Schlupf
Slippage im Finanzwesen verstehen: Wichtige Erkenntnisse und Beispiele
Wichtige Erkenntnisse
- Slippage kann dazu führen, dass ein Trade zu einem anderen Kurs als ursprünglich beabsichtigt ausgeführt wird, was für den Anleger entweder vorteilhaft oder nachteilig sein kann.
- Es tritt am häufigsten bei hoher Marktvolatilität oder geringer Liquidität auf, weshalb es für Anleger entscheidend ist, die Marktbedingungen im Auge zu behalten.
- Die Verwendung von Limit-Orders kann Anlegern helfen, negative Slippage zu vermeiden, indem der Mindestpreis festgelegt wird, zu dem eine Order ausgeführt wird.
- Der Forex-Markt ist aufgrund seiner hohen Volatilität und des rund um die Uhr stattfindenden Handels besonders anfällig für Slippage.
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- Investopedia / Lara Antal
Die Mechanik von Slippage verstehen
Slippage bezeichnet keine negative oder positive Bewegung, da jede Abweichung zwischen dem beabsichtigten Ausführungskurs und dem tatsächlichen Ausführungskurs als Slippage gilt. Wenn eine Order ausgeführt wird, wird das Wertpapier zum günstigsten Kurs gekauft oder verkauft, den eine Börse oder ein anderer Market Maker anbietet. Dies kann zu Ergebnissen führen, die günstiger, gleich oder ungünstiger sind als der beabsichtigte Ausführungskurs. Der Ausführungskurs kann im Vergleich zum beabsichtigten Kurs zu positiver, keiner oder negativer Slippage führen.
Marktpreise können sich schnell ändern, sodass Slippage während der Verzögerung zwischen der Orderaufgabe und der Ausführung des Trades auftreten kann. Der Begriff wird an vielen Marktplätzen verwendet, die Definitionen sind jedoch identisch. Allerdings tritt Slippage an den verschiedenen Handelsplätzen tendenziell unter unterschiedlichen Umständen auf.
Eine Limit-Order verhindert negative Slippage, birgt jedoch das Risiko, nicht ausgeführt zu werden, wenn die Kurse das Limit nicht erreichen. Dieses Risiko erhöht sich in Situationen, in denen Marktschwankungen schneller auftreten und die Zeitspanne für die Ausführung eines Trades zum beabsichtigten Kurs erheblich verkürzt wird.
Wichtig
Anleger können negative Slippage vermeiden, indem sie Limit-Orders platzieren.
Beispiel für Slippage beim Handel
Eine der häufigsten Arten, wie Slippage auftritt, ist eine plötzliche Änderung des Geld-/Brief-Spreads. Wenn dies geschieht, kann eine Marktorder zu einem ungünstigeren oder günstigeren Kurs ausgeführt werden als ursprünglich beabsichtigt.
Bei negativer Slippage ist der Briefkurs bei einer Long-Position gestiegen oder der Geldkurs bei einer Short-Position gefallen. Bei positiver Slippage ist der Briefkurs bei einer Long-Position gefallen oder der Geldkurs bei einer Short-Position gestiegen. Händler können Slippage vermeiden, indem sie anstelle von Marktorders Limit-Orders verwenden.
Angenommen, die Geld-/Briefkurse von Apple werden auf der Broker-Oberfläche mit 183,50 $ / 183,53 $ angezeigt. Es wird eine Marktorder über 100 Aktien platziert, mit der Absicht, dass die Order zu 183,53 $ ausgeführt wird. Mikrosekunden-Transaktionen von Computerprogrammen heben jedoch den Geld-/Brief-Spread auf 183,54 $ / 183,57 $ an, bevor die Order ausgeführt wird. Die Order wird dann zu 183,57 $ ausgeführt, was zu Kosten von 0,04 $ pro Aktie bzw. 4,00 $ pro 100 Aktien führt – dies ist eine negative Slippage.
Slippage im Forex-Markt erkunden
Forex-Slippage tritt auf, wenn eine Marktorder ausgeführt wird oder ein Stop-Loss die Position zu einem anderen Kurs schließt als in der Order festgelegt. Viele Händler und Anleger verwenden Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ein alternativer Ansatz ist die Verwendung von Optionskontrakten, um das Risiko von Verlusten auf der Unterseite in sich schnell bewegenden und konsolidierenden Märkten zu begrenzen.
Forex-Slippage tritt häufiger bei hoher Volatilität aufgrund von Ereignissen oder beim Handel außerhalb der Hauptzeiten auf. In beiden Situationen führen seriöse Forex-Händler den Trade zum nächstbesten Kurs aus.
Strategien zur Minimierung der Auswirkungen von Slippage
Slippage ist ein Teil des Investierens, obwohl es einige Möglichkeiten gibt, sie zu vermeiden oder ihre Auswirkungen zu begrenzen. Slippage tritt häufig in volatilen oder illiquiden Märkten auf, daher sind der Zeitpunkt und die Art des Wertpapiers von Bedeutung.
Handeln Sie in ruhigen Momenten
Je geringer die Volatilität am Markt ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie von Slippage überrascht werden. Wenn Sie Slippage begrenzen möchten, investieren Sie nicht um die Zeit großer Wirtschaftsankündigungen oder wichtiger Updates zu einem Wertpapier, das Sie handeln möchten, wie z. B. eines Gewinnberichts. Diese Art von Ereignissen kann Märkte erheblich bewegen und zu Kurssprüngen führen.
Platzieren Sie stattdessen Limit-Orders
Marktorders werden schnell ausgeführt, während Limit-Orders nur zu einem festgelegten Kurs oder besser durchgehen. Wenn Sie eine Limit-Order platzieren, können Sie negative Slippage vermeiden. Es besteht jedoch auch das Risiko, dass die Order nicht ausgeführt wird.
Tipp
Einige Plattformen ermöglichen es Anlegern, bei der Orderaufgabe einen maximalen Slippage-Prozentsatz festzulegen.
Was bedeutet Slippage bei Kryptowährungen?
Slippage kann bei allen Anlageklassen auftreten. Bei Kryptowährungen ist die Wahrscheinlichkeit möglicherweise höher, da der Markt für digitale Währungen tendenziell volatiler und in bestimmten Fällen weniger liquide ist.
Was ist eine 2 %ige Slippage?
Einige Broker erlauben Anlegern, eine maximale Slippage-Toleranz anzugeben. Eine 2 %ige Slippage bedeutet, dass eine Order zu 2 % mehr oder weniger als dem erwarteten Kurs ausgeführt wird. Wenn Sie beispielsweise eine Order für Aktien eines Unternehmens platziert haben, als diese zu 100 $ gehandelt wurden, und am Ende 102 $ pro Aktie bezahlt haben, hätten Sie eine negative Slippage von 2 %.
Ist positive Slippage gut?
Ja, positive Slippage ist gut. Sie bedeutet, dass Sie einen besseren Kurs als erwartet erhalten haben.