Schrottkarre
Was ist ein Schrottauto?
Verständnis des Cash-For-Clunkers-Programms
Wichtige Erkenntnisse
- „Clunker“ bezieht sich auf Autos, die 2009 im Rahmen des Cash-for-Clunkers-Programms eingetauscht wurden.
- Das Programm bot Gutscheine von bis zu 4.500 $ für den Tausch alter Fahrzeuge.
- Kritiker argumentieren, dass es zu einem Mangel an Gebrauchtwagen und überhöhten Preisen führte.
- Das Programm kostete die Steuerzahler 3 Milliarden $ und hatte nur begrenzte wirtschaftliche Auswirkungen.
- Studien deuten darauf hin, dass viele Transaktionen auch ohne das Programm stattgefunden hätten.
Was ist ein Clunker?
Ein Clunker bezeichnet allgemein ein älteres, kraftstoffineffizientes Fahrzeug – ein Begriff, der während des US-amerikanischen Cash-for-Clunkers-Programms von 2009 populär wurde.
Die unter der Obama-Regierung gestartete Initiative bot Gutscheine an, um Fahrer dazu zu bewegen, veraltete Fahrzeuge gegen kraftstoffeffizientere Modelle einzutauschen – als Teil eines wirtschaftlichen Anreizprogramms. Um förderfähig zu sein, mussten die Fahrzeuge fahrbereit, ein Jahr lang versichert, jünger als 25 Jahre und mit einem Verbrauch von 18 Meilen pro Gallone oder weniger bewertet sein.1
Analyse der Auswirkungen des Cash-For-Clunkers-Programms
Das Cash-for-Clunkers-Programm in den USA bot Fahrern alter „Clunker“ Gutscheine von bis zu 4.500 $ für die Inzahlungnahme ihres alten Autos gegen ein neueres, kraftstoffeffizienteres Fahrzeug.1 Wenn ein altes Fahrzeug mehr als 4.500 $ wert war, wäre das Programm nicht vorteilhaft gewesen, da der Fahrzeughalter sein Auto einfach an den Händler hätte verkaufen können.
Befürworter des Programms argumentierten, dass es ein Erfolg sei, weil es einen wirtschaftlichen Impuls gab und viele kraftstoffineffiziente Fahrzeuge durch kraftstoffeffizientere ersetzt wurden, die weniger Umweltverschmutzung verursachen. Das Programm, so die Befürworter, habe etwa 700.000 kraftstoffineffiziente Autos von der Straße genommen.2
Kritik und Kontroversen um Cash-For-Clunkers
Viele Ökonomen sowie einige Bundesbehörden und Umweltgruppen kritisierten das Programm. Mehrere Ökonomen bezeichneten das Programm als Beispiel für den „Broken-Windows“-Trugschluss, der besagt, dass Ausgaben Wohlstand schaffen.3 Sie argumentieren, dass das Programm aufgrund versteckter Effekte und unbeabsichtigter Folgen gescheitert sei und dass es zu einem Mangel an Gebrauchtwagen führte, wodurch die Gebrauchtwagenpreise in die Höhe schnellten und einkommensschwache Menschen benachteiligt wurden. Sie argumentieren ferner, dass das Programm die Steuerzahler 3 Milliarden $ kostete und wenig zur Ankurbelung der US-Wirtschaft beitrug – selbst kurzfristig –, weil es ausländische Autohersteller auf Kosten inländischer Hersteller begünstigte.4
Eine Studie aus dem Jahr 2017 nutzte Verkaufsdaten aus Texas, um das Programm zu bewerten. Texas war einer der wichtigsten Märkte für das Programm und verantwortlich für 6 % der Gesamtverkäufe. Die Studie ergab, dass 60 % der Subventionen an Verbraucher gingen, die ohnehin ein neues Auto gekauft hätten. Selbst nach Programmende gab es keinen signifikanten Unterschied im Kaufverhalten oder Autobesitz im Bundesstaat. Wäre Cash-for-Clunkers ein Erfolg gewesen, hätte es einen starken Rückgang bei Autobesitz oder -käufen gegeben. Die Studie stellte auch fest, dass das Programm Kunden dazu veranlasste, günstigere kraftstoffeffiziente Fahrzeuge zu kaufen, um die Kriterien zu erfüllen, und so den Markt für kraftstoffeffiziente Fahrzeuge verzerrte.5
In der Realität erklärte das National Bureau of Economic Research, dass die positiven Effekte des Programms bescheiden und kurzlebig waren und dass die meisten der dadurch angeregten Transaktionen ohnehin stattgefunden hätten.6 Eine Studie von Edmunds behauptet, dass das Programm 125.000 Fahrzeugkäufe anregte, die zu diesem Zeitpunkt sonst nicht stattgefunden hätten, was die Steuerzahler durchschnittlich etwa 24.000 $ pro Transaktion kostete.7 Andere Studien stimmten hinsichtlich der negativen Nettoeffekte überein, da die Verschrottung der eingetauschten Fahrzeuge große Mengen giftiger Chemikalien erforderte und die Motoren auf Deponien oder in Schmelzen entsorgt werden mussten.89