenhöhe verursachten, erschütterten das Vertrauen der Anleger in die Zuverlässigkeit von Unternehmensfinanzberichten und führten dazu, dass viele eine Überholung jahrzehntealter Regulierungsstandards forderten.

Das Gesetz verdankt seinen Namen seinen beiden Sponsoren – Senator Paul S. Sarbanes (Demokrat aus Maryland) und Abgeordneter Michael G. Oxley (Republikaner aus Ohio).34

Investopedia / Matthew Collins



Der Sarbanes-Oxley Act erklärt


Die im Sarbanes-Oxley Act von 2002 dargelegten Regeln und Durchsetzungsrichtlinien änderten oder ergänzten bestehende Gesetze zur Wertpapierregulierung, einschließlich des Securities Exchange Act von 1934 und anderer von der Securities and Exchange Commission (SEC) durchgesetzter Gesetze.5

Das neue Gesetz führte Reformen und Ergänzungen in vier Hauptbereichen ein:

Unternehmensverantwortung

Erhöhte strafrechtliche Sanktionen

Buchhaltungsregulierung

Neue Schutzmaßnahmen



Wichtig


Durch den Sarbanes-Oxley Act können Führungskräfte, die wissentlich falsche Finanzberichte bestätigen, ins Gefängnis kommen.



Wichtige Bestimmungen des Sarbanes-Oxley Act


Der Sarbanes-Oxley Act ist ein komplexes und umfangreiches Gesetzeswerk. Drei seiner wichtigsten Bestimmungen sind Section 302, Section 404 und Section 802.1

Section 302 schreibt vor, dass leitende Unternehmensführer persönlich schriftlich bestätigen, dass die Finanzberichte des Unternehmens den Offenlegungspflichten der SEC entsprechen und „in allen wesentlichen Belangen die Finanzlage und die Betriebsergebnisse des Emittenten zum Zeitpunkt des Finanzberichts fair darstellen".

Führungskräfte, die Finanzberichte abzeichnen, von denen sie wissen, dass sie ungenau sind, unterliegen strafrechtlichen Sanktionen, einschließlich Haftstrafen.

Section 404 verlangt, dass das Management und die Wirtschaftsprüfer interne Kontrollen und Berichtsmethoden einrichten, um die Angemessenheit dieser Kontrollen sicherzustellen.

Einige Kritiker des Gesetzes haben beanstandet, dass die Anforderungen in Section 404 negative Auswirkungen auf börsennotierte Unternehmen haben können, da die Einrichtung und Aufrechterhaltung der erforderlichen internen Kontrollen oft teuer ist.

Section 802 enthält die drei Regeln, die die Aufzeichnungsführung betreffen. Die erste befasst sich mit der Vernichtung und Fälschung von Aufzeichnungen. Die zweite definiert strikt die Aufbewahrungsfrist für die Speicherung von Aufzeichnungen. Die dritte Regel umreißt die spezifischen Geschäftsunterlagen, die Unternehmen aufbewahren müssen, einschließlich elektronischer Kommunikation.

Neben der finanziellen Seite eines Unternehmens, wie Prüfungen, Genauigkeit und Kontrollen, legt der SOX Act auch Anforderungen an die IT-Abteilungen in Bezug auf elektronische Aufzeichnungen fest.

Das Gesetz schreibt in dieser Hinsicht keine bestimmten Geschäftspraktiken vor, sondern definiert lediglich, welche Unternehmensunterlagen wie lange aufbewahrt werden müssen.

Die im SOX Act dargelegten Standards legen nicht fest, wie ein Unternehmen seine Aufzeichnungen aufbewahren soll, sondern nur, dass es die Verantwortung der IT-Abteilung des Unternehmens ist, sie zu speichern.

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