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Schadenkosten

Schadenskosten: Was es bedeutet, wie man es berechnet



Was sind Schadenkosten?


Schadenkosten, auch als Nettoprämie bezeichnet, ist der Teil einer Versicherungsprämie, der erwartete Schadensfälle und die damit verbundenen Bearbeitungskosten abdeckt. Versicherer ermitteln die Schadenkosten mithilfe historischer Daten und statistischer Modelle und wenden dann einen Schadenkostenmultiplikator für Gemeinkosten, Gewinn und andere Faktoren an, um die endgültige Prämie zu erhalten, die ein Versicherungsnehmer zahlt.



Wichtige Erkenntnisse


  • Schadenkosten sind der Gesamtbetrag, den ein Versicherer zur Deckung von Schadensfällen zahlen muss, einschließlich der Kosten für die Verwaltung und Untersuchung solcher Schadensfälle.
  • Bei der Festlegung der Versicherungsprämie für einen Versicherungsnehmer berücksichtigen Versicherungsunternehmen die Schadenkosten.
  • Versicherungsunternehmen erzielen einen Gewinn, wenn die eingenommenen Prämien höher sind als die Schadenkosten.
  • Bei der Berechnung der Schadenkosten verwenden Versicherungsmathematiker statistische Modelle und historische Daten aus ihrem eigenen Geschäft sowie aus der gesamten Branche.
  • Der Schadenkostenmultiplikator ist eine Anpassung der Schadenkosten, die Geschäftsausgaben und Gewinn berücksichtigt.
  • Die Schadenkosten multipliziert mit dem Schadenkostenmultiplikator ergeben die wünschenswerte Prämie für die Deckung.


Aufschlüsselung der Schadenkosten in der Versicherung


Die Entscheidung über die Höhe der zu berechnenden Prämie ist für Versicherer von entscheidender Bedeutung. Sie untersuchen historische Abwicklungskosten, die als Schadenkosten bezeichnet werden.

Die Schadenkosten stellen Zahlungen zur Deckung von Schadensfällen dar, die im Rahmen der gezeichneten Policen von Versicherungsunternehmen geltend gemacht werden. Die Schadenkosten umfassen auch Ausgaben für die Untersuchung und Regulierung von Schadensfällen. Sie stellen die Gesamtkosten zur Deckung eines Schadens dar.

Bei der Zeichnung einer neuen Police verpflichtet sich der Versicherer, den Versicherungsnehmer für Verluste aus einem bestimmten Risiko zu entschädigen. Im Austausch für die Deckung erhält der Versicherer eine Prämienzahlung vom Versicherungsnehmer. Ein Versicherer erzielt einen Gewinn, wenn die Kosten für die Zahlung und Verwaltung eines Schadens – die Schadenkosten – geringer sind als der Gesamtbetrag der eingenommenen Prämien.



Wie Versicherer Schadenkosten berechnen


Ein Versicherer könnte die Prämie auf mindestens den Höchstbetrag, für den er haften könnte, zuzüglich Verwaltungskosten festlegen. Eine solche Strategie würde jedoch zu sehr hohen Prämien führen, die für potenzielle Kunden unattraktiv sind. Auch die Aufsichtsbehörden begrenzen die Sätze, die ein Versicherer verlangen darf.

Der Versicherungsmathematiker verwendet statistische Modelle, um die Anzahl der Schadensfälle zu schätzen, die er aus den gegen seine Policen geltend gemachten Ansprüchen erwartet. Diese Modelle berücksichtigen die Häufigkeit und Schwere früherer Schadensfälle. Sie umfassen auch Daten anderer Versicherungsunternehmen mit ähnlichen Risiken. Für die Zeichnung stellt der National Council on Compensation Insurance (NCCI) und andere Ratingorganisationen Schadensinformationen zusammen und veröffentlicht sie.

Trotz der Raffinesse dieser Modelle sind die Ergebnisse nur Schätzungen. Die tatsächlichen Verluste im Zusammenhang mit einer Police können erst nach Ablauf der Versicherungsperiode mit vollständiger Sicherheit bekannt sein.

Da die Schadenkosten nur Schadensfälle und damit verbundene Ausgaben abdecken, müssen sie um Gewinne und andere Kosten wie Gehälter und Gemeinkosten angepasst werden. Diese unternehmensspezifischen Anpassungen werden als Schadenkostenmultiplikator (Loss Cost Multiplier, LCM) bezeichnet. Die Schadenkosten multipliziert mit dem Schadenkostenmultiplikator ergeben die wünschenswerte Prämie für die Deckung.

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