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Schattenbestand

Schattenbestand erklärt: Auswirkungen auf Immobilienmärkte



Wichtige Erkenntnisse


  • Der Schattenbestand umfasst unbewohnte Immobilien, die noch nicht zum Verkauf angeboten wurden, oft aufgrund einer bevorstehenden Zwangsvollstreckung oder strategischem Timing der Eigentümer.
  • Er kann Marktdaten verzerren, indem er das tatsächliche Angebot an Häusern verschleiert und so Preis- und Bestandsanalysen beeinflusst.
  • Die Verwaltung des Schattenbestands ist in Abschwungphasen entscheidend, da die gleichzeitige Freigabe zu vieler Häuser die Marktpreise drücken kann.
  • Investoren können profitieren, indem sie Beziehungen zu Banken nutzen, um Zugang zum Schattenbestand zu erhalten, bevor dieser auf den freien Markt kommt.


Was ist Schattenbestand?


Der Schattenbestand bezieht sich auf unbewohnte oder bald unbewohnte Immobilien, die noch nicht auf den Markt gebracht wurden. Meistens wird er verwendet, um diejenigen Immobilien zu erfassen, die sich im Prozess der Zwangsvollstreckung befinden, aber noch nicht verkauft wurden. Er umfasst auch Häuser, deren Eigentümer mit dem Verkauf warten, bis die Preise steigen.

Der Schattenbestand kann sowohl den Immobilienmarkt als auch die breitere wirtschaftliche Erholung beeinflussen. Wir erklären, wie er funktioniert, welche wirtschaftlichen Auswirkungen er hat und welche wichtigen Erkenntnisse es zum Zeitpunkt der Marktteilnahme gibt.



Wie der Schattenbestand den Immobilienmarkt beeinflusst


Der Schattenbestand kann Unsicherheit darüber schaffen, wann der beste Zeitpunkt für einen Verkauf ist und wann ein lokaler Markt mit einer vollständigen Erholung rechnen kann. Darüber hinaus führt der Schattenbestand oft dazu, dass gemeldete Immobiliendaten die tatsächliche Anzahl der zum Verkauf stehenden Immobilien auf dem Markt unterschätzen.

Der Schattenbestand spielte eine wichtige Rolle in der Folge der Subprime-Hypothekenkrise von 2007-2008. Aufgrund der beispiellosen Anzahl von Zwangsvollstreckungen infolge des Zusammenbruchs des Immobilienmarktes während dieser Krise waren die Kreditgeber mit erheblichen Immobilienbeständen konfrontiert. Viele Kreditgeber zögerten, ihre Bestände zum Verkauf anzubieten, aus Angst, den Markt mit sogenannten "notleidenden" Immobilien zu überschwemmen.

Da notleidende Immobilien zu relativ niedrigen Preisen verkauft werden, drückt ein größeres Angebot auf dem Markt die Preise, was wiederum die potenzielle Rendite der Kreditgeber senkt. Nach der Finanzkrise 2007-2008 hat sich der Schattenbestand jedoch verringert, da sich der Immobilienmarkt langsam erholt hat.



Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Schattenbestands


Der Schattenbestand neigt dazu zu wachsen, wenn die Immobilienmärkte in Schwierigkeiten sind. Wenn Banken beginnen, zwangsvollstreckte Immobilien in höherem Tempo freizugeben, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Immobilienmarkt seinen Tiefpunkt erreicht hat und sich wieder zu erholen beginnt. Da Immobilien eine so große Rolle in der Gesamtwirtschaft spielen, fällt ein geringerer Schattenbestand in der Regel mit starkem Wirtschaftswachstum zusammen.

Gleichzeitig dämpft die Freigabe zwangsvollstreckter Immobilien die Immobilienpreise insgesamt. Dies liegt daran, dass notleidende Immobilien zu einem viel niedrigeren Preis verkauft werden als andere Häuser. Wenn notleidende Immobilien einen großen Anteil der Häuser auf dem Markt ausmachen, drücken sie die Preise allgemein nach unten.

Laut der Federal Reserve Bank of Cleveland verkaufen sich zwangsvollstreckte Häuser, die seit weniger als einem Jahr auf dem Markt sind, zu 35 Prozent unter ihrem Wert, während solche, die länger als ein Jahr auf dem Markt sind, zu 60 Prozent günstiger verkauft werden. Diese niedrigen Preise wirken sich negativ auf Verkäufer aus, können aber Käufern helfen, sich Häuser leisten zu können.

Immobilieninvestoren können ebenfalls von der Existenz des Schattenbestands profitieren. Investoren, die Beziehungen zu REO-Abteilungen kleiner Banken und Kreditgenossenschaften aufbauen, können manchmal Immobilien aus dem Schattenbestand kaufen, bevor die Öffentlichkeit erfährt, dass sie auf dem Markt sind. Ebenso stellen Vermögensverwalter und Immobilienmakler größerer Banken Investoren manchmal Listen verfügbarer Immobilien zur Verfügung.

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